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Aktuelle Meldung vom 01.12.2019
Auch im letzten Vorrundenspiel gelang der Oberligareserve nicht der erhoffte Befreiungsschlag gegen den Tabellenzweiten FC Bayern München 2. Zwar wusste das Schröttner-Team bei der unglücklichen 9:7-Niederlage durchaus zu überzeugen. Schlußendlich blieben die beiden Punkte aber in der Landeshauptstadt und die Zweite stand erneut mit leeren Händen da. Somit überwintern die Fortunen mit mickrigen vier Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und müssen sich in der Rückrunde gewaltig steigern, um die Liga zu halten.
Mitausschlaggebend war wieder einmal die eklatante Schwäche in den Eröffnungsdoppeln, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Vorrunde zieht. Lediglich das neuformierte Einserdoppel Grzyb/Schröttner kam zu einem hauchdünnen Erfolg gegen Renner/Deutsch. Sowohl Rozinek/Hirschenauer als auch Adjan/Vorisek hatten gegen ihre Gegner nur wenig zu bestellen. Eine Galavorstellung lieferte Vojtech Rozinek gegen den Spitzenspieler der Bayern, den erst 17-jährigen Nico Longhino, ab. In drei klaren Sätzen war die Messe hier sehr schnell gelesen. Unter die Räder kam anschließend der Passauer Spitzenmann Lukas Grzyb gegen Tom Schweiger. Der 15-jährige, aus der Jugend der DJK Altdorf hervorgegangen, ist seit kurzem Mitglied des nationalen Tischtenniselitekaders und steht deutschlandweit an Nummer zwei seiner Altersklasse. Sebastian Schröttner und Tomas Vorisek brachten anschließend nach überzeugenden Auftritten gegen Sebastian Deutsch und Frederik Scholer die Fortunen zum ersten Mal mit 4:3 in Front. Im hinteren Paarkreuz war der für den kurzfristig erkrankten Christian Lederer eingesprungene Ersatzmann Manfred Hirschenauer gegen den Chinesen Li Le, stärkster Spieler dieses Paarkreuzes, kein Kraut gewachsen. Gut erholt zeigte sich daraufhin Lukas Grzyb im Spitzeneinzel gegen Nico Longhino. Das Mitglied des Bayerischen Leistungszentrums und der Pole lieferten sich großartige Ballstafetten, aus denen der Passauer oftmals als Sieger hervorging. Nun sollte die Phase der vergebenen Chancen beginnen. Rozinek lieferte in der Partie des Tages gegen den jungen Schweiger eine famose Leistung ab und war im vierten Satz nur zwei Punkte vom Sieg entfernt. Der deutsche Jugendnationalspieler agierte erstaunlich abgebrüht und holte noch den Sieg für die Oberbayern. Eine Klasse für sich war an diesem Tag Tomas Vorisek. In einer einseitigen Partie ließ er gegen Deutsch überhaupt keinen Zweifel über den späteren Sieger aufkommen. Ähnlich wie Rozinek erging es Mannschaftskapitän Schröttner gegen seinen Angstgegner Frederik Scholer. Auch er war im vierten Satz nur zwei Punkte vom möglichen Sieg entfernt. Sein Gegenüber traf ab diesem Moment aber jeden Ball und das Unheil nahm seinen Lauf. Kurz vor der Sensation stand im letzten Einzel des Tages Ersatzmann Manfred Hirschenauer. Mit Marc Renner hatte er ein oberbayerisches Urgestein vor der Brust, der mit seinem unangenehmen Noppenspiel schon so manch namhaften Spieler bezwungen hatte. Der Fortune zauberte aber noch einmal wie zu seinen allerbesten Zeiten auf und brachte seinen Kontrahenten gewaltig in die Bredouille. Äußerst unglücklich ging diese Partie an den FC Bayern, so dass im Schlussdoppel die Entscheidung über Unentschieden oder Niederlage fallen musste. Schnell ging hierbei das Passauer Einserdoppel Grzyb/Schröttner gegen Schweiger/Longhino mit 2:0 in Führung. Die Münchner drehten aber in den drei Folgesätzen gewaltig auf und die beiden Passauer konnten sich kaum mehr aus der Umklammerung lösen, zu druckvoll wurde das Spiel der beiden oberbayerischen Jungspunde.
Am Ende blieben trotz ansprechender Leistung und guter Moral die beiden Punkte nach fast vier Stunden Spielzeit wieder einmal beim Gegner. Mitte Januar haben die Fortunen im ersten Spiel der Rückrunde die Möglichkeit zur Revanche, wenn die Münchner dann in der Nikola-Turnhalle vorstellig werden.
Manfred Hirschenauer