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Aktuelle Meldung vom 12.01.2025
Im Stile einer Spitzenmannschaft präsentierte sich Zweitligist TTC Fortuna Passau beim Doppelspieltag in NRW und kletterte mit nunmehr 14:8-Punkten auf den zweiten Tabellenrang hoch. Nach dem samstäglichen 6:2-Auftakterfolg gegen den Rangachten SV Union Velbert setzten Yuki Matsuyama und Co. tags darauf noch eins drauf und entledigten sich mit einem harterkämpften 6:3-Sieg gegen den 1. FC Köln wohl aller Abstiegssorgen. Der Grundstein für beide Erfolge wurde zum einen in den vier Doppeln gelegt, die allesamt zu einer Domäne der Niederbayern wurden. Aus einer kompakten Mannschaft ragte zudem der Eidgenosse Elia Schmid heraus, welcher in allen drei Einzeln ungeschlagen blieb und damit wesentlichen Anteil am späteren Teamerfolg hatte.
Schnell die Weichen auf Sieg gegen den SV Union Velbert stellte das Passauer Spitzendoppel Yuki Matsuyama/Viktor Yefimov im Duell gegen Liang Qiu/Timotius Köchling. Einen Kampf auf Biegen und Brechen lieferte sich im Parallelspiel das Fortuna-Duo Elia Schmid/Owen Cathcart gegen Wim Verdonschot und Anton Limonov. Mit großer Nervenstärke ging auch dieser vorentscheidende Zähler hauchdünn im Entscheidungssatz an die beiden Passauer, die damit dem Gastgeber aus dem Niederbergischen Land schnell den Zahn zogen. Keinen Zweifel über den späteren Sieger ließ Nippon-Ass Matsuyama im Spitzenpaarkreuz in den Partien gegen den deutschen Jugend-Nationalspieler Wim Verdonschot sowie gegen Liang Qiu aufkommen. Eine überzeugende Vorstellung bot auch Teamkapitän Yefimov beim souveränen 3:0-Erfolg im zweiten Einzel gegen Qiu. Als eine Nummer zu groß erwies sich hingegen der Westfale Verdonschot, der den tapfer kämpfenden Ukrainer nicht zur Entfaltung kommen ließ. Zu einer klaren Angelegenheit für den Eidgenossen Schmid entwickelte sich die Partie gegen Ersatzmann Köchling. Gute Ansätze gegen den ukrainischen Nationalspieler Limonov zeigte auch der Ire Cathcart. In den entscheidenden Phasen eines hartumkämpften Vier-Satz-Matches zeigte Limonov aber, warum er zu den drei stärksten Akteuren des unteren Liga-Paarkreuzes gehört und holte damit den letzten Zähler für sein Team.
Gleich verheißungsvoll für die Niederbayern verlief tags darauf der Doppelauftakt im Kölner Hexenkessel. Insgesamt nur einen Satz mussten beide Passauer Doppel gegen die Domstadt-Duos Tobias Hippler/Florian Cnudde und Andre Bertelsmeier/Gianluca Walther abgeben und brachten den Kölner Anhang damit frühzeitig zum Verstummen. Eine rassige Fünf-Satz-Begegnung lieferten sich anschließend der japanische Ausnahmekönner Matsuyama und Kölns Nummer 2, Hippler. Komfortabel mit zwei Sätzen in Führend liegend, sah der Asiate gegen einen der stärksten Zweitligaspieler bereits als der sichere Sieger aus. Hippler glich zwar noch einmal zum 2:2 aus, schlußendlich ging der Tagessieg aber an den Passauer Spitzenmann, der damit auf 3:0 für sein Team stellte. Für den Anschlusspunkt der Rheinländer sorgte fast zeitgleich Jung-Nationalspieler Andre Bertelsmeier, welcher den Ukrainer Yefimov sicher im Griff hatte. Weitere Knackpunkte einer hartumkämpften, fast drei Stunden lang hin und her wogenden Partie waren die Auftritte im unteren Paarkreuz. Den Reigen eröffnete der ehemalige schweizerische Meister Schmid gegen Ersatzmann Walther. Der Domstädter legte in den Sätzen 1 und 2 los wie die Feuerwehr und ließ den Eidgenossen kaum zur Entfaltung kommen. Mit einer taktischen Meisterleistung und unbändigem Willer drehte der Wahl-Züricher die Partie aber doch noch zu seinen Gunsten und behielt damit das weiterhin günstige Momentum für sein Team bei. Ebenfalls über die volle Schlagdistanz ging es zwischen Cathcart und dem belgischen Nationalspieler Cnudde. Auch hier ging der Zähler an die Niederbayern, die damit nach dem ersten Durchgang komfortabel mit 5:1 in Führung lagen. Ein spielerischer Leckerbissen wurde den zahlreich anwesenden Zuschauern im Spitzeneinzel zwischen Matsuyama und Kölns Nummer 1, Bertelsmeier, geboten. Hauchdünn im Entscheidungssatz setzte sich hier der Rheinländer durch. Nur kurz kam im Lager der Gastgeber ein Hoffnungsschimmer nach dem 3:1-Erfolg von Hippler gegen Yefimov auf, welcher aber sogleich vom bärenstarken Eidgenossen Schmid jäh zunichte gemacht wurde. Passaus Nummer 3 spielte sich gegen Cnudde in einen wahren Rausch und holte damit für sein Team „tief im Westen“ den finalen sechsten Siegpunkt gegen das Kölner Geißbock-Quartett.
TTC-Pressewart Manfred Hirschenauer: „Kompliment an das Team, welches in den entscheidenden Spielsituationen schnörkellos, abgebrüht und kompakt aufgetreten ist. Entscheidend waren zum einen die überzeugenden Auftritte in den Doppeln. Jeder Spieler konnte aber auch mindestens einmal im Einzel für die Mannschaft punkten. Mit dem vierten Erfolg in Serie und nunmehr vierzehn Zählern auf der Habenseite haben wir uns weit oben in der Tabelle festgesetzt. Der Rückrundenauftakt in Zweitliga-Saison Nummer 24 ist mehr als gelungen.“
In vier Wochen (Sonntag, 9. Februar) empfangen die Fortunen den Tabellenführer TTC Jülich (14:6) zum absoluten Spitzenduell in der Dreiflüssestadt.
TTC Fortuna Passau – SV Union Velbert 6:2
Yefimov/Matsuyama – Qiu/Köchling 11:5, 5:11, 11:7, 11:7
Schmid/Cathcart – Verdonschot/Limonov 11:9, 5:11, 5:11, 11:6, 11:9
Matsuyama – Qiu 11:6, 11:6, 8:11, 11:9
Yefimov – Verdonschot 8:11, 3:11, 6:11
Schmid – Köchling 9:11, 11:4, 12:10, 11:7
Cathcart – Limonov 6:11, 8:11, 13:11, 10:12
Matsuyama – Verdonschot 11:7, 11:8, 11:5
Yefimov – Qiu 11:2, 12:10, 11:4
TTC Fortuna Passau – 1. FC Köln 6:3
Yefimov/Matsuyama – Hippler/Cnudde 11:1, 12:10, 12:10
Schmid/Cathcart – Bertelsmeier/Walther 11:6, 3:11, 11:9, 11:8
Matsuyama – Hippler 11:7, 11:7, 7:11, 7:11, 11:8
Yefimov – Bertelsmeier 9:11, 10:12, 3:11
Schmid – Walther 9:11, 7:11, 11:5, 11:6, 11:6
Cathcart – Cnudde 11:6, 8:11, 5:11, 11:9, 11:8
Matsuyama – Bertelsmeier 11:13, 12:10, 11:7, 8:11, 8:11
Yefimov – Hippler 11:4, 5:11, 8:11, 8:11
Schmid – Cnudde 9:11, 11:9, 7:11, 11:4, 11:3
Manfred Hirschenauer