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Aktuelle Meldung vom 04.10.2025
Mit einem Teilerfolg kehrte unsere 1. Herrenmannschaft vom Doppelspieltag im Norden Deutschlands heim. Der Auftakt gegen Tabellenschlusslicht SV Velbert verlief dabei mit einem harterkämpften 6:4-Sieg noch verheißungsvoll. Die Anschlusspartie gegen den niedersächsischen Aufsteiger Oldenburger TB ging dann aber knapp mit einer 4:6-Niederlage in die Binsen. Mit nunmehr 3:3 Punkten ist unser Quartett zufriedenstellend in die Jubiläumssaison gestartet.
Der Grundstein für den Erfolg gegen den erstmals in Bestbesetzung angetretenen SV Velbert wurde bereits frühzeitig in den beiden Doppeln gelegt. Das taiwanesisch-ukrainische Duo Yang Hao-Jen/Viktor Yefimov ließ dabei gegen die iranisch-ukrainische Paarung Benyamin Faraji/Anton Limonov überhaupt nichts anbrennen. Große Nervenstärke bewiesen im Parallelspiel der Eidgenosse Elia Schmid und der kroatische Neuzugang Leon Benko gegen das Duo Wim Verdonschot/Timotius Köchling. Nach Abwehr von drei Matchbällen ging auch dieser Zähler an die Passauer. Dicht vor einem Sieg stand anschließend Neuzugang Hao-Jen im Duell gegen Velberts Spitzenspieler Verdonschot bei schneller 2:0-Satzführung. Vier Matchbälle ließ der Asiate im Entscheidungssatz leider für den TTC liegen und läutete damit ungewollt die Drangphase der Gastgeber aus dem Niederbergischen Land mit drei Erfolgen in Serie ein. Gänzlich ohne Satzgewinn blieb Teamkapitän Yefimov gegen die aktuelle Nummer 3 der U17-Weltrangliste, den erst 16-jährigen Iraner Faraji. Nach der vermeidbaren Fünfsatz-Niederlage von Benko gegen Limonov war es der Schweizer Schmid, welcher die Negativspirale mit einem locker herausgespielten Sieg gegen Köchling zu durchbrechen wusste. Kein Kraut war im anschließenden Spitzeneinzel für Yefimov gegen den sehr druckvoll agierenden Verdonschot gewachsen. Mit Vehemenz und beeindruckender Kaltschnäuzigkeit zeigten Hao-Jen, Schmid und Benko in den folgenden Einzeln gegen Faraji, Limonov und Köchling, zu welchen Leistungen sie fähig sind. Jeweils in vier Sätzen hatte das Trio ihre Kontrahenten sicher im Griff und sicherte damit den wertvollen doppelten Punktgewinn in NRW.
Ein ähnlicher Spielverlauf entwickelte sich in der Samstag-Partie gegen den Aufsteiger aus Oldenburg. Einem ungefährdeten Doppelerfolg des Passauer Spitzendoppels Hao-Jen/Yefimov gegen das Duo Philipp Floritz/Vincent Senkbeil stand eine knappe Niederlage im Decider von Schmid/Benko gegen das taiwanesisch-serbische Duo Hsin-Yang Li/Valentin Nad Nemedi gegenüber. Der an diesem Tag blendend aufgelegte Yefimov ließ gegen den austro-chinesischen Altmeister Chen Weixing überhaupt nichts anbrennen, wogegen der Passauer Taiwanese Hao-Jen im Duell gegen seinen Landsmann Li in vier Sätzen den Kürzeren zog. Routiniert ihr Programm an Brett 3 und 4 spulten die Niedersachsen in Person des zweifachen bayerischen Meisters Floritz sowie des Serben Nad Nemedi gegen die Fortunen Schmid und Benko ab. In allen vier Einzeln reichte es für die tapfer kämpfenden Passauer Akteure hier leider zu keinem Punktgewinn. Eine Galavorstellung bot insbesondere Passaus Teamkapitän Yefimov im Spitzeneinzel: Mit dem Taiwanesen Li bezwang er den letztjährigen zweitbesten Einzelakteur (15:5) des Bundesliga-Unterhauses. Vor keine größeren Probleme wurde Hao-Jen im Duell gegen den ehemaligen Weltklasse-Abwehrer Chen gestellt.
Bedingt zufrieden zeigte sich Sportwart Walter Reichert: „Wir hatten uns aufgrund der Tabellensituation drei Punkte zum Ziel gesetzt, müssen aber schlußendlich anerkennen, dass wir auf sehr spielstarke Konkurrenz getroffen sind. Beide gegnerischen Teams traten erstmalig in dieser Saison in der personell stärksten Aufstellung an. Wir hatten Schwerstarbeit zu verrichten. Im Auftaktspiel gegen Velbert hatten wir das nötige Spielglück, in Oldenburg agierten wir unglücklich. Ein Punktgewinn lag im Bereich des Möglichen. Der Gegner war aber auch bärenstark.“
Schlag auf Schlag geht es am kommenden Wochenende mit dem nächsten Auswärts-Doppelspieltag bei Tabellenführer 1. FSV Mainz 05 (Samstag, 17:30 Uhr) weiter. Tags darauf müssen die Dreiflüssestädter um 13 Uhr Farbe bei der Reserve des aktuellen Champions-League-Siegers 1. FC Saarbrücken bekennen.
TTC Fortuna Passau – SV Velbert 6:4
Schmid/Benko – Verdonschot/Köchling 12:10, 8:11, 5:11, 11:7, 13:11
Yefimov/Hao-Jen – Faraji/Limonov 11:9, 11:6, 12:10
Yefimov – Faraji 8:11, 8:11, 10:12
Hao-Jen – Verdonschot 11:4, 11:9, 4:11, 7:11, 12:14
Schmid – Köchling 11:9, 7:11, 11:5, 11:3
Benko – Limonov 11:9, 7:11, 4:11, 11:7, 10:12
Yefimov – Verdonschot 7:11, 4:11, 14:16
Hao-Jen – Faraji 14:12, 11:8, 9:11, 11:5
Schmid – Limonov 11:8, 9:11, 15:13, 13:11
Benko – Köchling 2:11, 11:7, 11:4, 11:5
TTC Fortuna Passau – Oldenburger TB 4:6
Yefimov/Hao-Jen – Floritz/Senkbeil 11:9, 8:11, 11:7, 11:9
Schmid/Benko – Li/Nad Nemedi 11:9, 7:11, 11:3, 6:11, 5:11
Yefimov – Chen 0:11, 13:11, 11:8, 11:7
Hao-Jen – Li 6:11, 7:11, 11:8, 8:11
Schmid – Nad Nemedi 13:11, 9:11, 9:11, 11:13
Benko – Floritz 6:11, 4:11, 8:11
Yefimov – Li 11:7, 8:11, 11:6, 11:5
Hao-Jen – Chen 11:5, 11:3, 11:9
Schmid – Floritz 3:11, 7:11, 4:11
Benko – Nad Nemedi 11:9, 9:11, 3:11, 11:6, 7:11
Manfred Hirschenauer