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Aktuelle Meldung vom 13.04.2026
Als schlechtes Pflaster im ewig „jungen“ Traditionsderby erwies sich für unsere Erste die altehrwürdige Stadthalle des TV Hilpoltstein. In einem Spiel der „verpassten“ Möglichkeiten lagen wir bereits aussichtsreich mit 3:1 in Front, mussten uns in einer hochklassigen und dramatischen Begegnung dem Rangdritten (19:15 Punkte) aus der Burgstadt aber am Ende doch noch mit 6:3 geschlagen geben. Zum Saisonfinale in der 2. Bundesliga gastiert der Tabellenfünfte aus der Dreiflüssestadt (18:16) am kommenden Sonntag zum nächsten Derby beim bereits als neuen Titelträger feststehenden TSV Windsbach.
Schwerstarbeit hatte das Passauer Spitzendoppel Keisuke Kiho/Viktor Yefimov beim knappen Fünf-Satz-Erfolg gegen das Duo Matthias Danzer/Martin Buch Andersen zu verrichten. Lange Zeit auf Augenhöhe agierten im Parallelmatch Elia Schmid und Leon Benko gegen das Hilpoltsteiner Gespann Alexander Flemming/Jan Valenta. In vier hartumkämpften Sätzen ging hier der Punkt an die Gastgeber, welche damit postwendend zum 1:1 ausglichen. Eine weitere Kostprobe seines großen Könnens gab Nippon-Ass Kiho im Duell mit dem sächsischen Routinier Flemming (3:1) ab und läutete damit die stärkste Phase der Dreiflüssestädter ein. Große Nervenstärke bewies zeitgleich Teamkapitän Yefimov in einer hochklassigen Partie gegen den zweifachen bayerischen Meister Danzer. Hilpoltsteins Spitzenspieler lag bereits mit 2:1 Sätzen in Front und war nur drei Punkte von einem durchaus möglichen Sieg entfernt, ehedem der ehemalige ukrainische Meister doch noch eine Schippe draufzulegen vermochte und damit für den Passauer Zähler Nummer 3 sorgte.
Der mittelfränkische Konter in den Folgepartien des unteren Paarkreuzes ließ nicht lange auf sich warten und verfehlte dabei seine Wirkung im Hilpoltsteiner Hexenkessel vor knapp 330 Zuschauern nicht. An Brett 4 nichts zu holen gab es für Benko im Duell mit dem dänischen Nationalspieler Buch Andersen, ebenfalls auf verlorenem Posten stand der Eidgenosse Schmid gegen den offensivgewaltig zu Werke gehenden Tschechen Valenta.
Eine vermeidbare Fünf-Satz-Niederlage im Spitzeneinzel des Tages quittieren musste Passaus Japaner Kiho gegen die Urgewalt des deutschen Doppel-Vize-Meisters Danzer. Ungewohnt viele aussichtsreiche Führungen ließ der Asiate hier leider zu oft liegen. Eine der wohl bittersten Niederlagen in seiner langjährigen Karriere einstecken musste Yefimov im „Zweier“-Duell gegen Flemming. Bei einer 10:4 Führung im Decider sah Passaus dienstältester Spieler schon wie der sichere Sieger aus. Die taktische Auszeit bei 10:7 hatte für den Ukrainer gegen seinen nun wie entfesselt aufspielenden Widerpart schlußendlich nur aufschiebende Wirkung. Das Unheil nahm den weiteren Lauf: Fünf weitere Punkte in Serie bedeuteten nicht nur Zähler Nummer 5 für die Gastgeber, auch das Momentum im Hilpoltsteiner Tollhaus kippte nun endgültig auf die Seite der Burgstädter, für die es kein Halten mehr gab. Zu spüren bekam dies nach knapp vierstündiger Gesamtspielzeit im abschließenden Match der Wahl-Züricher Schmid gegen den Ex-Fortunen Buch Andersen. Passaus tapfer kämpfende Nummer 3 lag schnell mit zwei Sätzen in Front, am Ende jubelte aber der beeindruckend stoisch zu Werke gehende dänische Meister des Jahres 2024 und schrieb damit das Schlusskapitel eines denkwürdigen Matches.
Enttäuscht zeigte sich TTC-Sportwart Walter Reichert: „Die Niederlage im Traditionsderby ist sehr ärgerlich und war absolut vermeidbar. In vielen aussichtsreichen Situationen hat uns heute zu oft die Kaltschnäuzigkeit und auch die Cleverness gegen ein bärenstarkes Hilpoltsteiner Team gefehlt. Der Gegner war gnadenlos effektiv.“
TTC Fortuna Passau – TV Hilpoltstein 3:6
Yefimov/Kiho – Danzer/Buch Andersen 11:6, 11:4, 11:13, 9:11, 11:6
Schmid/Benko – Flemming/Valenta 8:11, 10:12, 12:10, 10:12
Kiho – Flemming 15:13, 10:12, 11:5, 11:9
Yefimov – Danzer 5:11, 11:6, 7:11, 11:9, 11:7
Schmid – Valenta 9:11, 7:11, 11:9, 5:11
Benko – Buch Andersen 9:11, 9:11, 9:11
Kiho – Danzer 11:4, 4:11, 10:12, 11:5, 7:11
Yefimov – Flemming 11:4, 8:11, 9:11, 11:9, 10:12
Schmid – Buch Andersen 11:8, 11:9, 9:11, 2:11, 9:11
Manfred Hirschenauer