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Aktuelle Meldung vom 10.11.2019
Nichts zu holen war für die Oberligareserve beim Doppelspieltag in Unterfranken. Am frühen Nachmittag gab es eine 9:3-Niederlage gegen den TV Etwashausen, abends folgte dann eine 9:4-Niederlage beim starken Aufsteiger aus Kist. Die Fortunen rutschten damit auf den achten Tabellenrang ab und befinden sich nun mitten im Abstiegskampf. Mitentscheidend für die beiden Niederlagen war die mentale Schwäche in den Entscheidungssätzen. Insgesamt siebenmal ging es in den finalen Satz, welche alle zu Gunsten der Unterfranken ausfielen.
Etwas kurios verlief die Partie gegen Etwashausen. Alle Begegnungen endeten entweder ohne Satzverlust für das jeweilige Team oder wurden im fünften Satz entschieden. Allein vier Fünfsatzmatches gingen somit an die Gastgeber, so dass die gesamte Partie knapper war, als es das nackte Ergebnis ausdrückt. Lediglich das Passauer Spitzendoppel Grzyb/Schaller lieferte gute Argumente gegen das Duo Michalik/Sasse. Schröttner/Vorisek und Rozinek/Lederer fanden gegen ihre Kontrahenten kein probates Mittel. Vojtech Rozinek zeigte gegen den Etwashauser Spitzenmann Kamil Michalik zwar gute Ansätze und zwang den Polen in den Entscheidungssatz. Zu einem Sieg reichte es aber nicht. Enttäuschend der Auftritt von Spitzenspieler Lukas Grzyb gegen Felix Günzel, dem er nach schwacher Leistung deutlich unterlag. Denkbar knapp verlor anschließend auch noch Mannschaftskapitän Sebastian Schröttner gegen Bastian Herbert. Völlig unerklärlich dann der plötzliche Riss im Spiel von Tomas Vorisek. Zwei Sätze lang spielte er seinen Gegenüber Markus Jäger regelrecht an die Wand und sah wie der sichere Sieger aus. In den nächsten drei Sätzen gelangen ihm dann insgesamt nur noch enttäuschende vierzehn Punkte. Das Nachsehen hatten ebenfalls Christian Lederer gegen Christoph Sasse und Thorsten Schaller gegen Jens Jung, so dass die Fortunen nach dem ersten Durchgang hoffnungslos mit 8:1 in Rückstand lagen. Nicht wieder zu erkennen war daraufhin das Spitzenpaarkreuz der Passauer. Lukas Grzyb zeigte im polnischen Spitzenduell gegen Michalik, warum er seit Jahren zu den stärksten Oberligaspielern gehört. In nichts nach stand ihm Vojtech Rozinek, welcher Felix Günzel souverän in Schach hielt. Einen rabenschwarzen Tag erwischte Tomas Vorisek im Spiel gegen Bastian Herbert, wo er ohne jegliche Siegchance blieb.
Einen ähnlichen Spielverlauf nahm dann auch das zweite Match gegen den Tabellenvierten TTC Kist. Wieder gab es nur einen Erfolg in den Eröffnungsdoppeln, wo nur das Spitzenduo Grzyb/Schaller ihrer Favoritenrolle gegen Schäfer/Nötzold gerecht wurde. Weitestgehend chancenlos blieben die Duos Vorisek/Schröttner und Rozinek/Lederer gegen Campos/Zech und Jankowiecki/Dreiser. Eine Nummer zu groß war der kubanische Olympiateilnehmer Jorge Campos für den aufopferungsvoll kämpfenden Fortunen Vojtech Rozinek, wogegen Lukas Grzyb leichtes Spiel mit Damian Zech hatte. Äußerst unglücklich agierte daraufhin Mannschaftskapitän Sebastian Schröttner gegen Lorenz Schäfer, dem er in Nervenschlacht knapp im Entscheidungssatz unterlag. Völlig auf verlorenem Posten stand Tomas Vorisek gegen den besten Spieler im mittleren Paarkreuz, dem Polen Adrian Jankowiecki. Ohne Fortune agierte Christian Lederer daraufhin gegen den bärenstarken Unterfranken Max Nötzold. Etwas Hoffnung keimte im Fortuna-Lager zwar noch einmal auf, als Punktegarant Thorsten Schaller einen souveränen Erfolg gegen Ralf Dreiser feiern konnte. Diese währte aber nur kurz, da das Spitzenpaarkreuz der Fortunen auch im zweiten Durchgang nur wenig zustande brachte. Lukas Grzyb lieferte sich zwar einen hochklassigen Schlagabtausch gegen den jungen Kolumbianer Jorge Campos, schlußendlich hatte der Südamerikaner aber oftmals die bessere Antwort parat. Ein gebrauchter Abend wurde es für die Passauer Nummer zwei, Vojtech Rozinek. Auch in seinem zweiten Einzel musste er eine vermeidbare Fünfsatzniederlage gegen Damian Zech einstecken. Gut erholt von der ersten Niederlage zeigte Tomas Vorisek gegen Lorenz Schäfer, den er deutlich in die Schranken wies. Den Schlusspunkt zum verdienten 9:4-Sieg der Mainfranken setzte der Pole Jankowiecki gegen Sebastian Schröttner.
Schlag auf Schlag geht es mit dem nächsten Doppelspieltag weiter. Sehr hoch werden dabei die Trauben am kommenden Samstag bei der Bundesligareserve des TSV Bad Königshofen hängen. Mit dem TSV Starnberg macht dann am Sonntag um 14 Uhr der Tabellenfünfte seine Aufwartung in der St.-Nikola-Turnhalle. Hier steht für das Schröttner-Team eine Partie auf Augenhöhe an, da die Oberbayern nur zwei Punkte vor den Dreiflüssestädtern liegen.
Manfred Hirschenauer