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Aktuelle Meldung vom 30.01.2017
Im ersten Spiel der Rückrunde mussten sich die Fortunen, ähnlich wie im letzten Vorrundenspiel (6:9) dem Tabellenzweiten, SpVgg Thalkirchen, mit 5:9 geschlagen geben. Wieder konnten die Passauer fast in jedem Spiel mithalten, doch am Ende fehlte einfach oft das letzte Quäntchen Glück und Entschlossenheit.
Um in dem schweren Spiel gegen den Titelaspiranten überhaupt eine Chance zu haben, war ein guter Einstieg in die Doppel das ausgegebene Ziel von Mannschaftsführer Andi Weikert. Das überragende Einserdoppel um Schauer/Weikert konnte nach ungewohnten Startschwierigkeiten dann letztendlich doch souverän im fünften Satz gewinnen und den ersten, fest eingeplanten Punkt für die Fortunen machen. Im parallel laufenden Zweierdoppel konnten Mader/Lendner die klare Niederlage gegen das noch ungeschlagene Doppel Dudek/Weber wie erwartet nicht verhindern. Dagegen durften sich Schröttner/Schaller, nach 1:3 im Hinspiel, über eine gelungene Revanche freuen. In einem spannenden Fünf-Satz-Match siegten sie mit einer phänomenalen Leistung über das sehr hoch einzuschätzende Dreierdoppel der Thalkirchner, was die Passauer mit 2:1 in Führung brachte und damit maßgeblich zu einem Start nach Plan beitrug.
Im vorderen Paarkreuz konnte Martin Schauer trotz leichtem Handicap am Knie und 1:2 Satz-Rückstand den Rückhandkaiser Daniel Weber im fünften Satz bezwingen. Nach diesem perfekten Beginn für die Passauer riss der Faden und die nächsten Spiele gingen alle an den Gast aus Thalkirchen.
Weder Christoph Mader noch Sebastian Schröttner konnten den bärenstarken Dudek-Brüdern etwas entgegensetzen (beide Spiele 0:3). Lediglich Andi Weikert konnte mit Rafeal Di Florio mithalten, doch die Probleme im eigenen Aufschlagspiel waren zu viel, zumal der Gegner in seinem Eröffnungsspiel nahezu fehlerfrei agierte.
Nach der hervorragenden 3:1 Führung stand es also plötzlich schon wieder 3:4. Erst Thorsten Schaller – der Mann mit den schnellsten Beinen im Feld – konnte die Negativ-Serie der Fortunen durchbrechen. In einem herausragenden Spiel wurde sein Gegner Marko Prce, wie von einem Derwisch sprichwörtlich ausgetanzt und überrannt. Hier waren ganz deutlich die zusätzlichen Trainingseinheiten in den vergangen Wochen erkennbar, selten zeigte sich Schaller so kraftvoll und schnell.
Rainer Lendner dagegen war nach einer gesundheitlich bedingten Zwangspause zu unsicher gegen den ehemaligen Regionalligaspieler Matthias Ziermeier. Zur Spielhälfte befand sich der TTC Fortuna mit 4:5 immer noch in Schlagdistanz und nachdem Schauer an seine gute erste Einzelleistung anknüpfen konnte, sogar zum 5:5 ausgleichen. Zwar haderte er in den ersten beiden Sätzen zuviel mit seinem Rückschlag und dem Ball, konnte sich schließlich aber auf seine Qualitäten besinnen und so nach 0:2 Rückstand Michael Dudek im fünften Satz noch niederringen.
Mader konnte seine Klasse gegen Weber vor allem im Zweiten Satz (11:3) aufblitzen lassen und ist wieder deutlich auf dem aufsteigenden Ast. Gegen den Thalkirchner wäre mehr als ein 1:3 drin gewesen, vor allem nach dem der Erste Satz viel zu leichtfertig mit einigen Rückschlagfehlern und einem Fehlaufschlag verloren ging. In der Folge konnten die Fortunen dann keinen Punkt mehr machen.
Das starke Mittlere Paarkreuz der Thalkirchner ließ den Passauern keine Chance. Weikert zeigte sich im Spiel gegen Patrick Dudek spielerisch zwar auf Augenhöhe, doch mit ungewohnten Konzentrationsmängeln ließ er sich dieses Mal zu leicht ablenken (1:3). Schröttner konnte die gute Form von der Bayerischen Meisterschaft letzte Woche leider auch nicht halten und unterlag wie schon im ersten Durchgang klar (0:3). Schaller spielte wie schon zu Beginn sehr konzentriert. Bis zum Stand von 2:1 Satzführung und 10:8 im Vierten hatte er sogar zwei Matchbälle und seinen Gegner eigentlich fest im Griff, indem er aus jeder Position schnelle Bälle ziehen konnte. Leider war nach der Niederlage von Lendner am Nebentisch auch bei Schaller etwas die Luft raus, so dass sich die Leichtsinnsfehler und die Kantentreffer häuften und das Spiel, zum Endstand von 5:9 doch noch verloren ging.
Andi Weikert verteidigte nach dem Spiel seine Meinung, dass ein Unentschieden und damit die Revanche aus der Hinrunde durchaus möglich gewesen wäre: „Wir haben mit dem Tabellenzweiten gut mitgehalten. Mit etwas Glück oder teilweise auch weniger Unglück in den entscheidenden Phasen wäre durchaus mehr drin gewesen.“ Tatsächlich konnten die glücklosen Fortunen von den knappen Sätzen mit zwei Punkten Unterschied nur sieben gewinnen. Die Thalkirchner dagegen vierzehn - teils verdient, teils aber auch etwas glücklich. „Für uns kommen jetzt zwei wichtige Spiele gegen Gräfelfing und Landshut, in denen wir noch komplett antreten können und punkten müssen. Daher werden wir in den kommenden zwei Wochen den Trainingsumfang noch einmal erhöhen um auch gegen diese starken Mannschaften top fit ins Rennen gehen zu können“, sagte Weikert.
TTC Fortuna II / Spvgg Thalkirchen 5:9: Schauer/Weikert – Dudek P./Ziermeier 3:2 (12:14, 11:6, 4:11, 11:3, 11:7), Mader/Lendner – Dudek M./Weber 0:3 (9:11, 3:11, 4:11), Schröttner/Schaller – Di Florio/Prce 3:2 (11:4, 5:11, 11:8, 7:11, 12:10). Schauer – Weber 3:2 (13:15, 12:10, 5:11, 11:9, 11:9), Mader – Dudek M. 0:3 (7:11, 6:11, 3:11), Weikert – Di Florio 1:3 (9:11, 12:10, 6:11, 10:12), Schröttner – Dudek P. 0:3 (8:11, 2:11, 8:11), Schaller – Prce 3:1 (14:12, 11:8, 8:11, 11:5), Lendner – Ziermeier 0:3 (10:12, 5:11, 6:11); Schauer – Dudek M. 3:2 (5:11, 9:11, 11:8, 13:11, 11:6), Mader – Weber 1:3 (13:15, 11:3, 9:11, 7:11), Weikert – Dudek P. 1:3 (11:8, 10:12, 2:11, 11:13), Schröttner – Di Florio 0:3 (5:11, 10:12, 3:11), Schaller – Ziermeier 2:3 (11:5, 9:11, 11:7, 10:12, 6:11).