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Aktuelle Meldung vom 16.03.2025
Nicht gekleckert, sondern gewaltig geklotzt: Eine weitere Kostprobe seines großen Könnens gab Tischtennis-Zweitligist Fortuna Passau am Wochenende beim Doppel-Auswärtsspieltag im Westen Deutschlands ab. Dem locker herausgespielten 6:2-Erfolg am Samstag gegen das Reserveteam des amtierenden Champions-League-Siegers 1. FC Saarbrücken (14:16) ließen Yuki Matsuyama und Co. tags darauf ein harterkämpftes 5:5 Unentschieden beim Rangvierten 1. FSV Mainz 05 (19:11) folgen. Nach dem drittletzten Spieltag haben sich die Niederbayern mit nunmehr 20:12 Punkten auf den sehr guten dritten Tabellenrang hochgearbeitet, wenngleich die Mainzer aktuell eine Partie weniger ausgetragen haben.
Zu einer einseitigen Angelegenheit zugunsten der Fortunen entwickelte sich vor spärlicher Kulisse die Partie gegen die Saarbrücker. Einen Traumstart legten dabei die beiden Passauer Duos Yuki Matsuyama/Viktor Yefimov und Elia Schmid/Owen Cathcart in den Matches gegen die Paarungen Samuel Arpas/Lichen Wang und Abdullah Yigenler/Mathias Hübgen hin, welche beide zu einer überraschend leichten Beute für sie wurden. Ein Wellenbad der Gefühle durchlebte anschließend Passaus ukrainischer Teamkapitän Yefimov im Duell gegen Wang. Nach schnellem 2:0-Satzückstand schaltete Passaus Nummer 2 einen Gang höher und wies seinen chinesischen Kontrahenten in den drei Folgesätzen doch noch in die Schranken. Für eine faustdicke Überraschung sorgte der erst 17-jährige slowakische Jugendnationalspieler Samuel Arpas gegen Nippon-Ass Matsuyama. Der tapfer kämpfende Japaner fand bei der deutlichen 1:3-Niederlage einfach kein Rezept gegen das druckvolle Spiel der großen europäischen Nachwuchshoffnung. Auch im folgenden Paarkreuz-Duell wurden mehr schiedlich als friedlich die Punkte geteilt. Eine tadellose Leistung zeigte dabei das Schweizer Uhrwerk Schmid gegen den deutschen Ranglistenspieler Hübgen. Leider nur zu einem Satzgewinn reichte es hingegen für den Iren Cathcart gegen den türkischen Nationalspieler Yigenler. Die Butter nach etwas mehr als zweieinhalbstündiger Spielzeit schlußendlich nicht mehr vom Brot nehmen ließ sich das Passauer Spitzenpaarkreuz. Jeweils mit 3:1 machten Matsuyama gegen Wang und Yefimov gegen Arpas den Sack zum letztendlich klaren 6:2-Erfolg im Saarland zu.
Ein gänzlich anderer Spielverlauf entwickelte sich tags darauf am Mainzer Bruchweg gegen eine bärenstark aufgelegte Heimmannschaft, die den Niederbayern das Leben mehr als dreieinhalb Stunden so richtig schwer machen sollte. Überhaupt nichts zu melden hatte im Auftaktdoppel das schweizerisch-irische Duo Schmid/Cathcart gegen die beiden Ex-Fortunen Tom Jarvis und Johnny Oyebode. Dafür auf Passauer Seite aber überhaupt nichts anbrennen ließ das Duo Matsuyama/Yefimov, welches im Mainzer Hexenkessel mit einem glatten 3:0 gegen die Paarung Kirill Fadeev/Albert Vilardell schnell zum 1:1 ausglich. Erfolgreich Revanche für die bittere Niederlage aus der Hinrunde nahm der einmal mehr blendend aufgelegte Japaner Matsuyama gegen den Deutsch-Russen Fadeev und glich damit postwendend die zeitgleiche Niederlage Yefimovs´ gegen den drittstärksten Zweitliga-Akteur Jarvis aus.
Überraschend wenig in den beiden Duellen des ersten Durchganges an Brett 3 und 4 zu melden hatten sowohl Schmid gegen den spanischen Defensivkünstler Vilardell als auch Cathcart gegen den zweiten Ex-Fortunen Oyebode, so dass die Rheinhessen schnell auf 4:2 davonzogen. Mit einer wahren Energieleistung gegen die drohende Niederlage stemmte sich der japanische Ausnahmekönner Matsuyama im Duell mit dem englischen Nationalspieler Jarvis, den er in drei klaren Sätzen regelrecht von der Platte fegte. Nur wenig Paroli zu bieten hatte anschließend Passaus Nummer 2, Yefimov, gegen den taktisch sehr flexibel agierenden Mainzer Fadeev, so dass die Gastgeber ihrerseits mit 5:3 in Führung gingen und alles nach einer scheinbar klaren Angelegenheit für sie aussah.
Unverhofft kommt oftmals dann doch oft: Das schweizerisch-irische Duo Schmid und Cathcart bewies im abschließenden zweiten Durchgang des unteren Paarkreuzes noch einmal große Moral und kochte ihre beiden Kontrahenten Oyebode und Vilardell dabei regelrecht ab. Zumindest noch ein Satz war dabei dem spanischen Matador Vilardell gegen den Passauer Iren vergönnt, wogegen der italienische Nationalspieler Oyebode gegen den Wahl-Züricher Schmid gänzlich leer ausging.
Ein positives Fazit zog TTC-Pressewart Manfred Hirschenauer: „Kompliment an unser Quartett, welches sich einmal mehr sehr kompakt und äußerst kaltschnäuzig präsentiert hat. Vor allem in der Sonntags-Partie gegen eine blendend aufgelegte Mainzer Mannschaft stand es lange mit dem Rücken zur Wand und hat so manchen bangen Moment mit großer Leidensfähigkeit und beständigem Willen überstehen müssen. Die Mentalität war herausragend. Rang 3 in der Endabrechnung ist nach wie vor möglich, bei optimalem Saisonverlauf schielen wir sogar noch ein klein wenig auf die Vizemeisterschaft im nationalen Unterhaus.“
Am kommenden Sonntag biegen die Niederbayern bei nur noch zwei ausstehenden Partien endgültig in die Zielgerade im nationalen Unterhaus ein und haben mit dem Rangachten TTC Hohenstein-Ernstthal (9:19) den sächsischen Vertreter aus der Karl-May-Stadt in der Passauer Mehrfachhalle (14 Uhr) zu Gast.
TTC Fortuna Passau – 1. FC Saarbrücken II 6:2
Schmid/Cathcart – Yigenler/Hübgen 9:11, 11:6, 8:11, 11:6, 11:7
Matsuyama/Yefimov – Arpas/Wang 11:5, 11:1, 11:7
Matsuyama – Arpas 7:11, 11:5, 7:11, 6:11
Yefimov – Wang 5:11, 7:11, 11:8, 11:8, 11:7
Schmid – Hübgen 11:7, 12:10, 12:10
Cathcart – Yigenler 6:11, 4:11, 11:8, 9:11
Matsuyama – Wang 11:6, 8:11, 11:8, 11:5
Yefimov – Arpas 7:11, 11:9, 11:7, 11:5
TTC Fortuna Passau – 1. FSV Mainz 05 5:5
Schmid/Cathcart – Jarvis/Oyebode 8:11, 5:11, 3:11
Matsuyama/Yefimov – Fadeev/Vilardell 11:9, 11:6, 13:11
Matsuyama – Fadeev 11:6, 11:7, 9:11, 11:8
Yefimov – Jarvis 11:5, 7:11, 10:12, 11:13
Schmid – Vilardell 6:11, 2:11, 2:11
Cathcart – Oyebode 9:11, 3:11, 9:11
Matsuyama – Jarvis 14:12, 11:7, 11:3
Yefimov – Fadeev 12:14, 9:11, 6:11
Schmid – Oyebode 11:9, 14:12, 11:5
Cathcart – Vilardell 6:11, 12:10, 11:7, 11:3
Manfred Hirschenauer