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Aktuelle Meldung vom 08.03.2020
Trotz guten Kampfes kehrte die Zweite wieder einmal mit leeren Händen vom Abstiegsduell gegen den TB Regenstauf heim. 9:7 für die Oberpfälzer zeigte nach knapp vierstündiger Spielzeit die Anzeigetafel vor knapp 70 Zuschauern – wohl der Todesstoß für die Passauer Fortunen. Die Dreiflüssestädter haben bei nunmehr vier Punkten Rückstand auf Regenstauf nur noch theoretische Chancen auf den Relegationsplatz. Mitentscheidend war wieder einmal das desolate Abschneiden in den Doppeln. Zum insgesamt fünften Mal in dieser Saison ging das Schröttner-Team mit einer 7:9-Niederlage aus dem Ring und wird somit wohl den bitteren Gang in die Verbandsoberliga antreten müssen.
Lediglich das Duo Rozinek/Lederer wusste beim lockeren 3:0-Erfolg gegen Heller/Gramm zu überzeugen. Völlig auf verlorenem Posten standen Vorisek/Schröttner gegen das stärkste Doppel der Liga, Dinauer/Szappanos. Einen rabenschwarzen Tag erwischte das Passauer Spitzendoppel Grzyb/Schaller gegen Reindl/Taeffner. Den Niederbayern gelang nur wenig gegen die furios auftrumpfenden Oberpfälzer, so dass die Gastgeber mit 2:1 in Führung lagen. Ungläubiges Stauen dann im Fortuna-Lager ob der deutlichen Niederlagen von Lukas Grzyb und Vojtech Rozinek. Der Pole Grzyb bekam vom erst 16-jährigen bayerischen Kaderspieler Niclas Reindl deutlich seine Grenzen aufgezeigt. Nicht viel besser erging es dem Prager Rozinek gegen den ehemaligen Zweitligaspieler Szappanos, der in den entscheidenden Momenten eiskalt zuschlug und schnell auf 4:1 stellte.
Sogleich zur Aufholjagd bliesen Tomas Vorisek und Sebastian Schröttner im mittleren Paarkreuz. Überraschend leichtes Spiel hatte dabei Vorisek gegen Noppenkünstler Taeffner. Über die volle Distanz zu gehen hatte Mannschaftskapitän Schröttner gegen den ehemaligen Zweitligaspieler Dinauer, den er in einer sehenswerten Partie mit grandiosen Rückhandbällen klug in Schach zu halten wusste. Auch Schaller zeigte sich gegen Jugendtalent Knaub von seiner Sahneseite und ließ seinen Kontrahenten nicht zur Entfaltung kommen. Nur wenig Paroli bieten konnte der durch eine Rückenverletzung gehandicapte Lederer gegen den an diesem Tag bärenstark auftrumpfenden Veit Heller, so dass die Oberpfälzer nach dem ersten Durchgang mit 5:4 in Führung lagen.
Gut erholt von der Auftaktniederlage präsentierte sich der Passauer Einser Lukas Grzyb im Spitzeneinzel gegen den Ungarn Szappanos, den er mit 3:1-Sätzen regelrecht von der Platte fegte. Eine Augenweide für die begeisterten Zuschauer war das Duell zwischen Rozinek und Jungspund Niklas Reindl. Der Oberpfälzer, deutschlandweit unter den zehn besten Spielern seiner Altersklasse zu finden, bewies seine ganze Finesse und ließ den Fortunen im fünften Satz ziemlich alt aussehen.
Von Erfolg zu Erfolg eilt derzeit Tomas Vorisek, der gegen Dinauer jederzeit Herr an der Platte war und zum 6:6 ausglich. Eine herbe Niederlage musste anschließend Mannschaftskapitän Schröttner gegen Taeffner einstecken. Nach schneller 2:0-Satzführung sah er schon wie der sichere Sieger aus. Materialkünstler Taeffner steckte aber nicht auf und zeigte dem Passauer in den folgenden drei Sätzen noch, wo der Bartl den Most holt. Nicht viel besser erging es Schaller im Duell der beiden Ex-Haselbacher gegen Veit Heller. Der variable Regenstaufener zog alle Register seines Könnens und ließ den Fortunen deutlich abblitzen, so dass Lederer beim Stand von 6:8 schon gewaltig unter Druck stand. Das Fortuna-Eigengewächs bewies erneut seine große Nervenstärke und zauberte gegen den überforderten Knaub groß auf – eine Galavorstellung trotz seiner schmerzlichen Rückenverletzung. Überhaupt nichts zu melden hatten Lukas Grzyb und Thorsten Schaller im Schlußdoppel gegen Csaba Szappanos und Andreas Dinauer. Unter den frenetischen Anfeuerungsrufen des Regenstaufener Publikums zeigten die Oberpfälzer schnell, wer Herr an der Platte ist und ließen in drei klaren Sätzen keinen Zweifel über den späteren Sieger aufkommen.
Am kommenden Samstag werden beim Tabellensechsten TSV Schwabhausen die Trauben ähnlich hoch hängen.
Es punkteten: Rozinek/Schaller, Grzyb, Vorisek (2), Schröttner, Schaller, Lederer
Manfred Hirschenauer