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Aktuelle Meldung vom 07.04.2024
Mit zwei Punkten im Gepäck kehrte die Zweitligamannschaft des TTC Fortuna Passau vom Doppelspieltag im Westen heim und erfüllte damit ihre Pflicht. Keine Blöße gaben sich Daniel Rinderer und Co. beim souveränen 6:2-Erfolg in der Auftaktpartie gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht TV Leiselheim. Hingegen böse unter die Räder kamen die Niederbayern bei der herben 1:6-Klatsche gegen den Rangvierten TTC Jülich. Vor dem letzten Spieltag am kommenden Sonntag belegen die Fortunen (13:21) nun punktgleich mit Tabellenvordermann TTC Hohenstein-Ernstthal (-16) Relegationsrang 9, getrennt nur durch das schlechtere Spielverhältnis von sieben Partien zu Ungunsten der Dreiflüssestädter (-23).
Bereits schnell nach den beiden Eingangsdoppeln war die Messe in der Wormser Vorstadt gegen den TV Leiselheim gelesen. Jeweils kurzen Prozess in drei Sätzen machten dabei die Passauer Duos Yefimov/Rinderer sowie Gomez/Buch Andersen gegen die Paarungen Kenzo/Sältzer und Fu/Grujic. Eine Nummer zu groß für das Spitzenpaarkreuz der Fortunen war an diesem Tag die große brasilianische Nachwuchshoffnung Leonardo Kenzo. Die Nummer 9 der U19-Weltrangliste ließ gegen den ukrainischen Meister Viktor Yefimov sowie den Chilenen Gustavo Gomez keinen Zweifel über den späteren Sieger aufkommen. Im Duell gegen den deutschen Schülermeister des Jahres 2020, Tobias Sältzer, setzten sich die beiden hingegen problemlos durch. Nichts anbrennen ließen auch der frischgebackene dänische Meister, Martin Buch Andersen, sowie der zweifache bayerische Meister, Daniel Rinderer, in den Duellen gegen Aleksandar Grujic und Kevin Fu.
Einen guten Start legten die Passauer auch tags darauf bei den Herzogstädtern des TTC Jülich hin. Die dänisch-chilenische Paarung Gomez/Buch Andersen lieferte beim 3:1-Erfolg gegen das belgisch-indische Duo Robin Devos/Suravajjula eine bärenstarke Vorstellung ab und brachte die Niederbayern schnell mit 1:0 in Führung, was auch zugleich der letzte Zähler für die Dreiflüssestädter gewesen sein sollte. Daniel Rinderer und Viktor Yefimov fanden im parallel ausgetragenen Doppel kein Rezept gegen das ausgeklügelte Spiel des belgischen Duos Laurens Devos und Florian Cnudde. Einen rabenschwarzen Tag erwischte im Spitzenpaarkreuz der Passauer Viktor Yefimov in den Einzeln gegen die Gebrüder Robin und Laurens Devos. Kein Kraut war für den trotzdem tapfer kämpfenden Ukrainer gegen den ehemaligen Top-100-Weltranglistenspieler Robin sowie für den zweimaligen Paralympics-Sieger Laurens gewachsen. Auch der chilenische Wirbelwind Gustavo Gomez biss gegen den ehemaligen belgischen Meister Robin Devos zu oft auf Granit. Noch die besten Chancen auf einen Punktgewinn im unteren Paarkreuz hatte der dänische Nationalspieler Martin Buch Andersen gegen die indische Nr. 144 der Weltrangliste, Snehit Suravajjula. Zum Leidwesen der Niederbayern ging auch diese Partie knapp im Entscheidungssatz an das Team der Jülicher Trainerlegende Miro Broda. Seinen Vorrundenerfolg gegen den dritten Belgier im Bunde der Gastgeber, Florian Cnudde, leider nicht bestätigen konnte der Passauer Teamkapitän Daniel Rinderer, so dass nach etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit die bittere 1:6-Niederlage für den Rangneunten aus der Dreiflüssestadt schnell besiegelt war.
„Wir haben gegen den TV Leiselheim unser Soll erfüllt, konnten aber gegen einen in absoluter Bestbesetzung angetretenen TTC Jülich leider nicht annähernd mithalten“, bilanzierte TTC- Vorstand Thomas Saller. „Durch den überraschenden Punktgewinn unseres ärgsten Widersachers Hohenstein-Ernstthal zählt für uns in der letzten Partie gegen die beste Rückrundenmannschaft, 1. FC Köln, jetzt nur ein Sieg. Wir müssen in dieser Partie versuchen, soviel Druck wie möglich aufzubauen, um das Unmögliche doch noch möglich zu machen und den Gang in die Relegation zu vermeiden. Schlußendlich liegt es nicht mehr in unserer eigenen Hand, wir sind auf die Hilfe des TTC Jülich angewiesen. In der Rückrunde haben wir gute neun Zähler einspielen können. Bitter rächt sich jetzt die sehr schwache Vorrunde, in der wir einfach fahrlässig viel zu viele Zähler haben liegen lassen.“
Ein Leckerbissen erwartet die Zuschauer beim finalen Spieltag am kommenden Sonntag um 14 Uhr, wenn mit dem Rangdritten 1. FC Köln (24:10) das rückrundenstärkste Team seine Aufwartung in der Passauer Mehrfachturnhalle machen wird. Die Geißböcke ringen ihrerseits noch mit dem TTC Bad Homburg sowie dem BVB um die Vizemeisterschaft im Bundesliga-Unterhaus.
TTC Fortuna Passau – TV Leiselheim 6:2
Yefimov/Rinderer – Kenzo/Sältzer 11:5, 11:9, 14:12
Gomez/Buch Andersen – Fu/Grujic 11:3, 11:7, 11:3
Yefimov – Sältzer 12:10, 11:9, 11:3
Gomez – Kenzo 10:12, 11:8, 9:11, 6:11
Buch Andersen – Grujic 11:3, 11:1, 11:2
Rinderer – Fu 8:11, 11:4, 8:11, 11:5, 11:5
Yefimov – Kenzo 8:11, 8:11, 8:11
Gomez – Stältzer 11:8, 11:9, 11:8
TTC Fortuna Passau – TTC Jülich 1:6
Yefimov/Rinderer – Laurens Devos/Cnudde 13:15, 2:11, 5:11
Gomez/Buch Andersen – Robin Devos/Suravajjula 7:11, 11:6, 11:6, 11:5
Yefimov – L. Devos 7:11, 10:12, 8:11
Gomez – R. Devos 7:11, 11:9, 9:11, 5:11
Buch Andersen – Suravajjula 12:14, 9:11, 11:8, 11:9, 7:11
Rinderer – Cnudde 11:13, 8:11, 5:11
Yefimov – R. Devos 11:13, 11:7, 1:11, 3:11
Manfred Hirschenauer