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Aktuelle Meldung vom 28.02.2016
Salim Rehan
Ein Mammutprogramm hatte die Dritte am vergangenen Wochenende beim Doppelspieltag gegen die Bayernligareserve der DJK Altdorf sowie dem heimstarken Aufsteiger aus Oberaltaich zu absolvieren. Aufgrund der Ergebnisse der direkten Konkurrenz aus Siegenburg und Kirchberg vorm Wald standen die Fortunen gewaltig unter Zugzwang und mussten fast schon beide Partien für sich entscheiden. Gegen den Tabellenvorletzten aus Oberaltaich reichte es dabei noch zu einem knappen 9:5-Erfolg. Zu hoch hingen allerdings die Trauben beim 3:9 gegen die an diesem Tag hervorragend aufgelegten Altdorfer, wobei die Höhe des Sieges etwas über den Spielverlauf hinwegtäuscht, da fünf der neun Partien erst im Entscheidungssatz zugunsten der Gäste entschieden wurden. Schlußendlich zieht sich damit die Schlinge für die Fortunen immer mehr zu, da nur noch drei Partien zu bestreiten sind und der Abstand immer noch drei Pluspunkte beträgt.
Emotionen pur und leidenschaftlichen Kampf gab es in der ersten Partie am Freitagabend gegen den Tabellenfünften aus Altdorf. Wie schon so oft spielte man in den Doppeln sehr gut mit und erreichte in allen drei Partien den Entscheidungssatz. Lediglich das Fortuna-Spitzendoppel Lendner/Lederer konnte dabei gegen Failmayr/Maier punkten. Hirschenauer/Donaubauer hatten ebenso knapp das Nachsehen gegen Hans/Muijsson wie auch Jendrzej/Rehan gegen die bärenstarken Thase/Ruch. Kurzen Prozeß machte anschließend Fortuna-Spitzenspieler Lendner gegen Hans Christian, wogegen Nachwuchsmann Lederer mit dem ausgefuchsten Abwehrspiel von Feilmayr überhaupt nicht zurecht kam. Einen rabenschwarzen Tag erwischte das sonst so zuverlässige mittlere Paarkreuz der Fortunen. Donaubauer agierte gegen Routinier Maier zwar lange Zeit auf Augenhöhe und kämpfte sich nach schnellem 0:2-Rückstand noch in den Entscheidungssatz, den er aber schlußendlich doch noch deutlich verlor. Seinen Vorrundenerfolg gegen Thase konnte Jendrzej dieses mal nicht wiederholen. Der Ex-Taufkirchener punktete gekonnt mit seiner knallharten Vorhand und ließ dem Fortunen dieses mal überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Mehr Mühe als ihm lieb war hatte Rehan mit dem Altdorfer Urgestein Hans Ruch. In einer sehenswerten Partie setzte sich der Fortuna aber verdient in vier Sätzen durch. Einen offenen Schlagabtausch lieferten sich daraufhin Hirschenauer und Muijsson, den der Altdorfer in vier hartumkämpften Sätzen für sich entscheiden konnte. Die Spitzenbegegnung zwischen den beiden Abwehrspielern Lendner und Failmayr sollte halten, was sie versprochen hatte. In einer taktisch hochinteressanten Partie gab es mehrmals Bälle zum Zunge schnalzen. Schlußendlich setzte sich der Altdorfer nicht unverdient in vier Sätzen durch, was die Vorentscheidung in dieser Partie bedeuten sollte. Lederer ließ gegen Noppenkünstler Hans Christian wie schon in der Vorrunde auch viele aussichtsreiche Chancen liegen und hatte in fünf knappen Sätzen das Nachsehen, was seine Wasserflasche nach der Partie leidvoll zu spüren bekommen sollte. Thase war es dann gegen Donaubauer vorbehalten, den neunten Zähler für die Gäste aus Altdorf zu holen und damit die bittere Niederlage für die Fortunen zu besiegeln.
Gut erholt zeigte sich die Truppe von Mannschaftsführer Lukas Jendrzej am darauffolgenden Tag bei der heimstarken Mannschaft des TSV Oberalteich. Auch hier legten die Fortunen wie schon so oft in dieser Saison den obligatorischen Fehlstart nach den Doppeln hin. Lediglich das Spitzendoppel Lendner/Lederer wusste beim souveränen 3:0 gegen Keil/Persich zu überzeugen. Jendrzej/Hirschenauer als auch Rehan/Hrebetschek bezogen vermeidbare Niederlagen gegen ihre jeweiligen Konkurrenten. Für einen Paukenschlag sorgte anschließend Lederer gegen den Oberaltaicher Spitzenspieler Baumgartner, der er nach großartigem Kampf knapp das Nachsehen gab. Ebenfalls keinen Zweifel über den späteren Sieger ließ der souverän auftrumpfende Fortuna-Spitzenmann Lendner gegen Sören Keil aufkommen. Einen rabenschwarzen Tag erwischte Rehan gegen den grandios aufspielenden Brock, der zu jeder Zeit Chef im Ring war und die Partie in drei klaren Sätzen für sich entschied. Eine starke Vorstellung bot jedoch anschließend Jendrzej beim fein herausgespielten Viersatzerfolg gegen Obermeier. Zu einem überraschend deutlichen Dreisatzerfolg kam daraufhin Hirschenauer gegen Persich, dem Hrebetschek in nichts nachstehen sollte. Gegen Katzendobler deutete er sein enormes Potential mehrmals an und holte damit den vielumjubelten fünften Zähler für die Fortunen. Auf die Zähne biß daraufhin Lendner im Spitzenduell gegen Baumgartner. Der angeschlagene Fortune (Tennisarm an der Schlaghand) holte zum Saisonende noch einmal alles aus seiner Trickkiste und blieb damit an diesem Abend einer der beiden ungeschlagenen Fortuna-Akteure. Dem in nichts nach stand Lederer gegen Keil Sören, dem er in drei klaren Sätzen gewaltig den Wind aus den Segeln zu nehmen wusste. Wenig gelang daraufhin dem mittleren Paarkreuz. Jendrzej musste eine klare Niederlage gegen den bärenstarken Linkshänder Brock quittieren. Nicht viel besser erging es Rehan gegen Obermeier, dem er knapp im Entscheidungssatz den Vortritt lassen musste. Hirschenauer war es dann in einer nervenaufreibenden Partie vorbehalten, seinem Gegenüber Katzendobler die erste Rückrundenniederlage zu verpassen.
2. Sportwart Manfred Hirschenauer nach dem Spiel: „Zwei Punkte aus den beiden Partien sind in unserer Situation einfach zu wenig, da der direkte Konkurrent aus Kirchberg einen unerwarteten Zähler bei der ansonsten so heimstarken Mannschaft aus Höhenstadt geholt hat. Somit liegen wir weiterhin auf einem direkten Abstiegsplatz. Gegen Altdorf war sicherlich mehr drin. In den entscheidenden Situationen hat uns etwas das Glück, aber auch die Kaltschnäuzigkeit gefehlt, um auch mal billig den einen oder anderen Punkt mehr mitzunehmen. In zwei Wochen steigt der nächste Abstiegskrimi gegen die Mader-Truppe aus Kirchberg. Bei einem Sieg wird es wie schon im Vorjahr zum großen Showdown am letzten Spieltag in Siegenburg und Kelheimwinzer kommen. Eine Niederlage oder sogar schon ein Unentschieden bedeuten in der Endabrechnung Tabellenrang Neun und damit den sicheren Abstieg in die 2. Bezirksliga. Der Druck auf die Mannschaft wird enorm sein. Wir werden vor allem mental voll gefordert sein.“
M. Hirschenauer