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Aktuelle Meldung vom 11.04.2023
Erstmals fanden in der langjährigen Ära der 91. Deutschen Meisterschaften die Titelkämpfe in der alten Reichsstadt Nürnberg statt. Diese Gelegenheit ließ sich Vergnügungswart Florian Lehner nicht nehmen und organisierte den diesjährigen Vereinsausflug dorthin. Schon rechtzeitig galt es, die Eintrittskarten zu sichern, denn die Meisterschaften waren in der nagelneuen Arena schon einen Monat vorher ausverkauft. Mit zehn Teilnehmern (im Alter zwischen 9 bis 50 Jahren) ging es bei regnerisch-kaltem Wetter mit der Bahn in die Frankenmetropole.
Am Nachmittag hatte man sich für den Besuch des schönen Nürnberger Tiergartens entschieden, und bei den Gehegen merkten gleich alle, dass die Frühlingsgefühle in der Tierwelt in vollem Gange waren … Auch der eine oder andere Regen-SCHAUER wurde mit einem Besuch des Affenhauses überbrückt: so manche Verhaltensweisen der Primaten erinnerten uns an Aktionen von Mitspielern im sportlichen Wettkampf …
Nach dem späten Mittagessen in der „Kuh-Muhne“ stand der restliche Tag und der Abend dann zur freien Verfügung in der historischen Jugendherberge in der Nürnberger Burg. Begegnungen mit den Nachwuchsstars des Deutschen Wasserballsports, die ihre Titelkämpfe in Nürnberg austrugen, aber auch Gesellschafsspiele oder der „Orientierungslauf“ durch die Stadt durch zwei Kameraden wurden absolviert. Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es dann direkt zur Halle, wo es uns möglich war, in der „Mixed-Zone“ den Tischtennisstars nahezukommen. Die Autogrammjagd verlief sehr erfolgreich. Die Stimmung war ausgezeichnet, sodass die Nationalspielerin Sabine Winter Rad schlagend in die Spielerbox turnte. Gleich am Vormittag stand für viele ein Leckerbissen bereit: Das Jungstarduo Koharu Itagaki und Josefine Neumann setzte sich sensationell im Doppelhalbfinale durch. Mit den beiden überglücklichen Dreizehnjährigen konnten wir Selfies machen – ein toller Ansporn für unsere mitgereisten Mädchen.
Dann freuten wir uns auf das Halbfinale im Herren-Doppel der beiden Niederbayern Tom Schweiger und Daniel Rinderer (TTC Fortuna Passau), die dem Weltklassedoppel Dang Qiu/Benedikt Duda gegenüberstanden. Mit einer guten Leistung konnten Sie den Rekordmeistern einen Satz stehlen, standen aber letztendlich der Routine und Klasse der späteren Turniersieger chancenlos gegenüber. Nach diesem Spiel konnten wir beiden in der „Fanzone“ mit Maskottchen „Rackedino“ zum Erfolg gratulieren – wohl der höchste in den Farben des TTC Fortuna Passau.
Im weiteren Verlauf des Turniers sahen die Passauer Fans hart umkämpfte Spiele in den Herren-Einzeln, bei denen man sah, dass sich die Spieler durch unzählige Trainingseinheiten „in- und auswendig“ kannten, z. B. im engen Halbfinale über sieben Sätze von Benedikt Duda und Patrick Franziska. Gespannt war man dann wie sich die beiden Mädchen Itagaki/Neumann im Finale gegen die Dauersiegerin Sabine Winter mit Partnerin Sophie Klee schlagen würden. Was passierte? Die beiden Turnierlieblinge spielten frech darauf los und holten den ersten Satz. Doch nach einer taktischen Umstellung schafften die routinierteren Turnierfavoritinnen den „Turnaround“.
Sabine Winter ist durch ihren Sieg die erfolgreichste Doppelspielerin bei den Deutschen Meisterschaften. Im Einzelfinale verteidigte sie zudem ihren Titel gegen die aufstrebende Anett Kaufmann, ebenso wie Dang Qiu im Herren-Einzel gegen Patrick Franziska, der damit weiterhin titellos bleibt. Den Mixedtitel verteidigten Cedric Meissner mit Wan. Nach den Bewerben stieg die Passauer Fangruppe mit vielen neuen Eindrücken in den Zug zurück nach Passau mit dem Wunsch, dass 2024 die Europameisterschaften in Linz auf dem Programm des Vereinsausflugs stehen sollten.
Florian Lehner