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Aktuelle Meldung vom 03.04.2017
Im Kampf um den Klassenerhalt konnte der TTC Fortuna II am langen Marathonwochenende nur bedingt punkten. Nach dem wichtigen 9:7-Erfolg auswärts in Nürnberg folgte zu Hause eine knappe und deshalb umso bitterere 7:9 Niederlage gegen Bayern München.
Im Samstagsspiel bei der DJK Sparta Noris Nürnberg konnten die Fortunen in einem wahren Krimi zwei wichtige Zähler gegen den Abstieg einfahren und sich so für die 7:9 Niederlage aus der Vorrunde revanchieren. Leider gestaltete sich der Doppelstart wie so häufig in dieser Saison. Nur Schauer/Weikert holten ungefährdet ihr Doppel mit 3:0 nach Hause. Mader/Lendner verloren nach 2:0 Satzführung wieder ein Spiel im entscheidenden Satz.
Mit dem insgesamt zehnten verlorenen Fünf-Satz-Spiel in Folge scheint sich der „Fluch“ für die Passauer fortzusetzen. Auch das Dreier-Doppel um Schröttner/Schaller konnte nicht an die letztjährige Spitzenleistung anknüpfen (1:3). Christoph Mader war, wie auch schon im Hinspiel, ohne Konzept gegen den drop-kick-spielenden Patrick Ulrich und musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Martin Schauer schaffte es dagegen in seinem Einzel den Passauer Fluch zu brechen und setzte sich nach 0:2 Satzrückstand noch gegen Denis Emter durch. Im mittleren Paarkreuz gelangen Andi Weikert und Sebastian Schröttner zwei wichtige Punkte zum 4:3 für die Fortunen. Schröttner präsentierte sich stark in einem hervorragenden Spiel gegen Harald Baumgärtel (3:0). Zeitgleich konnte Weikert die Nervenschlacht im fünften Satz gegen Julian Tiefenbrunner gewinnen indem er einen Matchball abwehrte.
Zwar war Thomas Böhnle zu überlegen gegen Rainer Lendner, doch Thorsten Schaller überpowerte Mario Penga (3:1) und machte so den Punkt zum 5:4. Spätestens jetzt war für die Dreiflüssestädter alles möglich.
Auch in seinem zweiten Einzel war Schauer einmal mehr überragend und demonstrierte gegen Ulrich perfektes Aufschlag-Rückschlag Spiel (3:0). In einem spannenden Spiel war Mader der König der langen Ballwechsel gegen Emter und machte so den Punkt zur 7:4-Führung. Danach kippte das Spiel jedoch tatsächlich wieder zu Gunsten der Gastgeber. Weikert konnte seine Leistung aus dem ersten Einzel nicht wiederholen und spielte letztendlich zu passiv gegen Baumgärtel (2:3) und Tiefenbrunner ließ Schröttner keine Chance (0:3).
Im hinteren Paarkreuz folgten zwei epische Duelle mit ständigen Führungswechseln. Schaller war zuerst völlig überfordert gegen den fehlerlosen Böhnle (0:11, 6:11), schaffte dann jedoch das Break im dritten Satz, wehrte im Vierten vier Matchbälle ab und musste sich dann doch – trotz einer 5:3 Führung - im fünften Satz geschlagen geben. Zur gleichen Zeit, am Nebentisch nahm das Spiel bei Lendner gegen Penga einen ähnlichen Verlauf. Lendner, der in diesem wichtigen Spiel an alte, hervorragende Leistungen anknüpfen konnte, lag mit 11:8, 11:7 und 8:4 klar in Führung. Doch dann konnte Penga das Spiel drehen und so ging der dritte Satz mit 12:10 und der Vierte mit 11:8 an den Gastgeber aus Nürnberg. Im Fünften hat Lendner dann bereits mit 6:3 das Nachsehen, spielt plötzlich jedoch wieder frei und fehlerlos zum wichtigen 11:6 Sieg auf. Bei einem Gesamtstand von 8:7 musste nun – wie in der Vorrunde – das Schlussdoppel entscheiden. Für ihre einzige bisherige Niederlage (2:3 in der Vorrunde) revanchieren sich Schauer/Weikert bei Ulrich Emter mit 3:1 und holten damit den Siegpunkt zum 9:7.
„Das Spiel war ein echter Nervenkrimi – heute mit dem besseren Ende für uns“ kommentierte Mannschaftsführer Andi Weikert nach dem Spiel. „Für den Klassenerhalt war das ein unheimlich wichtiger Sieg, den wir natürlich unbedingt wollten. Wir werden sehen wie hoch der Kräfteverschleiß nach dem heutigen Spiel ist wenn wir morgen gegen die jungen, siegeshungrigen Bayern antreten müssen.“ Tatsächlich sollte Weikert recht behalten.
An diesem anstrengenden Wochenende mussten die Fortunen beim Heimspiel am nächsten Tag dann mit der empfindlichen 7:9 Niederlage gegen Bayern München II gleich wieder einen Rückschlag im Abstiegskampf einstecken. Nach den Doppeln hieß es wie auch schon am Vortag wieder einem 1:2-Rückstand hinterherzulaufen. Doch im vorderen Paarkreuz lief es dann sogar besser als nach Plan. Schauer siegte klar gegen den noch von einem Bandscheibenvorfall gehandicapten Köppl (3:1). Mader spielte wie letzte Saison bärig auf und konnte so den Überraschungserfolg gegen das Nachwuchstalent Rinderer landen (3:2). Im mittleren Paarkreuz gingen dann wichtige Punkte verloren. Weikert hielt Renner zwar in Schach, konnte im Fünften Satz aber dann nicht die entscheidenden Akzente setzten und auch Schröttner war mit Scholers Spiel überfordert (0:3).
Turbomäßig fertigte Schaller seinen Gegner im ersten Spiel wieder mit 3:0 ab, doch Langreiter blieb ohne Chance gegen den jungen Longhino. Damit lagen die Passauer mit 4:5 zurück, ein Rückstand dem sie bis ins Schlussdoppel hinterherlaufen sollten. Im spannungsvoll erwarteten Generationenduell fand Schauer kein Konzept gegen das Nachwuchstalent Rinderer und musste ihm den Sieg glatt mit 0:3 überlassen. Doch gerade Mader, der arbeitsbedingt einen großen Trainingsrückstand hat, zeigte heute seine ganze Klasse und machte den nächsten Punkt für die Passauer gegen Köppl. Weikert dagegen konnte auch gegen Scholer nicht in sein Spiel finden und war weitgehend überfordert mit den Bällen des Gegners. Schröttner dagegen hatte sich schon vor dem Spiel taktisch gut auf Renner eingestellt und landete einen cleveren 3:1 Sieg gegen den Bayern. Auch im hinteren Paarkreuz wurden die Punkte wieder geteilt, sodass ein Schlussdoppel über Niederlage oder Unentschieden entscheiden musste.
Longhino ließ Schaller wenige Chancen (0:3), doch Langreiter war spielerisch einfach besser als Rühlmann und holte so den wichtigen Punkt zum 7:8, der die Passauer im Spiel hielt. Auch das Schlussdoppel war wie die ganze Begegnung im Endeffekt ein Duell der Generationen. Auf der einen Seite die geballte Erfahrung der Fortunen mit Schauer/Weikert – auf der anderen die jungen wilden Bayern mit Rinderer/Scholer. Tatsächlich erwischten die Gäste das Spitzendoppel aus Passau zu oft auf dem falschen Fuß. Die schnelleren und vor allem frischeren Beine hatten die grandios aufspielenden Bayern und so ließen die Passauer an diesem Sonntag einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt liegen.
TTC Fortuna Passau II – Sparta Noris Nürnberg:
Schauer/Weikert – Baumgärtel/Penga (11:6, 11:6, 11:2), Mader/Lendner – Ulrich/Emter (11:8, 11:8, 2:11, 9:11, 9:11), Schröttner/Schaller – Tiefenbrunner/Böhnle (11:8, 7:11, 9:11, 2:11). Schauer – Emter (10:12, 11:13, 11:9, 11:7, 11:7), Mader – Ulrich (3:11, 4:11, 7:11), Weikert – Tiefenbrunner (11:7, 5:11, 9:11, 11:5, 14:12), Schröttner – Baumgärtel (12:10, 11:6, 11:5), Schaller – Penga (11:4, 8:11, 11:4, 11:8), Lendner – Böhnle (10:12, 6:11, 7:11). Schauer – Ulrich (11:5, 14:12, 11:6), Mader – Emter (11:2, 11:7, 5:11, 15:13), Weikert – Baumgärtel (3:11, 11:9, 11:7, 7:11, 7:11), Schröttner – Tiefenbrunner (6;11, 7:11, 5:11), Schaller – Böhnle (0:11, 6:11, 11:9, 12:10, 6:11), Lendner – Penga (11:8, 11:7, 10:12, 8:11, 11:6). Schauer/Weikert – Ulrich/Emter (11:8, 2:11, 11:9, 11:9).
TTC Fortuna Passau II – FC Bayern München II:
Schauer/Weikert – Köppl/Renner (11:9, 11:3, 9:11, 11:3), Mader/Langreiter – Rinderer/Scholer (9:11, 12:14, 5:11), Schröttner/Schaller – Longhino/Rühlmann (8:11, 13:11, 3:11, 9:11). Schauer – Köppl (12:10, 11:4, 9:11, 11:5), Mader – Rinderer (11:8, 3:11, 11:8, 3:11, 11:9), Weikert – Renner (11:7, 7:11, 4:11, 11:6, 5:11), Schröttner – Scholer (5:11, 6:11, 7:11), Schaller – Rühlmann (11:4, 11:8, 11:4), Langreiter – Longhino (6:11, 6:11, 7:11). Schauer – Rinderer (8:11, 4:11, 6:11), Mader – Köppl (7:11, 11:6, 11:7, 14:12), Weikert – Scholer (10:12, 4:11, 8:11), Schröttner – Renner (11:2, 7:11, 11:6, 11:5), Schaller – Longhino (7:11, 7:11, 8:11), Langreiter – Rühlmann (11:13, 11:9, 11:4, 11:8). Schauer/Weikert – Rinderer/Scholer (4:11, 12:10, 2:11, 7:11).