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Aktuelle Meldung vom 17.11.2019
Auch am zweiten Doppelspieltag in Folge ging die Oberligareserve des TTC Fortuna Passau komplett leer aus. Mitverantwortlich waren zum nun wiederholten Male die Doppel, die den Ausschlag zu Ungunsten der Dreiflüssestädter gaben. Lediglich eines der sieben Doppel konnten bei der 5:9-Niederlage gegen die Bundesligareserve des TSV Bad Königshofen sowie dem vermeidbaren 7:9 gegen den TSV Starnberg gewonnen werden. Das Schröttner-Team belegt nun den neunten Tabellenrang und steckt zum Vorrundenende mitten im Abstiegskampf.
Eine Nummer zu groß war am Samstag die Reserve des TSV Bad Königshofen. Nach dem kurzfristigen Ausfall von Thorsten Schaller ging man als krasser Außenseiter an die Platten im nördlichen Unterfranken. Der souveräne Tabellenführer ließ auch gleich in den Doppeln keine Zweifel darüber aufkommen, wer Herr an der Platte ist. Am besten konnte noch das Duo Rozinek/Lederer im Dreierdoppel gegen Itagaki/Keller mithalten, die es zumindest in den Entscheidungssatz schafften. Den Duos Schröttner/Vorisek sowie Grzyb/Hirschenauer war jeweils lediglich ein Satzgewinn vergönnt. Einen überragenden Auftritt zeigte das Spitzenpaarkreuz mit Lukas Grzyb und Vojtech Rozinek gegen das nominell stärkste vordere Ligapaarkreuz. Seine bisher beste Saisonleistung lieferte dabei der Prager Vojtech Rozinek gegen den Slowaken Jaslovsky, bester Spieler der Liga, und Christoph Schüller ab, die er nach begeisternden Ballwechseln jeweils im Entscheidungssatz in Schach hielt. Lukas Grzyb gelang dies nur gegen den Unterfranken Schüller. Jeweils lediglich einen Punkt gab es im mittleren und hinteren Paarkreuz zu holen. Tomas Vorisek besiegte dabei das erst 14-jährige Nachwuchstalent Akito Itagaki, die Nummer eins der bayerischen Schülerrangliste. Gegen die Nummer drei ebenjener Rangliste, Max Keller, war an diesem Tag für Christian Lederer und dem für Thorsten Schaller kurzfristig eingesprungenen Manfred Hirschenauer nichts zu holen. Lediglich Christian Lederer holte nach überzeugender Leistung noch einen Punkt gegen Jakob Schäfer.
Viel mehr rechnete man sich im Fortuna-Lager daheim gegen den TSV Starnberg aus. Vor allem auch, weil die Oberbayern ohne ihren Spitzenspieler Uwe Liebchen die Reise nach Passau antraten. Nach dem Doppel-Debakel vom Vortag stellten die Passauer die Doppel um und setzten das Duo Grzyb/Vorisek an Position eins. Der Schachzug sollte sich prompt auszahlen, da beide ihr Doppel souverän gegen Hagmüller und den Inder Mohanamoorthy gewannen. Das Duo Rozinek/Lederer wusste gegen das Starnberger Einserdoppel Hoffmann/Spiegel ebenfalls lange Zeit gut zu gefallen. Im Entscheidungssatz setzten sich aber die Gäste nicht unverdient durch. Kein Rezept fanden Schröttner/Schaller im Dreierdoppel gegen Kappe/Quick. Lukas Grzyb und Vojtech Rozinek zeigten gegen Hagmüller und Hoffmann schnell, wer Herr im Haus ist und brachten die Fortunen mit 3:2 in Front, welche Vorisek gegen Quick sogar noch ausbauen konnte. Drei verlorene Einzel in Folge von Schröttner, Schaller und Lederer ließen das Pendel aber wieder mit 5:4 zu Gunsten der Gäste ausschlagen. Auch der sonst so zuverlässige Passauer Spitzenmann Grzyb kam gegen den bärenstarken BTTV-Verbandstrainer Manuel Hoffmann überhaupt nicht in die Gänge und kassierte eine herbe 0:3-Schlappe. Rozinek und Vorisek bewiesen auch gegen Hagmüller und Spiegel ihre ganze spielerische Klasse und glichen zum 6:6 aus. Das Pech am Schläger klebt derzeit den beiden langjährigen Fortuna-Akteuren Sebastian Schröttner und Thorsten Schaller. Ersterer musste gegen Quick seine zweite Tagesniederlage einstecken. Die undankbarste Aufgabe hatte Schaller mit dem unorthodox agierenden Materialspieler Kai Kappe vor der Brust. Der extrem unangenehm zu bespielende Starnberger holte den so wichtigen achten Punkt für die Gäste, so dass es für die Dreiflüssestädter nur noch um Schadensbegrenzung ging. Eine gute Figur machte dabei Christian Lederer, der den Inder Pragash Mohanamoorthy in einer Nervenschlacht nach toller Leistung knapp im Entscheidungssatz niederhielt. Das oberbayerische Duo Hoffmann/Spiegel ließ sich aber gegen Grzyb/Vorisek die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, so dass die Oberligareserve nach knapp vierstündiger Spielzeit erneut mit leeren Händen dastand.
In den nächsten beiden Wochen gilt es die Wunden zu lecken und wieder Selbstvertrauen aufzubauen, um in zwei Wochen beim Tabellenzweiten FC Bayern München 2 etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Ansonsten droht das Überwintern auf einem Abstiegsplatz.
Manfred Hirschenauer