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Aktuelle Meldung vom 23.02.2020
Eine sehr dürftige Vorstellung bot die Erste bei der herben 6:1-Niederlage gegen den Tabellenachten 1. FC Saarbrücken 2. Die Bundesligareserve aus dem Saarland fuhr fast ihr gesamtes Stammpersonal, bestehend aus der europäischen Nachwuchselite sowie des erst 17-jährigen, japanischen Tischtenniswunderkindes Sone Kakeru auf. Eine klare Ansage seitens der Saarbrücker, die den Fortunen damit wohl schon vor dem Spiel den Schneid abkauften. Aufgrund des großen Punktepolsters konnte Tabellenrang Vier noch gehalten werden. Nach nunmehr drei deutlichen Niederlagen in Serie muss sich das Kolarek-Team aber deutlich steigern, um in der Tabelle nicht nach hinten durchgereicht zu werden.
Hoffnungsfroh verlief sogar noch der Auftakt in den Doppeln. Das Duo Maksim Grebnev und Tomislav Kolarek kam zu einem überzeugenden Erfolg gegen Florian Cnudde und Patryk Zatowka. Ivan Juzbasic und Jakub Folwarski zeigten gegen Kakeru Sone und Peter Hribar nur teilweise gute Ansätze, mussten schlußendlich aber die Übermacht des Gegners neidlos anerkennen. In den restlichen Einzeln wusste lediglich Mannschafskapitän Tomislav Kolarek ansatzweise zu überzeugen. Er hatte mit dem 17-jährigen Japaner Sone Kakeru eines der weltweit größten Nachwuchstalente vor der Brust, das in der laufenden Saison erst ein Einzel abgeben musste. Bis zum Satzausgleich konnte der Kroate die Partie noch einigermaßen offen gestalten, dann setzte sich aber der knallharte „Kamikaze-Stil“ des Asiaten durch. Einen rabenschwarzen Tag erwischte der junge Russe Maksim Grebnev gegen den Belgier Florian Cnudde, aktuell die Nr. 4 der U 21-Weltrangliste. Nicht einmal die einfachsten Sachen gelangen dem trotzdem tapfer kämpfenden Russen, so dass die Felle der Dreiflüssestädter mehr und mehr davonschwammen.
Zum nun wiederholten Male völlig überfordert war der Kroate Ivan Juzbasic gegen den jungen Slowenen Peter Hribar, so dass das Unheil schnell seinen Lauf nahm. Auch der sonst so zuverlässige Defensivkünstler Jakub Folwarski hatte im polnischen Duell gegen Patryk Zatowka dem druckvollen Spiel seines Landsmannes nur wenig entgegenzusetzen. Den Schlusspunkt setzte nach nur 110 Minuten Spielzeit der junge Japaner Sone Kakeru im Spitzeneinzel gegen Maksim Grebnev, dem deutlich in drei Sätzen seine Grenzen aufgezeigt wurden.
Enttäuscht zeigte sich der 1. Sportwart, Walter Reichert: „Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen. Bis auf Mannschaftsführer Tomislav Kolarek hat kein Akteur annähernd zu seiner Normalform gefunden. Insgesamt boten wir heute eine desolate Vorstellung. In drei Wochen müssen wir bei den Dortmunder Borussen wieder unser bisheriges Fortuna-Gesicht zeigen und den Negativtrend stoppen.“
Das für den 7. März angesetzte Heimspiel gegen den FSV Mainz wurde vom Deutschen Tischtennisbund aufgrund der Qualifikation des Gästespielers Cedric Meissner für die Junioren-Europameisterschaften auf Samstag, den 18. April, verlegt. Spielbeginn ist wie gewohnt um 14 Uhr.
Ergebnisse:
Cnudde/Zatowka – Grebnev/Kolarek 9:11, 7:11, 11:9, 6:11; Sone/Hribar – Juzbasic/Folwarski 11:9, 9:11, 11:8, 12:10; Sone – Kolarek 11:9, 8:11, 11:9, 11:6; Cnudde – Grebnev 11:4, 13:11, 11:6; Zatowka – Folwarski 11:7, 11:9, 11:6; Hribar – Juzbasic 11:7, 11:4, 11:8; Sone – Grebnev 11:9, 11:7, 11:7
Manfred Hirschenauer