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Aktuelle Meldung vom 16.07.2019
Einen vielversprechenden Einstand feierte der neue Spitzenspieler des TTC Fortuna Passau, Maksim Grebnev, bei den 62. Jugendeuropameisterschaften im tschechischen Ostrau. Der in der Nähe von St. Petersburg geborene und derzeit auch am dortigen Olympiastützpunkt trainierende Russe zählt als aktuelle Nummer Acht der U18-Weltrangliste zu den großen europäischen Nachwuchshoffnungen, die in der kommenden Generation die Phalanx des asiatischen Tischtennisbollwerkes brechen soll.
Das dies möglich ist, zeigte der 17-jährige Russe bereits im Mannschaftswettbewerb, wo er mit seinem Nationalteam nach einem knappen 3:2-Erfolg gegen Aserbaidschan die Goldmedaille für sein Land errang und dabei mit einem klaren 3:0-Erfolg gegen den eingebürgerten Aseri-Chinesen Yang Xinyu den allesentscheidenden dritten Punkt holte. Schöner Nebeneffekt: er qualifizierte sich somit gleichzeitig für die Ende November im thailändischen Bangkok stattfindende Jugendweltmeisterschaft.
Im Doppel bestätigte der Blondschopf zusammen mit seinem Landsmann Lev Katsman, derzeit Weltranglistenerster bei den U18-Junioren, die Topsetzung. Die beiden amtierenden U18-Doppelvizeweltmeister kegelten im Viertelfinale die deutsche Paarung Stumper/Fadeev aus dem Turnier und ließen auch im anschließenden Halbfinale gegen die moldawisch-österreichische Kombination um den Ex-Fortunen Vladislav Ursu und Maciej Kolodziejczyk nur wenig Gegenwehr zu. Zu einer Demonstration ihrer hohen Doppelspielkunst wurde das einseitige Finale gegen das schwedisch-russische Top-Duo Truls Moregard und Vladimir Sidorenko. Mit einem deutlichen 3:1-Erfolg sicherten sich die beiden die Goldmedaille in der Doppelkonkurrenz des U18-Wettbewerbs.
Auch im Einzel erreichte der Fortune nach souveränen Erfolgen gegen Leon Santek (Kroatien), Elias Hardmeier (Schweiz) und Carlo Rossi (Italien) das Viertelfinale, wo mit dem Aseri-Chinesen Yu Khinhang ausgerechnet der Spieler wartete, gegen den er bereits im Mannschaftsfinale deutlich das Nachsehen hatte. Die Partie begann nach einer schnellen 2:0-Führung verheißungsvoll für den russischen Heißsporn, sein Kontrahent wurde aber zunehmend stärker und spielte Grebnev in den folgenden vier Sätzen regelrecht an die Wand.
Als nächster Höhepunkt steht die Deutsche Pokalvorrunde am 25. August in Hilpoltstein an, wo man neben dem Gastgeber auf Aufsteiger TV Leiselheim sowie Zweitligameister FSV Mainz 05 trifft – eine echte Standortbestimmung und große Herausforderung für das Team um Mannschaftsführer Tomislav Kolarek, das sich den dafür nötigen Feinschliff beim eine Woche vorher stattfindenden Trainingslager holen will. Schlag auf Schlag geht es dann eine Woche später weiter, wo am 31. August mit dem TV Hilpoltstein der langjährige Zweitligarivale in der Mehrfachturnhalle vorstellig wird, um die neue Spielzeit in der wohl stärksten 2. Bundesliga aller Zeiten mit dem großen bayerischen Traditionsderby einzuleiten.
Manfred Hirschenauer