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Aktuelle Meldung vom 21.11.2016
In der Oberliga Bayern kommt die Bundesligareserve des TTC Fortuna am vergangen Samstag mit einem Sieg und einer Niederlage vom Koppelspiel aus Oberbayern zurück. Im ersten Spiel setzte es gegen die zweite Mannschaft von Bayern München eine so nicht erwartete 6:9 Pleite. Da nur zwei Fortunesen mit Normalform spielten, war die Niederlage durchaus verdient. Im Anschlussspiel fanden alle Passauer ihre Form wieder und konnten Schwabhausen mit 9:6 niederringen.
Gegen die Bayern ließ schon der Ausgang der Doppel nichts Gutes erahnen. Das ungeschlagene Passauer Spitzendoppel Schauer/Weikert konnte zwar erneut mit einem Sieg glänzen, doch die beiden anderen Doppel musste man relativ klar an die Gastgeber abgeben. Mader/Langreiter verloren mit 0:3 gegen Rinderer/Köppl und das sonst so starke Doppel Schröttner/Schaller musste Renner/Fabritius mit 1:3 ziehen lassen. Vorne wurden die Punkte dann noch geteilt. Martin Schauer konnte das Nachwuchstalent Daniel Rinderer knapp niederhalten, aber Christoph Mader, dem durch seine berufsbedingte Auszeit einfach die Spielpraxis fehlte, kam gegen Wolfgang Köppl nicht zurecht.
Im mittleren Paarkreuz konnten die Passauer keinen Punkt für sich verbuchen. Andi Weikert war dem Block-, Topspin- und Stopspiel von Marc Renner unterlegen und Sebastian Schröttner hatte den harten Topspins von Frederik Scholer ebenfalls nichts entgegenzusetzen (beide 0:3). Hinten konnten dann die Punkte wieder geteilt werden. Thorsten Schaller setzte sein Spiel gegen den Aufschlagvirtuosen Detlev Fabritius souverän um und Markus Langreiter unterlag Johannes Rühlmann nach vielen Topspin-Ralleys 1:3. Mit einem zwischenzeitlichen Gesamtstand von 3:6 war den Fortunen mittlerweile klar, dass das Spiel nur mehr schwer zu drehen war, trotzdem starteten sie mit vollem Einsatz in die zweite Runde.
Auch hier gab es zu Beginn gleich wieder zwei klare Spiele. Schauer, der sich wie gewohnt in hervorragender Form präsentierte, siegte gegen Köppl mit 3:1. Ebenso klar musste Mader dem jungen Rinderer den Sieg überlassen. Richtig spannend wurde es in der Mitte mit zwei dramatischen Fünf-Satz-Spielen. Weikert zog dabei nach 2:0-Satzführung gegen Scholer noch den kürzeren, doch im Ausgleich bezwang Schröttner Renner nach Abwehr von zwei Matchbällen mit 3:2. Schaller, der wieder einen guten Tag erwischt hatte, punktete noch einmal souverän mit 3:0 gegen Rühlmann zum 6:8. Zum Schluss konnte Langreiter sein Spiel gegen Fabritius doch nicht durchsetzen und verlor unglücklich im fünften Satz zum Endstand von 6:9.
Mannschaftsführer Weikert kommentierte nach dem Spiel, dass „es zwar mit den Andro-Plastikbällen schon sehr gewöhnungsbedürftig zu Spielen sei“, dass es aber eben auch unmöglich für einen Sieg reicht, „wenn drei Mann kein Einzel gewinnen“. Mit dementsprechend schlechter Stimmung ging es dann gleich zum nächsten Spiel weiter nach Schwabhausen. Bei der Mannschaft aus Schwabhausen wird ebenfalls mit „Plastik“ aufgeschlagen, jedoch hat der Tibhar-Ball schon eine andere Qualität und dementsprechend war die Umstellung nicht so gravierend wie im Spiel vorher und der Start verlief auch gleich besser.
Nach dem klaren Sieg von Schauer/Weikert, die mittlerweile eine 7:0 Bilanz zu Buche stehen haben und der ebenso klaren Niederlage von Mader/Langreiter, zeigte das Doppel Schröttner/Schaller endlich wieder seine lang verborgenen Qualitäten und demoralisierte seine Gegner total. Martin Schauer konnte seine gute Form vom voran gegangen Spiel behalten und hielt Johannes Schweiger in drei Sätzen klar in Schach. Unglücklich dagegen verlor Christoph Mader nach 2:0 Satzführung doch noch gegen Jürgen Haider zum Zwischenstand von 3:2.
Die Vorentscheidung fand im mittleren Paarkreuz statt, wo Sebastian Schröttner den, aufgrund einer Verletzung gehandicapten, Michael Silhak niederkämpfte (3:1). Auch Andi Weikert kam wieder besser in sein Spiel und bezwang den jungen Ben Winter in fünf Sätzen. Mit 5:2 schien das Spiel für die Fortunen nun den erhofften Verlauf zu nehmen, doch die nächsten drei Einzel gingen wieder unerwartet an die Schwabhausner, die sich in der eigenen Halle kräftig zur Wehr setzten. Markus Langreiter zog bei den langen Topspin-Ralleys gegen Prakob Joe Küster zu häufig den Kürzeren und Thorsten Schaller hatte gegen die unzähligen Glücksbälle von Tobias Stursberg (der an diesem Tag übrigens auch im Lotto gewann) keine Chance. Als Mader dann auch noch klar gegen Schweiger unterlag war es, mit mittlerweile 5:5, um die Passauer Führung geschehen.
Schauer, der an diesem Tag einfach nicht zu bezwingen war, brachte die Fortunen mit seinem Sieg gegen den Nachwuchsmann Haider wieder zurück auf Kurs. Bis auf Schröttner, der dem stark aufspielenden Winter unterlag, konnten alle anderen Passauer punkten. Mit kampfbetontem Spiel bezwang Weikert nach 0:2 Satzrückstand Silhak, Schaller war gegen Küster einfach immer einen Ball sicherer und auch Langreiter siegte klar gegen Stursberg, der sein Glück für den heutigen Tag anscheinend schon aufgebraucht hatte. Damit reisten die Fortunen mit zwei Punkten, einem 6:9 und 9:6 aus Oberbayern ab und müssen wohl zufrieden sein.
„Natürlich hätten wir uns mehr erwartet. Nach den beiden Spielverläufen müssen wir uns allerdings mit den zwei Punkten begnügen“ sagte Mannschaftsführer Andi Weikert nach dem Spiel. „Martin war heute unbesiegbar mit seiner 4:0 Einzel-Bilanz und den zwei Siegen im Doppel und auch der Thorsten mit drei Siegen war sehr gut, bei uns anderen war heute wohl eher Licht und Schatten!“
TTC Fortuna II / FC Bayern München II 6:9: Schauer/Weikert – Scholer/Rühlmann (12:10, 11:6, 11:7), Mader/Langreiter – Rinderer/Köppl (5:11, 9:11, 7:11), Schröttner/Schaller – Renner/Fabritius (11:9, 5:11, 7:11, 10:12). Mader – Köppl (8:11, 4:11, 2:11), Schauer – Rinderer (11:8, 8:11, 10:12, 11:9, 11:8), Weikert – Renner (13:11, 9:11, 7:11), Schröttner – Scholer (6:11, 8:11, 9:11), ), Schaller – Fabritius (11:4, 9:11, 11:8, 11:9), Langreiter – Rühlmann (6:11, 11:8, 4:11, 7:11). Mader – Rinderer (8:11, 8:11, 6:11). Schauer – Köppl (10:12, 11:7, 11:7, 11:7), Weikert – Scholer (11:9, 11:8, 9:11, 5:11, 4:11), Schröttner – Renner (7:11, 6:11, 11:6, 11:6, 14:12), Schaller – Rühlmann (11:4, 11:9, 11:8), Langreiter - Fabritius (11:7, 8:11, 6:11, 12:10, 11:13).
TTC Fortuna II / TSV Schwabhausen II 9:6: Schauer/Weikert – Haider/Silhak (11:7, 11:5, 11:5), Mader/Langreiter – Schweiger/Winter (3:11, 5:11, 7:11), Schröttner/Schaller – Küster/Stursberg (11:2, 11:7, 11:6). Mader – Haider (11:6, 12:10, 4:11, 8:11, 7:11), Schauer – Schweiger (11:4, 11:8, 11:8), Weikert – Winter (8:11, 11:7, 14:12, 8:11, 11:8), Schröttner – Silhak (12:10, 9:11, 11:9, 11:5), Schaller – Stursberg (8:11, 9:11, 5:11), Langreiter – Küster (8:11, 7:11, 14:12, 8:11),. Mader – Schweiger (8:11, 6:11, 7:11). Schauer – Haider (11:8, 11:8, 11:1), Weikert – Silhak (7:11, 6:11, 11:7, 11:2, 11:9), Schröttner – Winter (9:11, 11:8, 5:11, 8:11), Schaller – Küster (10:12, 11:6, 11:9, 11:6), Langreiter - Stursberg (13:11, 11:9, 11:6).