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Aktuelle Meldung vom 08.09.2024
Der heiße Herbst mit sechs Spielen in vier Wochen ist eingeläutet. Nichts für schwache Nerven war schon mal der Heimauftakt in der 2. Tischtennis-Bundesliga gegen den letztjährigen Tabellenfünften SV Union Velbert. Gerade noch mit einem blauen Auge kam unser neuformiertes Team beim 5:5-Unentschieden gegen die ersatzgeschwächt angetretene Gästemannschaft aus dem Niederbergischen Land davon. Alleine vier der fünf Zähler holte dabei das blendend aufgelegte vordere Paarkreuz mit dem Japaner Yuki Matsuyama und dem Ukrainer Viktor Yefimov.
Einen klassischen Fehlstart ihres Teams bekamen die 130 Zuschauer in den beiden Eröffnungsdoppeln zu sehen. Nach jeweils schwacher Vorstellung standen hier für die Passauer Duos Matsuyama/Cathcart gegen Qiu/Servaty sowie Yefimov/Schmid gegen Limonov/Verdonschot jeweils herbe Niederlagen zu Buche. Eine weitere Kostprobe seines großen Könnens zeigte im Anschluss der äußerst agil zu Werke gehende Japaner Yuki Matsuyama beim klaren 3:0-Erfolg gegen den deutschen Ranglistenspieler Michael Servaty. Zum 2:2 glich fast zeitgleich der neue Passauer Teamkapitän Viktor Yefimov mit einem harterkämpften 3:1-Erfolg gegen Gästespitzenspieler Liang Qiu aus. Nur wenig lief in den beiden Anschlußeinzeln im unteren Paarkreuz zusammen. Zu groß war die Dominanz von Anton Limonov und Wim Verdonschot in den Duellen mit den beiden Passauer Neuzugängen Elia Schmid und Owen Cathcart.
Auch im achten Einzel im Dress der Niederbayern gab der ehemalige japanische Nationalspieler Matsuyama im Spitzeneinzel gegen Liang Qiu keinen einzigen Satz ab und brachte damit seine Farben wieder auf 3:4 heran. Dem in nichts nach stand der ehemalige ukrainische Meister Yefimov mit einem glatten 3:0-Sieg gegen Gästespieler Servaty, so dass die Entscheidung im unteren Paarkreuz gefunden werden musste. Gänzlich ohne Fortune agierte dabei der irische Neuzugang Owen Cathcart im Duell mit dem ukrainischen Nationalspieler Anton Limonov, der beim klaren 3:0-Erfolg keine Zweifel über den späteren Sieger aufkommen ließ. Der Druck bei 4:5-Rückstand war nun immens für den Schweizer Neuzugang Elia Schmid gegen den deutschen Juniorennationalspieler Wim Verdonschot. Mit großer Nervenstärke brillierte der Eidgenosse aber unter den frenetischen Anfeuerungsrufen des Passauer Publikums. In einer mitreißenden und emotional geführten Partie auf des Messers Schneide erzwang der Westfale nach schnellem 0:2-Rückstand noch den Entscheidungssatz, den der Passauer hauchdünn mit 12:10 glücklich mit einem Netzroller für sich entschied und damit nach etwas mehr als dreieinhalb Stunden Spielzeit das leistungsgerechte Unentschieden für sein Team sicherstellte.
Ein Stein von Herzen fiel Sportwart Walter Reichert: „Der Auftakt ist geglückt. Den Zuschauern wurde heute sehr attraktiver Tischtennissport von beiden Mannschaften geboten. Die Partie wogte lange Zeit hin und her, schlußendlich trennten sich beide Teams mit einem leistungsgerechten Unentschieden. In den beiden Doppeln waren wir weit von unserer Normalform entfernt, hier besteht deutlicher Steigerungsbedarf. In den Einzeln hat es gut gepasst. Ein Sonderlob hat sich das vordere Paarkreuz mit Yuki Matsuyama und Viktor Yefimov verdient, die heute alleine schon das Eintrittsgeld wert waren.“
Am Dienstag geht es mit dem Pokalachtelfinale bei Ligakonkurrent 1. FC Köln (19 Uhr) weiter. Gegen die Geißböcke treten wir mit dem Trio Matsuyama, Yefimov und Schmid an. Am Sonntag steht dann um 14 Uhr die schwere Auswärtspartie beim mittelfränkischen Dauerrivalen TV Hilpoltstein auf dem Programm.
TTC Fortuna Passau – SV Union Velbert 5:5
Matsuyama/Cathcart – Qiu/Servaty 10:12, 5:11; 14:16
Yefimov/Schmid – Limonov/Verdonschot 11:3, 7:11, 7:11, 6:11
Matsuyama – Servaty 11:5, 11:0, 11:6
Yefimov – Qiu 9:11, 11:8, 14:12, 14:12
Schmid – Limonov 4:11, 8:11, 11:4, 6:11
Cathcart – Verdonschot 11:6, 6:11, 2:11, 10:12
Matsuyama – Qiu 11:6, 11:7, 11:5
Yefimov – Servaty 11:5, 11:8: 11:6
Schmid – Verdonschot 11:6, 11:9, 6:11, 9:11, 12:10
Cathcart – Limonov 9:11, 7:11, 6:11
Manfred Hirschenauer