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Aktuelle Meldung vom 27.11.2016
Im letzten Heimspiel der Vorrunde bescherten die Fortunen ihren Fans in der Nikolahalle noch einmal ein kampfbetontes, absolut sehenswertes und spannendes Spiel. Das Unentschieden das in der Luft lag, wäre nicht unverdient gewesen, doch die Passauer verlieren auf Augenhöhe, hauchdünn mit 7:9 gegen die DJK Sparta Noris Nürnberg. Ein unglaublich ausgeglichenes Match spiegelte, wie bereits im Vorfeld erwartet wurde, die enge Situation in der Tabelle exakt wieder.
Nach Sätzen zogen die Passauer zwar mit 32:34 den Kürzeren, doch beim Ballverhältnis hatten sie mit 606:594 sogar die Nase vorn. Das von Mannschaftsführer Andi Weikert verordnete Doppeltraining in der letzten Woche zeigte gleich zu Beginn Wirkung.
Zuerst konnten Schauer/Weikert gewohnt souverän mit 3:0 gegen Tiefenbrunner/Baumgärtel punkten und auch Mader/Lendner bezwangen das gegnerische Spitzendoppel, wie schon in der letzten Saison, mit 3:1. Als auch das 3er Doppel Schaller/Schröttner bei 2:1 Satzführung mit 7:0 in Front lag, schien der perfekte Doppelstart ganz nah. Doch als das Spiel tatsächlich noch zu Gunsten der Nürnberger kippte, war dies die erste von einigen verpassten Chancen. Dennoch konnte man zu dem Zeitpunkt mit einem Gesamtstand von 2:1 zufrieden sein.
Im vorderen Paarkreuz konnte Christoph Mader wieder an seine Leistungen der letzten Saison anknüpfen und brachte Emter mit seinem überragenden passiven Blockspiel ein ums andere Mal zur Verzweiflung. Mit einem verdienten Fünf-Satz-Erfolg konnte er die Passauer Führung weiter ausbauen. Der in den letzten Spielen überragende Martin Schauer hielt gegen den unrhythmisch angreifenden Ulrich stets mit. In einem spannenden Spiel, das sich durch lange Ballwechsel auszeichnete, unterlag er dennoch knapp mit 1:3. Beim Gesamtstand von immer noch 3:2 für die Fortunen kam nun der Knackpunkt des Spiels: Andi Weikert verlor gegen Baumgärtel, weil er die Schupfbälle seines Gegners nicht anziehen konnte und Sebastian Schröttner, der immer noch auf der Suche nach seiner Sicherheit ist, konnte den beidseitigen Topspins von Tiefenbrunner nur einen Satz lang standhalten. Damit lagen die Passauer den einen Punkt hinten, den sie den ganzen Abend nicht mehr aufholen konnten (3:4).
Im hinteren Paarkreuz war es wieder ausgeglichen. Rainer Lendner war zwar zuerst in den knappen Sätzen immer die zwei Punkte besser, doch im fünften Satz verlor er seine Sicherheit und so ging auch dieser Punkt an die Nürnberger. Thorsten Schaller hielt mit schnellen Bällen und Beinen weiter dagegen und hatte Böhnle, dank seiner massiven Topspins, locker im Griff (4:5). In seinem zweiten Einzel gegen den unangenehm zu spielenden Ulrich konnte Mader zwar gut mithalten, doch gegen die Drop-Kicks seines Gegners war am Ende kein Kraut gewachsen (1:3). Im Parallelspiel ließen Emters Top-Spin-Versuche Schauer kalt, er spielte seine ganze Klasse aus und siegte problemlos mit 3:1 zum Gesamtstand von 5:6. Auch im mittleren Paarkreuz konnte der eine ausschlaggebende Punkt nicht aufgeholt werden, da die Punkte wieder geteilt wurden. Weikert gewann in einem Achterbahnspiel gegen Tiefenbrunner und sichert den Passauern den Anschluss. Den ersten Satz kann er glücklich gegen den Nürnberger gewinnen. Zwei fast nicht zu erkennende Kantenbälle, die aber vom Gegner sofort zugegeben werden, geben den Ausschlag. „Schön, dass es so etwas noch gibt. Leider ist das nicht mehr selbstverständlich.“ lobte Weikert nach dem Spiel.
Danach sichert sich der Fortune auch den Zweiten Satz, verschläft aber den Dritten und führt dann schon hoch im Vierten um doch wieder einzunicken. Im Fünften Satz spielen sich dann kuriose Szenen ab: Tiefenbrunner schafft keinen kurzen Aufschlag mehr, so dass Weikert schon mit 7:1 führt, dann gelingen aber Weikert keine Aufschläge mehr, doch er kann glücklicherweise seinen Vorsprung ins Ziel retten. Schröttner dagegen verliert gegen den sicher aufspielenden und geschickt blockenden Baumgärtel mit 1:3. Beim Gesamtstand von 6:7 ist klar dass nun für einen Sieg hinten zwei Punkte her müssen. Doch der leider zu unsichere Lendner verliert gegen den klug angreifenden Böhnle (0:3) und nur Schaller kann, nach anfänglichen Schwierigkeiten, dann hoch konzentriert, seine Leistung abrufen und ganz klar gewinnen (3:1).
Mit einem Gesamtstand von 7:8 musste jetzt das eigentlich überragende Schlussdoppel Schauer/Weikert über Unentschieden oder Niederlage entscheiden. Nach schlechtem Start ging der erste Satz unnötig klar verloren. Die folgenden Sätze waren wieder alle auf Augenhöhe, auch das Glück schwankte hin und her. Doch am Ende hatten die Nürnberger, wenn auch nicht unverdient, die Nase vorn.
Etwas schwermütig kommentierte Mannschaftsführer Andi Weikert nach diesem psychisch und physisch anstrengenden Spiel das über vier Stunden dauert: „Schade um das Dreier-Doppel, der Punkt war schon so gut wie eingeparkt. Außerdem hätte mein erstes Einzel auch kommen sollen. Ansonsten war es das erwartet ausgeglichene Spiel, mit dem erwartet knappen Ergebnis. Leider, und für diese Saison bisher typisch, nicht für uns.“
TTC Fortuna II / DJK Sparta Noris Nürnberg 7:9 Schauer/Weikert – Tiefenbrunner/Baumgärtel (11:8, 11:6, 11:6), Mader/Langreiter – Ulrich/Emter (11:2, 11:7, 5:11, 11:5), Schröttner/Schaller – Böhnle/Penga (12:10, 7:11, 11:5, 7:11, 8:11). Mader – Emter (11:7, 7:11, 5:11, 11:5, 11:6), Schauer – Ulrich (11:13, 5:11, 11:9, 13:15), Weikert – Baumgärtel (9:11, 5:11, 11:9, 8:11), Schröttner – Tiefenbrunner (8:11, 8:11, 11:9, 3:11), Lendner – Penga (3:11, 13:11, 12:10, 4:11, 9:11), Schaller – Böhnle (11:8, 11:7, 11:2). Mader – Ulrich (5:11, 5:11, 11:6, 10:12), Schauer – Emter (11:5, 8:11, 11:8, 12:10), Weikert – Tiefenbrunner (11:9, 11:6, 7:11, 8:11, 11:5), Schröttner – Baumgärtel (7:11, 11:2, 10:12, 8:11), Lendner – Böhnle (7:11, 14:16, 7:11), Schaller – Penga (9:11, 11:5, 11:4, 11:6). Schauer/Weikert – Ulrich/Emter (8:11, 11:9, 5:11, 11:7, 6:11).