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Aktuelle Meldung vom 04.04.2022
Nichts zu holen gab es für die ersatzgeschwächt angetretene Erste von Fortuna Passau im letzten Saisonspiel beim Tabellenzweiten TV Hilpoltstein. Nach etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit gab es im großen Bayern-Derby die bittere 6:0-Höchststrafe für die Passauer, die damit im Endklassement auf Tabellenrang 9 landeten, welcher eigentlich den direkten Abstieg bedeuten würde.
Dennoch darf man im Lager der Fortunen auf den Klassenerhalt hoffen, da mit dem SV Union Velbert der Meister in der 3. Bundesliga Nord frühzeitig auf sein Aufstiegsrecht verzichtet hat. Der TTC Lampertheim, Tabellenzweiter in der 3. Bundesliga Nord, hat zudem nicht für die Relegation gemeldet. Somit kommt es am kommenden Sonntag in der neuen Mehrfachturnhalle um 14 Uhr zum entscheidenden Relegationsduell mit dem Tabellenzweiten der 3. Bundesliga Süd. Gegner wird dabei der DJK SB Stuttgart sein. Die Schwaben lagen bis kurz vor Rundenende souverän an der Tabellenspitze, wurden aber aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalles ihres Spitzenspielers noch denkbar knapp auf der Zielgeraden vom TV Leiselheim abgefangen. Eine sehr schwierige Aufgabe also für die Fortunen, die nun in der Relegation gegen den eigentlichen Meister antreten müssen, dessen Spitzenspieler mittlerweile wieder fit ist und im letzten Saisonspiel wieder zum Einsatz kam.
Bereits nach den Eröffnungsdoppeln wurde den Passauern im Hilpoltsteiner Hexenkessel deutlich vor Augen geführt, was die Stunde an diesem Sonntag geschlagen hat. Gleich zu Beginn zeigte das Hilpoltsteiner Duo bestehend aus Andy Pereira und Petr Fedotov dem Passauer Spitzendoppel Tomislav Kolarek und John Oyebode deutlich in drei klaren Sätzen ihre Grenzen auf. Zumindest noch etwas ausgeglichener gestalten konnten die beiden Ungarn Csaba Andras sowie Ersatzmann Richard Kovacs ihre Partie gegen Alexander Flemming und Hermann Mühlbach. Am Ende reichte es aber auch nur zu einem Satzgewinn.
In den darauffolgenden vier Einzeln lief ebenfalls nicht viel zusammen und das Unheil setzte sich nahtlos fort. Der für den abwesenden Inder Sanil Shetty ins vordere Paarkreuz aufgerückte Mannschaftskapitän Tomislav Kolarek zeigte eine ansprechende Partie gegen den kubanischen Nationalspieler Andy Pereira. Am Ende setzte sich aber das druckvollere Spiel des Hilpoltsteiner Linkshänders deutlich durch. Ebenfalls auf verlorenem Posten stand der junge Ungar Csaba Andras gegen den russischen Wirbelwind Petr Fedotov, dem an diesem Tag aber auch wirklich alles gelang. Jeder Schlag ein Treffer - so erging es auch Ersatzmann Richard Kovacs gegen Aufschlagkünstler Hermann Mühlbach. Zwar gelangen dem Ungarn vereinzelt sehenswerte Punktgewinne, leider aber viel zu wenig davon, um damit den Hilpoltsteiner Routinier ernsthaft in Gefahr bringen zu können.
So blieb nur noch die Partie des italienischen Nationalspielers John Oyebode übrig, um die historische Höchststrafe im prestigeträchtigen Derby-Klassiker abzuwenden. Nach schneller 2:0-Satzführung sah Oyebode gegen Juniorennationalspieler Hannes Hörmann dabei schon wie der sichere Sieger aus. Das große Nachwuchstalent des TV Hilpoltstein kämpfte sich aber mit unbändigem Willen noch einmal in das Match zurück und holte den vielumjubelten sechsten Punkt für die Mittelfranken, die mit dem 6:0-Erfolg Geschichte schrieben und als Vizemeister in der 2. Bundesliga den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte feierten.
Pressewart Manfred Hirschenauer: „Wir blicken auf eine durchwachsene Spielzeit mit vielen Tiefen zurück und können von Glück sprechen, dass sich heuer noch die Möglichkeit eines Relegationsspieles ergeben hat. Mitte September wollen wir in unsere 23. Zweitligasaison gehen. Die Spieler wissen um die Bedeutung und Schwere der Aufgabe und werden hoffentlich eine Top-Leistung abrufen. Ich erwarte eine Nervenschlacht. Wieder mit von der Partie sein wird unser Inder Sanil Shetty, welcher sicherlich ein Faustpfand und Ruhepol für die knifflige Aufgabe gegen die brandgefährlichen Schwaben sein wird.“
Ergebnisse:
Pereira/Fedotov - Kolarek/Oyebode 11:8, 11:9, 11:5
Flemming/Mühlbach - Andras/Kovacs 12:10, 11:6, 9:11, 11:4
Pereira - Kolarek 10:12, 11:9, 11:5, 11:5
Fedotov - Andras 12:14, 11:8, 11:6, 11:9
Mühlbach - Kovacs 11:5, 11:9, 11:5
Hörmann - Oyebode 10:12, 5:11, 11:9, 11:9, 11:5
Manfred Hirschenauer