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Aktuelle Meldung vom 24.10.2021
Enttäuschte Gesichter gab es im Lager der Fortunen nach der bitteren 1:6-Niederlage gegen Hertha BSC Berlin. Dabei hatten sich die Passauer sehr viel für diese Partie gegen den direkten Tabellennachbarn vorgenommen, um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu schaffen. Die „Alte Dame“ zeigte den TTClern aber sehr schnell, wer Herr an der Platte ist und spulte kompromisslos ihr Programm herunter. Mit nur einem Zähler aus vier Partien hinken die Dreiflüssestädter ihren eigenen Ansprüchen weit hinterher und müssen sich zukünftig gewaltig steigern, um den Negativtrend zu stoppen.
Ein kleiner Lichtblick war zumindest der Doppelauftritt von Tom Jarvis und Csaba Andras gegen Jakub Kosowski und Hartmut Lohse. Auf verlorenem Posten standen hingegen Tomislav Kolarek und John Oyebode, welche gegen Philipp Floritz und Torben Wosik nach gewonnenem ersten Satz kein Mittel mehr gegen das druckvolle Spiel der beiden Herthaner fanden. Knackpunkt der gesamten Partie war sicherlich die unerwartet deutliche Niederlage von Fortuna-Spitzenmann Tom Jarvis gegen den wie entfesselt aufspielenden Polen Jakub Kosowski. Spielerisch besser machte es zumindest Csaba Andras gegen den Berliner „Einser“ Philipp Floritz. Der Oberbayer in Diensten des Hauptstadtklubs lieferte sich ein rassiges Duell mit dem jungen Ungarn, dessen Leistung durchaus zu Gefallen wusste. Schlußendlich setzte sich aber die Routine des ehemaligen Bayerischen Meisters durch, der die Herthaner mit 3:1 in Front brachte, was den Druck auf das hintere Paarkreuz der Passauer merklich erhöhte. Mannschaftskapitän Tomislav Kolarek und John Oyebode wirkten in ihren Partien gegen Fedor Kuzmin und Torben Wosik teilweise sehr gehemmt, was die beiden Herthaner gnadenlos auszunutzen wussten. Der italienische Neuzugang Oyebode zwang den zweifachen Deutschen Meister Wosik wenigstens noch in den Entscheidungssatz, in dem ihm aber nicht mehr viel gelang. Der 38-jährige Fedor Kuzmin, ehemaliger Vize-Europameister, spielte gegen Tomislav Kolarek seine ganze Routine aus und machte in drei Sätzen kurzen Prozess mit dem Passauer Mannschaftskapitän, was den Dreiflüssestädtern endgültig den Zahn zog. Den Schlusspunkt in der einseitigen Begegnung setzte nach knapp dreistündiger Spielzeit der an diesem Tag absolut souverän auftretende Berliner Spitzenspieler Philipp Floritz, welcher dem Engländer Tom Jarvis deutlich seine Grenzen aufzeigte.
Pressesprecher Manfred Hirschenauer nach dem Spiel: „Die Herthaner haben heute gnadenlos unsere Schwächen ausgenutzt und nehmen absolut verdient beide Punkte mit nach Hause. Wir alle wussten um die Bedeutung der Partie zu einem bereits sehr frühen Zeitpunkt in dieser Saison. In zwei Wochen müssen wir mental voll auf der Höhe sein beim Doppelspieltag in Saarbrücken und Neckarsulm. Beides Duelle gegen direkte Mitabstiegskonkurrenten, die wegweisend für den weiteren Saisonverlauf sein werden.“
Ergebnisse:
Jarvis/Andras – Kosowski/Lohse 11:8, 12:10, 11:7
Kolarek/Oyebode – Floritz/Wosik 11:9, 5:11, 7:11, 6:11
Jarvis – Kosowski 8:11, 11:8, 2:11, 8:11
Andras - Floritz 3:11, 11:7, 7:11, 7:11
Kolarek – Kuzmin 9:11, 8:11, 10:12
Oyebode – Wosik 11:5, 8:11, 4:11, 12:10, 8:11
Jarvis – Floritz 5:11, 11:5, 12:14, 8:11
Manfred Hirschenauer