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Aktuelle Meldung vom 10.03.2024
Ein weiteres kräftiges Lebenszeichen setzte die Zweitliga-Mannschaft des TTC Fortuna Passau beim harterkämpften 6:4-Erfolg im bayerischen Traditionsderby gegen den „ewigen“ Rivalen TV Hilpoltstein ab. Die Niederbayern knüpften in einem Spiel auf des Messers Schneide nahtlos an die bisher sehr guten Leistungen in der Rückrunde an und tauschten mit nunmehr 9:17-Punkten den achten Tabellenrang mit dem sächsischen Aufsteiger TTC Hohenstein-Ernstthal (8:14). Mehr als vier Stunden lang wurde den zahlreich erschienenen Zuschauern eine Partie auf Augenhöhe zweier ersatzgeschwächt angetretener Teams geboten. Mit dem slowakischen Ausnahmekönner Martin Jancovic wurde ausgerechnet der Passauer Head-Coach sowie Spitzenspieler des Verbandsoberliga-Teams zum vielumjubelten Matchwinner. Sowohl im Doppel als auch im finalen Einzel des Tages hielt der Linkshänder mit der gefürchteten Rückhand dem großen Druck stand und agierte dabei äußerst abgeklärt.
Wie die Feuerwehr legten die beiden Passauer Duos in den Eröffnungsdoppeln los. Den Reigen eröffneten der Ukrainer Viktor Yefimov und Daniel Rinderer im Duell gegen die Hilpoltsteiner Paarung um Alexander Flemming und Petr Fedotov. Nervenstark wehrten sie zwei Matchbälle im vierten Satz ab, im finalen Durchgang gab es dann kein Halten mehr – 1:0 für den TTC. Das neuformierte Duo um den Dänen Martin Buch Andersen sowie Ersatzmann Martin Jancovic stand ihren Mannschaftskameraden im Parallelspiel gegen den Spanier Juan Perez sowie den regionalliga-erfahrenen Syrer Mosslly, welcher als Ersatzmann für das an der Schulter verletzte Hilpoltsteiner Eigengewächs Matthias Danzer einsprang, in nichts nach und siegte mit dem knappsten aller Ergebnisse. Einen rassigen Schlagabtausch lieferten sich anschließend der ukrainische Meister, Viktor Yefimov, sowie der ehemalige russische U21-Meister, Petr Fedotov, leider mit dem besseren Ende für Hilpoltsteins Nummer 2. Den dritten, überraschenden Nadelstich setzte der für den aufgrund einer Turnierverpflichtung verhinderten Chilenen Gomez ins vordere Paarkreuz aufgerückte dänische Nationalspieler Martin Buch Andersen mit einem grandiosen 3:2-Erfolg gegen die Hilpoltsteiner Tischtennis-Legende Alexander Flemming und baute damit die Passauer Führung zum Pausentee auf 3:1 aus.
Ebenfalls über die volle Distanz ging es im fünften Fünfsatz-Match des Tages zwischen dem zweifachen bayerischen Einzelmeister, Daniel Rinderer, und dem syrischen Spitzenspieler der Hilpoltsteiner Regionalligareserve, Yhya Mosslly. Der Passauer Teamkapitän musste dabei alles in die Waagschale werfen, um gegen den bärenstarken Ersatzmann der Mittelfranken knapp, aber verdient die Oberhand zu behalten. Lange Zeit gut Paroli bot zeitgleich Passaus Nummer 4, Martin Jancovic, dem Spanier Juan Perez. Am Ende setzte sich dann doch die spielerische Klasse des Hilpoltsteiner Matadors durch, welcher auf 2:4 zu verkürzen wusste.
Seinen Erfolg aus der Hinrunde bestätigte im Spitzeneinzel des Tages Viktor Yefimov mit einem nie gefährdeten Erfolg gegen den sächsischen Ausnahmekönner Alexander Flemming und stellte die Weichen damit endgültig auf Sieg. Dicht vor der Sensation stand daraufhin Martin Buch Andersen in einer nervenaufreibenden Partie gegen den jungen Russen Fedotov nach schneller 2:0-Satzführung und drei Matchbällen in der Verlängerung des dritten Satzes. Kompromisslos wehrte Hilpoltsteins Nummer 2 alle Matchbälle ab und nutzte in den beiden Folgesätzen gnadenlos das für ihn gute Momentum. Eine mitreißende Partie lieferten sich zeitgleich Teamkapitän Daniel Rinderer und der Spanier Juan Perez. Und auch hier kamen die Zuschauer im Passauer Hexenkessel beim siebten Fünf-Satz-Match des Tages voll auf ihre Kosten. Leider mit dem schlechteren Ende für den tapfer kämpfenden Bayerwaldler, der im vierten Satz nur zwei Punkte von einem möglichen Sieg entfernt war, schlußendlich aber seinem Gegenüber doch noch zum Sieg gratulieren musste.
Somit war bei einer Passauer 5:4-Führung die Entscheidung über Sieg oder Unentschieden im finalen achten Einzel des Tages zwischen den beiden Ersatzspielern Martin Jancovic und Yhya Mosslly herbeizuführen. Nach glücklich gewonnenem ersten Satz spielte sich der Fortune in einen wahren Rausch und behielt mit taktisch klugem Spiel verdient die Oberhand gegen den dennoch nicht enttäuschenden Gästespieler aus der Burgstadt.
Erleichtert zeigte sich TTC-Pressesprecher Manfred Hirschenauer: „Endlich haben wir den Bock gegen den TV Hilpoltstein umgestoßen und feiern nach fünf Jahren Durststrecke wieder einmal einen Erfolg gegen die befreundeten Burgstädter. Beide Mannschaften lieferten sich einen packenden und mitreißenden Kampf, dieses Mal mit dem glücklicheren Ende für uns. Trotz des Fehlens von Gustavo Gomez haben wir nicht gehadert, alles in die Waagschale geworfen und uns selbst doppelt belohnt. Zweifelsohne haben wir auch vom Verletzungspech des Gegners profitiert, welches uns in die Karten gespielt hat. Mit den nächsten beiden Big Points haben wir erneut ein kräftiges Lebenszeichen im Abstiegskeller abgesetzt. Wir sind wieder voll im Rennen.“
Keine Zeit zum Verschnaufen haben Daniel Rinderer und Co. beim nächsten Abstiegs-Endspiel am kommenden Wochenende in der Bundeshauptstadt. Der Tabellenachte aus der Dreiflüssestadt (9:17) bittet dabei die „Alte Dame“ von Hertha BSC Berlin am Samstag um 14 Uhr zum Abstiegstanz im Bundesliga-Unterhaus.
TTC Fortuna Passau – TV Hilpoltstein 6:4
Buch Andersen/Jancovic – Perez/Mosslly 5:11, 11:8, 11:8, 9:11, 11:9
Rinderer/Yefimov – Flemming/Fedotov 11:9, 7:11, 6:11, 12:10, 11:7
Yefimov – Fedotov 11:7, 8:11, 12:14, 11:8, 6:11
Buch Andersen – Flemming 12:10, 8:11, 8:11, 11:3, 11:8
Rinderer – Mosslly 11:8, 9:11, 9:11, 11:6, 11:3
Jancovic – Perez 11:6, 8:11, 5:11, 4:11
Yefimov – Flemming 11:9, 11:4, 11:7
Buch Andersen – Fedotov 11:6, 11:8, 14:16, 7:11, 3:11
Rinderer – Perez 11:7, 7:11, 11:6, 10:12, 6:11
Jancovic – Mosslly 12:10, 3:11, 11:7, 11:4