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Aktuelle Meldung vom 18.10.2015
Einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt musste die Dritte bei der vermeidbaren 7:9-Niederlage gegen die SG Wörth a. d. Isar hinnehmen. Ärgerlich ist vor allem, dass reihenweise beste Chancen teils fahrlässig liegen gelassen wurden und man sich damit am Ende selbst um den verdienten Lohn für eine kämpferisch einwandfreie Leistung brachte. Nach dem dritten Spieltag belegt das Team mit lediglich zwei Punkten den Relegationsplatz und ist bereits gegen zwei der drei eher als schwächer einzuschätzenden Aufsteiger angetreten.
Ein Auftakt nach Maß gelang dem Team um Mannschaftsführer Lukas Jendrzej in den Eingangsdoppeln. Das Fortuna-Spitzenduo Lederer jun./Donaubauer zeigte gegen die beiden Materialspieler Heller/Kasper eine überzeugende Vorstellung in vier Sätzen. Für einen Paukenschlag sorgten anschließend Jendrzej/Rehan, welche das Wörther Spitzendoppel Donauer/Pfannenstein klar in vier Sätzen in die Schranken wiesen. Hirschenauer/Lederer sen. schafften es im so wichtigen Dreierdoppel gegen Draxinger/Haller leider nicht, einen gehörigen Nadelstich zu setzen. Im Entscheidungssatz mussten sie die Übermacht des Gegners neidlos anerkennen. Von seiner stärkeren Seite zeigte sich Fortuna-Spitzenspieler Lederer jun. gegen Donauer und brachte damit die Fortuna schnell mit 3:1 in Front. Auch Rehan hielt gegen den Ex-Haselbacher Heller lange Zeit gut mit. Nach mehreren vergebenen Satzbällen im vierten Durchgang musste er aber seinem Gegner knapp den Vorrang lassen. Die Ausgeglichenheit der Partie zeigte sich ebenfalls im mittleren und hinteren Paarkreuz. Der erneut bärenstark auftrumpfende Jendrzej war gegen den Ex-Hauzenberger Draxinger jederzeit Chef im Ring, wogegen Hirschenauer gegen Jugendtalent Pfannenstein nur im ersten Satz auf Augenhöhe agierte. Am Ende stand eine deutliche 1:3-Schlappe zu Buche. Zwei enge Fünfsatzpartien begeisterten anschließend die zahlreich anwesenden Zuschauer in der Wörther Isarhalle. Nachwuchsmann Donaubauer zeigte in der Partie gegen Abwehrspieler Kasper seine ganze Nervenstärke und gewann nach starker Leistung glücklich mit 12:10 im Entscheidungssatz. Lederer sen. verlor nach hoffnungsvoller 2:1-Führung den Faden in seinem Spiel und konnte nur noch wenig gegen das raffinierte Abwehrspiel von Haller ausrichten. Der nun folgenden Wörther Drangphase hatten die Fortunen nur sehr wenig entgegenzusetzen, was sicherlich in der Gesamtanalyse der Knackpunkt in der gesamten Partie war. Am ehesten Schritt hielt noch Lederer jun. im Spitzeneinzel gegen Abwehrspieler Heller, den er zumindest in den fünften Satz zwingen konnte. Am Ende musste er aber auch die Übermacht des Gegners neidlos anerkennen. Rehan und Jendrzej waren gegen das druckvolle Spiel der beiden Wörther Jungspunde Donauer und Pfannenstein weitestgehend chancenlos. Auch Hirschenauer sah nach schnellem 0:2-Satzrückstand gegen Draxinger schon wie der sichere Verlierer aus. Doch Totgeglaubte leben bekanntermaßen länger. Nach einer wahren Energieleistung kämpfte er sich noch einmal in die Partie zurück und holte den vielumjubelten sechsten Zähler für die Fortunen. Seine endgültige Meisterprüfung legte daraufhin Donaubauer gegen Materialspieler Haller ab, dem er nach taktisch feiner Leistung in vier Sätzen den Zahn zog. Der an diesem Tag glücklos agierende Lederer sen. fand auch in seiner zweiten Partie gegen Materialspieler Haller nicht zur gewohnten Form, so dass es nun nur noch um Schadensbegrenzung auf Seiten der Fortunen ging, damit nicht beide Zähler in der Isarstadt bleiben würden. Einem Spiegelbild der gesamten Partie glich schlußendlich das Aufeinandertreffen der beiden Spitzendoppel Lederer jun./Donaubauer sowie Donauer/Pfannenstein. Bei einer 10:8-Führung und zwei eigenen Aufschlägen wurde der erste Satz noch fahrlässig vergeigt, so dass die Wörther in ihrem Spiel immer sicherer wurden und verdient in vier Sätzen die Oberhand behielten. Am Ende hatte der Fortuna-Löwe zwar gut gebrüllt, aber nicht zugebissen.
2. Sportwart Manfred Hirschenauer nach dem Spiel: „Sehr ärgerlich diese absolut vermeidbare Niederlage gegen den Aufsteiger und direkten Abstiegskonkurrenten. Mit einem Sieg gegen Wörth hätten wir ein deutliches Ausrufezeichen setzen und ein kleines Punktepolster für die Vorrunde aufbauen können. Wir müssen uns in den nächsten schwierigen Auswärtspartien bei Landesligaabsteiger Altdorf und den beiden Meisterschaftskandidaten Dingolfing und Vilshofen deutlich steigern, um nicht ganz nach hinten durchgereicht zu werden. Es gilt ab jetzt die Eichhörnchen-Devise: Punkte hamstern sowie hart und viel zu trainieren. Der Herbst wird hart. Am kommenden Wochenende sollen sich die Akteure auf der Niederbayerischen das nötige Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben zurückholen.“
Manfred Hirschenauer