So steht‘s gerade in der 2. Bundesliga
» Liveticker von tt-news.de
| 11.09.2026 | Festakt zum 75-jährigen Vereinsjubiläum im Foyer der Sparkasse Passau |
| 15.09.2026 | Offizieller Trainingsbeginn |
| 04.10.2026 | 1. Herren gegen TV Hilpoltstein |
| 11.10.2026 | 1. Herren gegen TTC SR Hohenstein-Ernstthal |
| 17.10.2026 | 1. Herren beim 1. FC Saarbrücken II |
Sie möchten den TTC Fortuna Passau als aktives oder passives Mitglied unterstützen?
» Hier geht‘s zum Aufnahmeantrag
Sie möchten dem Förderkreis beitreten?
» Hier geht‘s zur Beitrittserklärung
Aktuelle Meldung vom 31.08.2019
Einen gelungenen Liga-Auftakt feierten die Tischtennisspieler des TTC Fortuna Passau im traditionsreichen bayerischen Derby gegen den TV Hilpoltstein. Die Partie hielt alles, was sie versprochen hatte und wogte lange Zeit hin und her. Schlussendlich gewannen die Fortunen verdient mit 6:3 und revanchierten sich zudem für das bittere Pokal-Aus vom vorigen Wochenende.
Der Grundstein wurde bereits in den Eröffnungsdoppeln gelegt. Die Passauer stellten das vermeintlich stärkere Doppel Grebnev/Kolarek auf Position Zwei, um dem Hilpoltsteiner Spitzendoppel Flemming/Reitspies aus dem Weg zu gehen. Die Mittelfranken hatten wohl den gleichen Hintergedanken, so dass es im Zweierdoppel, sehr zur Freude der 130 Zuschauer, zum Aufeinandertreffen der vier Spitzenakteure beider Teams kam. Der junge Russe Maksim Grebnev, amtierender Doppelvizeweltmeister sowie aktueller Doppeleuropameister im U18-Bereich, bewies eindrucksvoll sein großes Können in dieser Konstellation. Überraschend deutlich gewann er zusammen mit Kolarek in einem hochklassigen Match in vier Sätzen. Prächtig harmonierten auch Jakub Folwarski und Ivan Juzbasic, die ihre Kontrahenten Dickhardt/Sanchi deutlich mit 3:0 in die Schranken wiesen. Postwendend schlugen die Mittelfranken aber zurück und bewiesen großen Kampfgeist. Alexander Flemming ließ den 17-jährigen Neuzugang Grebnev beim 3:1 nur wenig zur Geltung kommen. Nicht viel besser erging es auch Mannschaftskapitän Tomislav Kolarek gegen David Reitspies. Lediglich der erste Satz ging noch an den Fortunen, der mittlerweile im dritten Jahr für die Dreiflüssestädter aufschlägt. Die restlichen Sätze dominierte der Hilpoltsteiner und glich zum 2:2 aus.
Ivan Juzbasic lag gegen den Argentinier Francisco Sanchi bereits mit 2:0-Sätzen aussichtsreich im Rennen, als sich der Südamerikaner in einen wahren Spielrausch steigerte und die Partie knapp für sich entscheiden konnte. Nach schnellem 2:0 hieß es somit 3:2 für die Gäste. Nerven wie Drahtseile bewies zeitgleich Jakub Folwarski, der zweite Neuzugang der Fortunen. Der polnische Defensivmann riss aufgrund seiner attraktiven Spielweise nicht nur die Zuschauer mit, sondern lieferte sich ebenfalls einen nervenaufreibenden Fünfsatz-Krimi gegen Dennis Dickhardt. Er glich mit dem knappsten aller Ergebnisse zum vielumjubelten 3:3 aus, was der gesamten Partie die Wende geben sollte. Hätten die Mittelfranken hier zuschlagen können, wäre es für die Fortunen sicherlich sehr schwer geworden, noch einmal zurückzukommen.
Beflügelt von der bravourösen Leistung des jungen Polen, zeigte Grebnev gegen David Reitspies im Spitzeneinzel, warum er zu den größten europäischen Nachwuchshoffnungen zählt. 3:1 hieß es am Ende überraschend deutlich gegen die Hilpoltsteiner Nummer Eins, welcher im erweiterten Kreis der tschechischen Nationalmannschaft steht und in der letzten Saison zu den stärksten Spielern der 2. Bundesliga zählte. Gut erholt von der Niederlage im Auftakteinzel zeigte sich Mannschaftskapitän Kolarek, der Flemming mit 3:1-Sätzen souverän im Griff hatte. Ein Spiegelbild der ersten Partie war das Match zwischen Juzbasic und Dickhardt. Der Fortune lag schnell mit 2:0 in Front und sah schon wie der sichere Sieger aus. Der Mittelfranke steckte aber nicht auf, so dass es wiederum in den Entscheidungssatz ging. Juzbasic siegte hier deutlich mit 11:5 und stellte den 6:3-Endstand her.
Ein Stein vom Herzen fiel dem 1. Vorsitzenden Hans Wetzel: „Wie erwartet war der TV Hilpoltstein ein schwerer Brocken für unsere Erste. Einen sehr überzeugenden Auftritt haben unsere beiden Neuzugänge Grebnev und Folwarski abgeliefert, für die das Heimdebüt nicht hätte besser laufen können. Nichtsdestotrotz müssen wir weiter hart an unseren Schwächen arbeiten, die es auszumerzen gilt. Mit dem 1. FC Köln auswärts und dem darauffolgenden Kracher daheim gegen den absoluten Meisterschaftsfavoriten aus Bad Homburg haben wir ein sehr schwieriges Auftaktprogramm vor der Brust. Die beiden Punkte tuen daher doppelt gut.“
Manfred Hirschenauer