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Aktuelle Meldung vom 09.02.2025
Es sollte wieder nicht sein: Auch im vierten Anlauf gegen Ligaprimus TTC Jülich setzte es für die Passauer Fortunen eine deutliche 2:6-Niederlage. Die Rheinwestfalen erwischten einen Traumtag, wohingegen die seit Anfang Dezember ungeschlagen gebliebenen Niederbayern nicht zu gewohnter Form fanden. Mit nunmehr 14:10-Punkten belegen Yuki Matsuyama und Co. trotz der Niederlage aber weiterhin den guten vierten Tabellenrang in Zweitliga-Spielzeit Nummer 24.
Ausgerechnet in den beiden Eröffnungsdoppeln, in dieser Spielzeit eine absolute Passauer Domäne, erwischten die Fortuna-Duos Yuki Matsuyama/Viktor Yefimov sowie Elia Schmid/Owen Cathcart einen rabenschwarzen Tag gegen die kompromisslos auftretenden Jülicher Paarungen Robin Devos/Barry Barben und Laurens Devos/Kas van Oost. Auch in den folgenden Einzeln zeigte das Quartett von Gästetrainer Miroslav Broda eindrucksvoll, warum sie das Klassement im Bundesliga-Unterhaus anführen. Kurzen Prozess machte der belgische Ex-Nationalspieler Robin Devos mit dem Passauer Teamkapitän Yefimov. Lange Zeit hin und her wogte die Partie zwischen Nippon-Ass Matsuyama und dem dreifachen Paralympics-Sieger Laurens Devos. Bereits aussichtsreich mit 7:5 lag dabei der Passauer Spitzenspieler im Entscheidungssatz in Front. Nach taktisch kluger Auszeit seines Kontrahenten gelang dem tapfer kämpfenden Japaner aber nur noch ein Punktgewinn, so dass die Rheinwestfalen zum Pausentee vorentscheidend auf 4:0 erhöhen konnten.
Die Höchststrafe für die Dreiflüssestädter verhinderte der erneut in absoluter Topform auftrumpfende Eidgenosse Elia Schmid. Mit seinem ausgefuchsten Blockspiel brachte der ehemalige Schweizer Einzelmeister seinen niederländischen Kontrahenten Barry Berben in drei Sätzen schier zur Verzweiflung. Nichts zu holen gab es hingegen im Parallelspiel für den Iren Owen Cathcart im Duell mit dem niederländischen Nationalspieler Kas van Oost. Etwas Hoffnung im Lager der Passauer keimte zwar noch einmal nach dem grandiosen 3:0-Erfolg von Matsuyama im Spitzeneinzel gegen Robin Devos auf, welcher von den wieder einmal zahlreich erschienenen Zuschauern mit langanhaltendem Szenenapplaus goutiert wurde. Als Spielverderber erwies sich aber nach knapp zweieinhalbstündiger Spielzeit Jülichs belgische Nummer 2, Laurens Devos, welcher eine Galavorstellung gegen Viktor Yefimov aufs Parkett hinlegte und den ehemaligen ukrainischen Meister ohne Satzverlust klar in die Schranken wies.
Enttäuscht über das Ergebnis zeigte sich der TTC-Vorsitzende Thomas Saller: „Nach dem Unentschieden von Mainz in Saarbrücken hatten wir es mit einem Sieg gegen Jülich selbst in der Hand, die Tabellenführung in der 2. Bundesliga zu übernehmen. Dass dies nicht gelang, lag zweifelsohne an einem bärenstarken Gegner, der nicht zu Unrecht ganz oben steht. Vom kapitalen Fehlstart in den beiden Eröffnungsdoppeln konnte sich unser Team leider nicht mehr erholen, in den Einzeln habe ich durchaus gute Ansätze gesehen. Wir spielen bisher eine gute Saison, heute fehlten uns einfach Konstanz und die letzte Konsequenz.“
Nach zweiwöchiger Pause geht es für den Rangvierten aus der Dreiflüssestadt am Sonntag (23. Februar, 14 Uhr) mit der Partie auswärts gegen den Tabellenneunten TTC Lampertheim (5:19) weiter. An der südhessischen Bergstraße kommt es dabei zum Wiedersehen mit dem dänischen Ex-Fortunen Martin Buch Andersen.
TTC Fortuna Passau – TTC Jülich 2:6
Schmid/Cathcart – Laurens Devos/van Oost 14:12, 10:12, 4:11, 7:11
Yefimov/Matsuyama – Robin Devos/Berben 8:11, 4:11, 11:8, 5:11
Matsuyama – Laurens Devos 13:11, 9:11, 11:1, 7:11, 8:11
Yefimov – Robin Devos 11:9, 7:11, 7:11, 4:11
Schmid – Berben 12:10, 11:8, 11:4
Cathcart – van Oost 6:11, 3:11, 4:11
Matsuyama – Robin Devos 11:5, 11:4, 11:9
Yefimov – Laurens Devos 5:11, 11:13, 5:11
Manfred Hirschenauer