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Aktuelle Meldung vom 22.09.2019
Mit einem Punkt im Gepäck kehrten die Tischtennisasse des TTC Fortuna Passau vom Aufwärtsauftritt gegen Aufsteiger Köln heim und kletterten somit auf Tabellenplatz 2. Die Geißböcke erwiesen sich in einer teilweise hitzig geführten Partie als der erwartet schwere Gegner. Im Lager der Fortunen war man mit dem 5:5-Unentschieden mehr als zufrieden und blickt gespannt auf die Knallerpartie am kommenden Samstag zu Hause gegen den Meisterschaftsfavoriten TTC Obererlenbach/Bad Homburg.
Die Fortunen wählten in dieser Begegnung die defensivere Doppelvariante und stellten das stärkere Duo Grebnev/Kolarek an Position Zwei, um dem gefährlichen Kölner Spitzendoppel Eloi/Wehking aus dem Weg zu gehen. Dieser taktisch kluge Schachzug sollte sich auszahlen, da die beiden Passauer beim 3:1-Erfolg gegen Gianluca Walther und Robin Malessa keinen Zweifel über den späteren Sieger aufkommen ließen. Kurz vor der Sensation standen Juzbasic/Folwarski, als sie Eloi/Wehking in den Entscheidungssatz zwangen, den die beiden Kölner aber schlußendlich deutlich für sich entschieden. Eine äußerste schwere Aufgabe hatte Mannschaftskapitän Tomislav Kolarek mit dem Kölner Neuzugang Damien Eloi vor der Brust. Lange Zeit konnte der Passauer die Partie offenhalten. Am Ende setzte sich aber doch die Routine des ehemaligen französischen Weltklassespielers durch. Nach einer herben Klatsche sah es für Neuzugang Maksim Grebnev gegen den furios aufspielenden Kölner Gianluca Walther aus, der den jungen Russen in den ersten beiden Sätzen regelrecht vorführte. Der Jungspund besann sich aber auf seine Stärken und kämpfte sich mit einem Kraftakt in die Partie zurück. Am Ende glich er mit einem deutlichen 11:5 im Entscheidungssatz zum 2:2 aus und hielt die Dreiflüssestädter im Spiel. Chancenlos war anschließend Defensivmann Jakub Folwarski gegen Lennart Wehking, der dem Polen mit seiner knallharten Linkshänder-Vorhand schnell den Zahn zog. Gute Chancen rechnete man sich im Fortuna-Lager in der Partie von Ivan Juzbasic gegen den Kölner Ersatzmann Robin Malessa aus. Der Rheinländer drehte aber gewaltig auf und ließ den Kroaten in den ersten beiden Sätzen ziemlich alt aussehen. Der Passauer zog aber noch einmal alle Register seines Könnens und rettete sich in den Entscheidungssatz. Malessa ließ sich die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen und brachte die Geißböcke mit 4:2 in Führung.
Endgültig angekommen in der 2. Bundesliga ist der erst 17-jährige Rohdiamant Maksim Grebnev. Im Duell der Generationen standen sich mit dem amtierenden Juniorendoppelvizeweltmeister und dem 50-jährigen ehemaligen Weltklassemann Damien Eloi zwei absolute Meister ihres Faches gegenüber. Dem Fortunen-Neuzugang gelang an diesem Tag praktisch alles gegen den ungläubig staunenden Franzosen. Lediglich 17 Punkte in drei Sätzen gab das große europäische Nachwuchstalent ab und brachte die Fortunen wieder auf 3:4 heran. Teamkapitän Kolarek stand seinem Teamkollegen in der Partie gegen Gianluca Walther in nichts nach und siegte zwar knapp, aber schlußendlich verdient in fünf hartumkämpften Sätzen.
Gut erholt von der ersten Niederlage zeigte sich Juzbasic gegen Wehking, einem der besten Spieler des hinteren Ligapaarkreuzes. Bereits mit 10:6 lag er im vierten Satz in Führung und sah mit vier Matchbällen in Folge als der sichere Sieger aus. Der Kölner zauberte aber noch einmal groß auf und erzwang den Entscheidungssatz. Der Passauer Routinier behielt jedoch kühlen Kopf und ließ sich auch nicht von strittigen Schiedsrichterentscheidungen aus dem Konzept bringen. Nach einer Serie von gelungenen Punkten brachte er die Dreiflüssestädter mit 5:4 in Front, die nun sogar vom Auswärtssieg träumen durften. Der für Björn Helbing ins Team gerückte Robin Malessa, ein absoluter Spezialist gegen Abwehrspieler, bestätigte seine Nominierung und ließ gegen Jakub Folwarski keinen Zweifel über den späteren Sieger aufkommen.
Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten Unentschieden. Die Passauer liegen nun nach zwei Spieltagen mit drei Punkten voll im Soll und gehen gespannt in die Heimpartie am Samstag gegen den TTC OE Bad Homburg, gegen den man die eindeutige Außenseiterposition einnimmt. Mit einem in Galaform aufspielenden Maksim Grebnev, der sich immer mehr zum Shootingstar der 2. Bundesliga entwickelt, ist den Fortunen aber auch hier alles zuzutrauen.
Entsprechend zufrieden äußerte sich Mannschaftskapitän Tomislav Kolarek: „Wir können mit dem Punktgewinn sehr gut leben. Bei konsequentem Ausnutzen unserer Chancen wären auch zwei Zähler möglich gewesen. Ein großes Kompliment an Maksim Grebnev, der heute unser Matchwinner war und gegen Damien Eloi großartigen Tischtennissport zeigte. In dieser Form können wir auch gegen die nominell stärkste Mannschaft der Liga, den TTC Obererlenbach/Bad Homburg, bestehen.“
Ergebnisse:
Eloi/Wehking – Juzbasic/Folwarski 11:9, 8:11, 6:11, 11:4, 11:7; Walther/Malessa – Grebnev/Kolarek 8:11, 6:11, 11:5, 8:11; Eloi – Kolarek 11:6, 11:7, 7:11, 20:18; Walther – Grebnev 12:10, 11:8, 8:11, 5:11, 4:11; Wehking – Folwarski 11:7, 10:12, 11:3, 11:7; Malessa – Juzbasic 11:6, 11:5, 7:11, 10:12, 11:7; Eloi – Grebnev 1:11, 8:11, 8:11; Walther – Kolarek 4:11, 11:8, 7:11, 11:5, 6:11; Wehking – Juzbasic 6:11, 9:11, 11:3, 13:11, 4:11; Malessa – Folwarski 12:10, 11:4, 11:9
Manfred Hirschenauer