So steht‘s gerade in der 2. Bundesliga
» Liveticker von tt-news.de
| 11.09.2026 | Festakt zum 75-jährigen Vereinsjubiläum im Foyer der Sparkasse Passau |
| 15.09.2026 | Offizieller Trainingsbeginn |
| 04.10.2026 | 1. Herren gegen TV Hilpoltstein |
| 11.10.2026 | 1. Herren gegen TTC SR Hohenstein-Ernstthal |
| 17.10.2026 | 1. Herren beim 1. FC Saarbrücken II |
Sie möchten den TTC Fortuna Passau als aktives oder passives Mitglied unterstützen?
» Hier geht‘s zum Aufnahmeantrag
Sie möchten dem Förderkreis beitreten?
» Hier geht‘s zur Beitrittserklärung
Aktuelle Meldung vom 10.10.2020
Eine herbe 3:5-Niederlage kassierten die Fortunen am dritten Spieltag gegen den bärenstarken Aufsteiger Neckarsulmer Sportunion. Die Passauer konnten zu keiner Zeit an die tolle Vorstellung aus dem Pokalspiel gegen Mühlhausen anknüpfen und wurden jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. In der Tabelle rutschten die TTCler damit auf den fünften Tabellenrang zurück.
Der in dieser Saison bisher so stark aufspielende Ungar Csaba Andras erwischte einen rabenschwarzen Tag und fand überhaupt keinen Rhythmus. Er hatte im ersten Einzel mit dem Schwaben Florian Bluhm einen der besten Abwehrspieler Deutschlands vor der Brust, an dem er sich gehörig die Zähne ausbiss. Der an Position 16 der nationalen Rangliste geführte Spitzenspieler der Gäste zog in stoischer Ruhe sein Spielsystem durch und trieb den jungen Ungarn mit seinen Schnittwechseln schier zur Verzweiflung. Nicht viel besser sollte es im zweiten Durchgang Tom Jarvis gegen ebenjenen Gegner gehen. Ihm war zumindest noch ein Satzgewinn vergönnt, an einen Sieg war an diesem Tag überhaupt nicht zu denken. Wenigstens im ersten Einzel gegen Julian Mohr setzte der Engländer seinen Aufwärtstrend fort und kam zu einem souverän herausgespielten 3:0-Erfolg gegen den Württemberger. Die entscheidende Partie des Tages wurde zwischen Mannschaftskapitän Tomislav Kolarek und dem 51-jähren Ex-Internationalen Josef Braun ausgetragen. Die Fortunen lagen zu diesem Zeitpunkt mit 2:1 in Front. Der polnische Defensivkünstler Jakub Folwarski feierte einen zwischenzeitlichen 3:1-Erfolg gegen Jens Schabacker. Der Kroate lag am Nebentisch ebenfalls aussichtsreich mit 2:0-Sätzen in Front und hatte im vierten Satz beim Stand von 10:9 seinen einzigen Matchball in dieser Partie. Zum Leidwesen der Fortunen konnte er den Sack aber nicht zumachen und sein Gegner kam immer mehr ins Rollen. Der Tscheche nutzte die Gunst der Stunde gegen den schlussendlich überforderten Passauer Mannschaftskapitän gnadenlos aus, dem die Verunsicherung sichtlich anzumerken war. So glichen die Gäste zum 2:2 aus und bekamen jetzt richtig Oberwasser.
Zu spüren bekam dies in seinem zweiten Einzel gleich mal der ungarische Meister Csaba Andras, der in der Vorwoche im Pokal die Nr. 36 der Weltrangliste, Daniel Habesohn, noch regelrecht düpierte. Gegen Julian Mohr war davon aber fast nichts mehr zu sehen. Zu viele unerklärliche Fehler schlichen sich in das Spiel des sonst so zuverlässigen Magyaren ein. Sein Kontrahent nutzte dies gnadenlos aus, so dass auch hier der Zähler klar an die Schwaben ging. Die Schlinge zog sich nun immer mehr zu und der Druck für das hintere Paarkreuz wurde nicht weniger. Entlastung kam noch von Mannschaftskapitän Tomislav Kolarek, der ein verloren geglaubtes Spiel gegen Jens Schabacker noch knapp im Entscheidungssatz umbog und die Fortunen wieder auf 3:4 heranbrachte. Jetzt lag es an dem in dieser Saison bisher noch ungeschlagenen Jakub Folwarski, zumindest noch den einen Punkt für die Fortunen zu retten. Sein Gegner Josef Braun, mit 51 Jahren über alle erdenklichen Kniffe des Tischtennissports erhaben, fackelte aber nicht lange rum und ließ sich nicht auf das variable Abwehrspiel des Polen ein. In beeindruckender Manier bewies der routinierte Tscheche seine Kaltschnäuzigkeit und beendete jäh die Siegesserie des Warschauers Folwarski, der seinen Meister in Braun fand.
Enttäuscht zeigte sich Pressewart Manfred Hirschenauer: „Glückwunsch an die Neckarsulmer, die heute nicht unverdient beide Zähler mit nach Hause genommen haben. Wir gingen aufgrund der sehr guten Leistung im Pokal mit einer gewissen Euphorie an die Aufgabe heran, fanden aber zu keinem Zeitpunkt in die Partie und müssen jetzt am kommenden Samstag gegen Mainz schauen, dass wir uns von diesem bitteren Rückschlag gut erholt zeigen. Auf die Dauer werden wir mit der heutigen Leistung Probleme in der 2. Bundesliga bekommen. Wir müssen schnellstmöglich wieder zurück in die Spur finden.“
Am kommenden Samstag gastiert der Tabellenletzte FSV Mainz 05 in der Dreiflüssestadt. Das Pokalhighlight gegen Vizemeister TTF Liebherr Ochsenhausen wurde von Seiten des Deutschen Tischtennisbundes aufgrund eines Corona-Falles im Ochsenhausener Lager auf unbestimmt verlegt.
Einzelergebnisse:
Jarvis – Mohr 11:9, 11:8; 11:8; Andras – Bluhm 9:11, 9:11, 8:11; Kolarek – Braun 13:11, 12:10, 7:11, 10:12, 9:11; Folwarski – Schabacker 11:4, 4:11, 11:5, 11:7; Jarvis – Bluhm 8:11, 10:12, 9:11; Andras – Mohr 8:11, 11:8, 7:11, 8:11; Kolarek – Schabacker 6:11, 11:7, 11:5, 3:11, 12:10; Folwarski – Braun 8:11, 4:11, 14:12, 11:13
Manfred Hirschenauer