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Aktuelle Meldung vom 25.08.2019
Dicht vor dem Einzug in die nächste Pokalrunde stand die erste Mannschaft des TTC Fortuna Passau am vergangenen Wochenende beim gastgebenden TV Hilpoltstein. Lediglich zwei Punkte fehlten am Ende bei der knappen 2:3-Niederlage gegen die Mittelfranken.
Einen erfolgreichen Start erwischte das von Mannschaftskapitän Tomislav Kolarek angeführte Team gegen den TTV Lampertheim (Vizemeister 3. Bundesliga Nord), den man in einer nervenaufreibenden Partie mit 3:2 in Schach hielt. Die Nervosität bei seinem Debüt im Fortunen-Dress merkte man dem jungen russischen Neuzugang Maksim Grebnev gegen den amtierenden litauischen Meister Alfredas Udra noch stark an. Alle drei Sätze gingen in der Höhe überraschend deutlich an den Balten. Einen gelungenen Einstand feierte der zweite Neuzugang Jakub Folwarski gegen den Russen Zakharov, dem er mit seinen Abwehrspiel in drei Sätzen schnell den Zahn zog. Kurzen Prozess machte anschließend Ivan Juzbasic mit Andrej Semenov, so dass die Fortunen erstmalig mit 2:1 in Führung gingen. Wenig entgegenzusetzen hatte Folwarski dem druckvollen Spiel des Lampertheimers Istvan Molnar, so dass das Doppel beim Stand von 2:2 die Entscheidung herbeiführen musste. Prächtig harmonierte hierbei das neuformierte Passauer Spitzendoppel Grebnev/Kolarek und wies ihre Kontrahenten Semenov/Zakharov in vier hartumkämpften Sätzen in die Schranken.
In der zweiten Begegnung gelang den Fortunen gegen den TV Hilpoltstein ein Auftakt nach Maß. Jakub Folwarski bewies gegen den routinierten Alexander Flemming im Entscheidungssatz große Nervenstärke und brachte die Passauer in Front. Ein wahres Feuerwerk zündete daraufhin Maksim Grebnev gegen den tschechischen Nationalspieler David Reitspies, dem er nicht den Hauch einer Chance ließ. Das entscheidende Spiel des Tages lieferten sich Mannschaftskapitän Tomislav Kolarek und der Argentinier Francisco Sanchi, bei dem der Fortune im vierten Satz bei 9:9 nur zwei Punkte vom möglichen Spielgewinn entfernt war. Der Südamerikaner drehte aber das Match noch zu seinen Gunsten und hielt damit die Mittelfranken im Spiel. Nach der 1:3-Niederlage von Folwarski gegen den furios aufspielenden Hilpoltsteiner Spitzenspieler David Reitspies musste wiederum das Schlussdoppel die Entscheidung herbeiführen. In einer hochklassigen und dramatischen Begegnung zwischen Grebnev/Kolarek und Flemming/Sanchi hatten die beiden Mittelfranken oftmals die bessere Antwort parat und siegten nicht unverdient in vier Sätzen. Da die Hilpoltsteiner ihre Auftaktpartie gegen den FSV Mainz 05 bereits deutlich mit 3:0 gewonnen hatten, lag das Weiterkommen nun nicht mehr in der eigenen Hand.
Wie sehr ihnen die vorangegangene Niederlage in den Knochen steckte, merkte man in der letzten Partie gegen die Mainzer. Die verunsicherten Passauer brachten nur noch wenig zustande und bissen überraschend deutlich mit 0:3 gegen den letztjährigen Meister der 2. Bundesliga in den sauren Apfel. Grebnev gelang gegen den luxemburgischen Abwehrspieler Luka Mladenovic nur ein Satzgewinn und der schwedische Nationalspieler Simon Berglund gewann klar in drei Sätzen gegen Jakub Folwarski. Ebenfalls auf verlorenem Posten stand Ivan Juzbasic gegen eines der größten deutschen Nachwuchstalente Cedric Meissner.
Der 1. Vorsitzende Hans Wetzel war zwar trotz des unglücklichen Ausscheidens etwas enttäuscht, blickt aber dem Ligaauftakt am kommenden Samstag positiv entgegen: „Wir haben heute eine gute kämpferische Leistung gebracht, haben uns aber leider nicht belohnt. Mit etwas mehr Spielglück wäre ein Weiterkommen durchaus möglich gewesen. Am Samstag wollen wir uns im Traditionsderby für die bittere Niederlage gegen den TV Hilpoltstein revanchieren und den Zuschauern attraktiven Tischtennissport bieten.“
Manfred Hirschenauer