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Aktuelle Meldung vom 10.04.2016
Nach den Auftaktschwierigkeiten letzte Woche im Schlussspurt zum Saisonende sind die Passauer wieder zurück in der Spur. Am Samstag konnten sie auswärts gegen Ingolstadt wieder einen schön herausgespielten 9:5-Erfolg feiern.
Die lange wettkampffreie Zeit vor den letzten vier Spielen der Saison 2015/2016 hatte den Fortunen offensichtlich eher geschadet und so mussten sie am letzten Wochenende – wie berichtet - ausgerechnet gegen Windsbach eine empfindliche Niederlage hinnehmen. Die mahnenden Worte von Mannschaftsführer Andi Weikert und extra Trainingseinheiten während der Woche konnten das Team wieder neu motivieren und so starteten sie beim Gastgeber aus Ingolstadt gewohnt gut in die Doppel.
Mit zwei relativ klaren Siegen von Schauer/Weikert gegen Mazura/Huber und von Mader/Lendner gegen das gegnerische Spitzendoppel Kovacs/Jost konnten die Passauer schnell mit 2:0 in Führung gehen. Doch dann schien sich das Blatt erneut gegen die Gäste aus der Nikolahalle zu wenden. Schröttner/Langreiter konnten den Erwartungen nicht gerecht werden und unterlagen, in der Höhe völlig unerwartet, mit 0:3 gegen die „Underdogs“ Dömel/Schaer.
Aus einem guten 2:0 Start wurde schnell ein 2:4 Rückstand, als die folgenden drei Einzel auch noch an die Gastgeber des MTV 1881 Ingolstadt fielen. Martin Schauer fand kein Mittel gegen die ungarische Blockmaschine Kovacs und unterlag klar mit 0:3. Auch Christoph Mader konnte dem stark aufschlagenden und sehr sicher Topspin-ziehenden Tschechen Mazura nur in einem Satz Paroli bieten (1:3).
Nachdem Sebastian Schröttner von dem taktisch klug agierenden Linkshänder Dömel wiederholt mit platzierten Schlägen durch die Box gejagt wurde (0:3), bahnte sich erneut eine Überraschung zu Ungunsten der Passauer an. Doch die Fortunen waren gewarnt. Da die Ingolstädter Spieler in der Rückrunde alle mit einer ausgeglichen Bilanz aufwarten können, durften sie auf keinen Fall unterschätzt werden und so war es äußerst wichtig, dass Andi Weikert und Rainer Lendner mit zwei guten Spielen umgehend dagegen hielten um den wichtigen Passauer Ausgleich zum 4:4 zu erzielen.
Weikert konnte mit variablem Angriffs- und Blockspiel den stets kompromisslos angreifenden Jost erst aus dem Konzept und dann zur Verzweiflung bringen und mit 3:1 gewinnen. Lendner hatte mit seinem Gegner Huber ebenfalls nur in einem Satz Probleme - und das obwohl dieser in der Rückrunde hinten bisher mit einer 9:0-Bilanz glänzen konnte (3:1). Die Niederlage von Langreiter in einem kleinen Nervenkrimi im fünften Satz mit 9:11 gegen Schaer, verdeutlichte einmal mehr, dass das Spiel sehr eng werden könnte.
Nach der ersten Spielhälfte mussten die Passauer also wieder einem 4:5 Rückstand hinterher laufen. Für die spielentscheidende Wende sorgte dann endlich die glänzende spielerische Leistung im vorderen Paarkreuz, die dem ganzen Team einen richtigen Motivationsschub gab, denn ab da wurde nur mehr vom TTC Fortuna gepunktet. Im Spitzenspiel der beiden Einser kämpfte sich Mader gegen Kovacs über den ganzen Tisch Punkt für Punkt zum Sieg. Obwohl er ständig Rückständen hinterherlaufen musste, kam er immer besser in seinen Spielrhythmus hinein und konnte sich mit einer enormen Laufleistung und unzähligen Vorhand-Topspins mit 3:2 verdient den Passauer Punkt sichern. Auch Schauer zeigte wieder altbekannte Stärken. Gegen Mazura musste er zwar auch über fünf Sätze gehen, hatte im finalen Durchgang aber dann doch die bessere Antwort auf die Rückläufer-Aufschläge und Bananen-Returns seines Gegners.
Im mittleren Paarkreuz konnte Weikert auch in seinem zweiten Einzel gegen Dömel mit 3:1 überzeugen. Dank seiner Spielübersicht, seinen schnellen Beinen und der aus früheren Zeiten gefürchteten Rückhand ließ er seinem Gegner letztendlich keine Chance. Vor dem Spiel gegen Jost hatten seine Teamkollegen Schröttner noch die richtige Taktik eingetrichtert und so hatte er den Ingolstädter vor allem in den Sätzen drei und vier locker im Griff und punktete souverän zum 8:5 für die Fortuna.
Im letzten Spiel war es nun an Markus Langreiter seinem Gegner Huber, der immer noch eine sehr gute 9:1-Bilanz zu Buche stehen hatte, Paroli zu bieten. Mit massiven Vorhand- und Rückhandtopspins über den ganzen Tisch zermürbte er Huber und konnte so den entscheidenden Siegpunkt für die Fortuna sichern.
Nach der Kritik von letzter Woche war Mannschaftsführer Andi Weikert einmal mehr mit seiner Mannschaft zufrieden. „Es tut gut wieder zurück in der Erfolgsspur zu sein. Nach dem Dämpfer von letzter Woche war die mannschaftliche Geschlossenheit heute wieder gut und jeder hat seinen Punkt gemacht. Wir kennen unsere Stärken und wissen, dass wir uns auf das Team verlassen können!“ Weiter verrät er: „Selbst wenn wir heute in die „Verlängerung“ hätten gehen müssen, hätte ich bei einem zweiten Spiel von Rainer Lendner - der heute sehr stark agiert hat – und einem möglichen Schlussdoppel, immer noch klare Vorteile auf unserer Seite gesehen.“ Mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu, dass er natürlich froh ist, dass die Mannschaft das Ergebnis noch vor einem all zu engen Ausgang deutlich sichern konnte. Einen weiteren Seitenhieb gegen die Windsbacher und das Spiel vom letzten Wochenende kann sich Weikert nicht verkneifen und lobt besonders die faire Spielsituation in Ingolstadt die „man im Gegensatz zu den unschönen Erlebnissen vom letzten Spieltag absolut hervorheben muss, da die Atmosphäre in der Ingolstädter Halle zu jeder Zeit fair und angenehm war!“. Im vorletzten Spiel, am nächsten Samstag den 16.4., das gleichzeitig das vorletzte Heimspiel der Saison ist, wollen die Fortunen in der Nikolahalle mit einem weiteren Heimsieg die Vizemeisterschaft endgültig sicherstellen. Weikert betont, dass „das Team absolut motiviert ist und vor allem den Fans zum Abschluss der Saison noch einmal richtig gute Spiele präsentieren möchte.“
Für Passau punkteten:
Schauer/Weikert, Mader/Lendner, Mader, Schauer, Weikert (2), Schröttner, Langreiter, Lendner