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Aktuelle Meldung vom 10.04.2017
Der TTC Fortuna II kann zu Hause in der Nikola Halle gegen die ungeliebten Rivalen aus Windsbach wieder nur gut mitspielen, die wichtigen Punkte jedoch gehen an die Gegner. Ihrem Namen machen die Fortunen in dieser Saison keine Ehre, denn irgendwie klebt den „Glücklichen“ das Pech nur so an den Schlägern und Fingern. Wie schon so oft fallen die entscheidenden Punkte an die Gegner und so fehlt den Passauern heuer vor dem letzten Spieltag noch ein Punkt zum sicheren Klassenerhalt.
„Nach den schlechten Doppelstarts in dieser Runde, stellte sich vor dem Spiel wieder das Problem: wie können wir endlich einmal zwei Doppel am Anfang gewinnen. Eigentlich ist uns dazu keine Möglichkeit eingefallen, doch die seltsame Aufstellung der Windsbacher spielte uns dabei in die Karten“ sagte Mannschaftsführer Andi Weikert nach dem Spiel. Mit der Aufstellung Schauer/Weikert gegen Bindac/Benes und Mader/Lendner gegen Birkmann/Staudacher hatte niemand so recht gerechnet und so lagen die Fortunen nach den Doppeln wirklich mit 2:1 vorne. Selbst für ein mögliches Schlussdoppel hätten sie somit noch sehr gute Karten gehabt. Trotz eines Satzverlustes konnten Schauer/Weikert das Windsbacher Spitzenpaarkreuz klar mit 3:1 in Schach halten und die wie immer gut harmonierenden Mader/Lendner bezwangen das Einserdoppel Birkmann/Staudacher trotz zweier hergeschenkter Sätze mit 3:2. Im Dreierdoppel mit Schröttner/Schaller gegen Kostadinov/Wittmann war leider, wie von Anfang an befürchtet, keine Chance auf einen Sieg vorhanden (0:3). Dennoch legten die Passauer mit dem 2:1 den perfekten Start hin, den sie im Vorhinein anvisiert hatten.
Martin Schauer legte gleich im Anschluss in den Einzeln nach. Heute brauchte er gegen Benes nicht einmal schnelle Beine, sondern brachte den Passauer Punkt, einfach mit Auge und Touch, locker mit 3:1 nach Hause. Christoph Mader wehrte sich zwar mit Kräften, hatte allerdings kein Fortüne gegen Bindac (1:3). Trotzdem stand es immer noch 3:2 für die Passauer. Dass es in der Mitte schwer werden würde war von Anfang an klar, doch Andi Weikert kämpfte sich gegen Kostadinov nach 0:2-Satzrückstand und abgewehrtem Matchball im dritten Satz noch in die Verlängerung. Doch ausgerechnet im entscheidenden fünften Satz findet der Windsbacher wieder zu seinem Spiel. Mit einem klaren 0:3 ließ Birkmann Sebastian Schröttner keine Chance und so war der Spielstand mit nur noch 3:4 gedreht. Im hinteren Paarkreuz war Thorsten Schaller zwei Sätze lang chancenlos gegen den jeden Ball treffenden Staudacher. Aber dann konnte sich Schaller auf die schwierigen Aufschläge seines Gegners einstellen und wurde selbst gleichzeitig immer sicherer. Staudacher haderte zunehmend mit seinem Spiel und so konnte Schaller den fünften Satz ganz sicher mit 11:1 für sich entscheiden. Ein ähnliches Spiel lief fast zeitgleich auf der anderen Platte. Rainer Lendner konnte sich ebenfalls nach einem 0:2 Rückstand in den Fünften kämpfen, musste dann allerdings unglücklich und trotz einer wirklich guten spielerischen Leistung die Niederlage einstecken.
Mit einem Gesamtstand von 4:5 war zumindest ein Unentschieden auf jeden Fall noch möglich und Schauer legte nach seinem ersten Einzel auch das Zweite drauf. Zwei Sätze lang spielte er gegen den hoch einzuschätzenden Bindac „Such den Ball“. Nach dieser hervorragenden Leistung wurde er jedoch zunehmend unkonzentrierter und so musste wieder der fünfte Satz entscheiden. Mental stark konnte er dort wieder seine „Normalform“ und damit einen sicheren Sieg abrufen. Für Mader, der sich letzte Woche gegen Bayern noch von seiner Schokoladenseite gezeigt hatte, war Benes am heutigen Tag im Aufschlag-Rückschlag und vor allem im kurz-kurz zu sicher (1:3). Im mittleren Paarkreuz – mit Weikert und Schröttner eigentlich das Passauer Prunkstück – waren die Spiele wie erwartet hart umkämpft, aber auch hart an der Grenze der Fairness. Anscheinend sahen die Windsbacher mit ihrer 6:5 Führung die Aufstiegschance schon schwinden, da sie ja immer noch punktgleich mit dem Tabellenführer aus Thalkirchen sind, denn ab diesem Zeitpunkt kam wirklich eine unnötige Härte ins Spiel. Weder Weikert, noch Schröttner waren in der Lage gegen die Windsbacher zu punkten. Im hinteren Paarkreuz konnten sich Schaller und auch Lendner noch einmal Aufbäumen – denn zumindest ein Unentschieden war immer noch möglich. Zu Beginn zu nervös und zu vorsichtig agierend, lag Schaller wie in der ersten Runde wieder mit 0:2 hinten. Aber gegen einen Schaller ist erst gewonnen, wenn der letzte Ball gespielt ist und so erkämpfte er sich erneut den fünften Satz, um Wittmann dann aber mal so richtig zu zeigen, wie in Niederbayern die Topspins gespielt werden (11:2). Lendner wehrte sich mit Leibeskräften. Nach 0:2 Rückstand holt er sich den dritten Satz mit 12:10 und die Hoffnung keimte wieder auf. „Leider wollte der vierte Satz wieder einfach nicht auf unsere Seite fallen. In einem möglichen Schlussdoppel hätte ich die Vorteile klar bei uns gesehen.“ sagte der sonst so kritische Kapitän.
„Heute hat man wieder einmal gesehen, dass wir auch mit dem Tabellenzweiten mithalten können. Aber es fallen einfach zu wenig knappe Spiele auf unsere Seite.“ haderte Weikert mit dem glücklosen Ausgang des Matches. Verloren ist für die Passauer mit dieser Niederlage natürlich noch nichts. Ende April steht dann das echte Endspiel um den Relegationsplatz zu Hause gegen Schwabhausen an. „Für dieses letzte, sehr wichtige Spiel in der Saison hoffen wir auf große Unterstützung durch unsere Fans“ wandte sich der Mannschaftsführer zum Abschluss noch an die Zuschauer.
TTC Fortuna Passau II – TSV Windsbach:
Schauer/Weikert – Bindac/Benes (11:9, 9:11, 11:4, 15:13), Mader/Lendner – Birkmann/Staudacher (9:11, 12:14, 11:8, 11:6, 12:10), Schröttner/Schaller – Kostadinov/Wittmann (4:11, 7:11, 8:11). Schauer – Benes (11:5, 11:13, 11:9, 11:3), Mader – Bindac (5:11, 7:11, 11:4, 14:16), Weikert – Kostadinov (6:11, 4:11, 12:10, 11:7, 5:11), Schröttner – Birkmann (5:11, 9:11, 8:11), Schaller – Staudacher (6:11, 6:11, 11:4, 11:8, 11:1), Lendner – Wittmann (6:11, 6:11, 11:8, 11:8, 6:11). Schauer – Bindac (11:6, 11:6, 4:11, 11:13, 11:7), Mader – Benes (7:11, 9:11, 12:10, 7:11), Weikert – Birkmann (11:5, 9:11, 7:11, 7:11), Schröttner – Kostadinov (8;11, 11:9, 3:11, 13:11, 7:11), Schaller – Wittmann (10:12, 8:11, 11:9, 11:8, 11:2), Lendner – Staudacher (10:12, 8:11, 12:10, 7:11).