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Aktuelle Meldung vom 15.12.2024
Einen schönen dritten Advent feierte Tischtennis-Zweitligist Fortuna Passau zum Vorrundenausklang nach dem furiosen 6:0-Kantersieg gegen das ersatzgeschwächt angetretene Reserveteam des amtierenden Champions-League-Siegers 1. FC Saarbrücken. Der Rangsechste aus der Dreiflüssestadt blickt mit nunmehr 10:8-Punkten auf eine sehr erfolgreich verlaufene Hinrunde zurück und ist seinem Ziel, dem Klassenerhalt in Zweitliga-Spielzeit Nummer 24, ein weiteres großes Stück nähergekommen. Das Punktepolster auf die beiden Abstiegsrivalen um den TTC Lampertheim und TTC Hohenstein-Ernstthal ist mittlerweile auf fünf bzw. sechs Punkte angewachsen.
Langanhaltenden Szenenapplaus gab es für das Fortuna-Quartett von den zahlreich erschienenen Zuschauern nach den begeisternden Auftritten in den beiden Eröffnungsdoppeln. Den Reigen für die Passauer eröffnete das schweizerisch-irische Duo Elia Schmid/Owen Cathcart mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen die Saarbrücker Paarung Abdullah Yigenler/Mathias Hübgen. Ihren Teamkollegen in nichts standen im Parallelspiel Yuki Matsuyama und Viktor Yefimov gegen das chinesisch-rumänische Duo Lichen Wang/Andrei Istrate. Mit einem harterkämpften Vier-Satz-Erfolg durch die beiden Passauer nahm der Fortuna-Express bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt gewaltig an Fahrt auf und war für die Saarländer schlußendlich nicht mehr zu stoppen.
Ein weiteres Break für die Niederbayern holte Passaus Teamkapitän Yefimov im Duell mit Gästespitzenspieler Lichen Wang. In einem rassigen Schlagabtausch gegen den keinesfalls enttäuschenden Chinesen lief der ehemalige ukrainische Meister zu ganz großer Form auf und bezwang seinen Kontrahenten in vier Sätzen. Ebenfalls voll gefordert war zeitgleich Nippon-Ass Matsuyama gegen eines der größten europäischen Nachwuchstalente, Andrei Istrate. Der rumänische Jugend-Mixed-Europameister lag nach gewonnenem ersten Satz und hohem Vorsprung in Satz 2 bereits aussichtsreich in Front. Mit großer Finesse entzauberte der japanische Routinier aber doch noch den Saarbrücker Nachwuchsmann und stellte zum Pausentee auf eine beruhigende 4:0-Führung. Weiterhin seinen Aufwärtstrend bestätigte der Ire Cathcart in der Partie gegen den türkischen Nationalspieler Yigenler, den er mit taktisch klugem Spiel jederzeit sicher im Griff hatte. Mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse feierte der nervenstarke Eidgenosse Schmid gegen den deutschen Ranglistenspieler Hübgen nicht nur seinen vierten Einzelerfolg in Serie, sondern sorgte nach nur knapp zweieinhalb Stunden Spielzeit für einen in dieser Höhe niemals für möglichen gehaltenen 6:0-Sieg gegen eines der Spitzenteams im Bundesliga-Unterhaus.
Ein sehr positives Hinrunden-Fazit zog der TTC-Vorsitzende Thomas Saller: „Nach der Pflicht folgt die Kür, die Mannschaft hat eindrucksvoll geliefert. Nach dem harterkämpften Erfolg am letzten Wochenende gegen Aufsteiger Lampertheim haben wir uns mit dem Kantersieg gegen eine, wenn auch ersatzgeschwächt angetretene Zweitliga-Spitzenmannschaft, selbst belohnt. Zum Ende der Hinserie haben wir bereits zwei Drittel unseres 15-Punkte-Saisonzieles erreicht. Ich bin mehr als zufrieden. Das Punktepolster auf Abstiegsrang 9 ist zwar auf fünf Zähler angewachsen, wir haben den Blick aber weiterhin voll nach unten gerichtet und werden stets wachsam sein. Die Leistungsdichte im Bundesliga-Unterhaus ist heuer sehr gering. Als Rangsechster haben wir aber auch nur zwei Zähler Rückstand auf den Herbstmeister TV Hilpoltstein. Wir freuen uns auf eine spannende Rückrunde.“
Nach dreiwöchiger Winterpause geht es für die Fortuna-Erste bereits wieder am 11./12. Januar mit einem Doppelspieltag auswärts gegen den SV Union Velbert und den 1. FC Köln weiter.
Einzelbilanzen nach der Vorrunde: Matsuyama (10:5), Yefimov (8:8), Schmid (7:8), Cathcart (5:8), Jancovic (1:0)
TTC Fortuna Passau – 1. FC Saarbrücken II 6:0
Schmid/Cathcart – Yigenler/Hübgen 11:6, 11:7, 11:9
Yefimov/Matsuyama – Wang/Istrate 11:6, 4:11, 11:7, 11:7
Matsuyama – Istrate 7:11, 13:11, 11:9, 11:8
Yefimov – Wang 2:11, 11:9, 11:9, 11:3
Schmid – Hübgen 11:4, 13:11, 9:11, 10:12, 11:9
Cathcart – Yigenler 11:5, 13:11, 11:3
Manfred Hirschenauer