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Aktuelle Meldung vom 10.01.2015
Mit leeren Händen musste die Dritte die Heimreise aus Haselbach antreten. In einer rassigen Bezirksligapartie zogen die Fortunen knapp mit 6:9 den Kürzeren und haben damit einen Big-Point im Kampf um den Klassenerhalt verpasst. Lange stand die Vier-Punkte-Partie gegen die traditionell als sehr heimstark geltende Haselbacher Mannschaft auf des Messers Schneide. Am Ende entschieden nur ein paar Punkte mehr zugunsten der Hager-Truppe, welche nunmehr die Dritte in der Tabelle überholen konnte. Mit Tabellenrang Fünf liegt man zwar weiterhin voll im Soll, muss aber den Blick jetzt nach unten richten – Spannung pur bis zum letzten Spieltag ist in der wohl stärksten Bezirksliga aller Zeiten garantiert.
Ein furioser Start gelang den Fortunen in den Eröffnungsdoppeln. Das Passauer Spitzendoppel Lendner/Ertürk brillierte gegen das Abwehrduo Heller/Semsch. Lederer/Hirschenauer hatten hingegen dem druckvollen Spiel der Schäfer-Brüder nur wenig entgegenzusetzen und verloren klar in drei Sätzen. Jendrzej/Rehan schafften gegen Hager/Winkler im Entscheidungssatz das Kunststück, einen 6:10-Rückstand in einen 12:10-Erfolg zu drehen und brachten das Team mit 2:1 in Front. Lederer wußte anschließend mit dem variablen Abwehrspiel von Heller nur wenig anzufangen. Sein unbändiges Kämpferherz stellte Lendner gegen Routinier Rüdiger Schäfer unter Beweis. In einer mitreißenden Partie sah er nach schnellem 0:2-Rückstand schon wie der sichere Verlierer aus, schaffte aber das schier Unglaubliche und gewann die restlichen drei Sätze noch deutlich. Eine kleine Vorentscheidung zuungunsten der Fortunen sollte in den folgenden Einzeln fallen. Hirschenauer verspielte eine 10:5-Führung im ersten Satz gegen den starken Ex-Fortunen Winkler und musste am Ende eine 3:1-Niederlage quittieren. Auch Kreisranglistensieger Ibrahim Ertürk konnte mit dem Noppenspiel von Semsch nur wenig anfangen und musste deutlich in vier Sätzen klein beigeben. Einen offenen Schlagabtausch lieferten sich daraufhin Jendrzej und das Haselbacher Urgestein Hager. Mit ausgefuchstem Blockspiel ließ er den Fortunen nur wenig ins Spiel kommen und baute somit die Haselbacher Führung auf 5:3 aus. Seine derzeit gute Form stellte einmal mehr Rehan gegen Schäfer Jochen unter Beweis. Mit 3:1-Sätzen verwies er seinen Kontrahenten klar in die Schranken und brachte die Fortunen wieder heran. Das Spitzenduell zwischen Lendner und Veit wurde zu einer einseitigen Angelegenheit für den Haselbacher, der immer wieder gekonnt jede sich bietende Chance kompromisslos zum Punktgewinn nutzte. Auch in seinem zweiten Einzel spielte Lederer gegen Schäfer Rüdiger zwar gut mit, in den entscheidenden Momenten konnte der ehemalige Haselbacher Spitzenspieler seine ganze Routine in die Waagschale werfen und in vier Sätzen gewinnen. Nach dem hauchdünnen Erfolg von Ertürk gegen den Ex-Fortunen Winkler keimte noch einmal Hoffnung auf. In fünf hartumkämpften Sätzen gewann der Passauer mit dem knappesten aller Ergebnisse und brachte somit die Dritte noch einmal auf 5:7 heran. Auch in seiner zweiten Partie fand Hirschenauer nur wenig Mittel gegen das ausgefuchste Noppenspiel von Semsch und kam zu keinem Satzgewinn. Jendrzej zeigte sich hingegen gut erholt von der Niederlage gegen Hager und beherrschte seinen Gegner Schäfer Jochen nach Belieben. Sehr gute Chancen rechnete man sich im Lager der Fortunen in der Partie von Rehan gegen Hager aus. Der Haselbacher drehte in den beiden ersten Sätzen aber mächtig auf und führte im dritten Satz schon klar. Rehan konnte aber mehrere Matchbälle abwehren und den Satz noch für sich entscheiden. Nach schneller 8:4-Führung des Fortunen im folgenden Satz keimte noch einmal etwas Hoffnung auf, die der Haselbacher aber jäh zunichte machte.
Mit dieser herben Niederlage muss man realistisch betrachtet den Blick nach unten richten. In den nächsten Wochen steht der Dritten weiterhin Abstiegskampf pur bevor und die Liga verspricht Spannung bis zum allerletzten Spieltag. Am kommenden Freitag steht mit dem Tabellendritten TV Freyung ein dicker Brocken vor der Tür, gegen den man sich nur Außenseiterchancen ausrechnet.
(Manfred Hirschenauer)