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Aktuelle Meldung vom 15.02.2015
Foto: sp4ort.de
Ein Mammutprogramm gegen die direkten Mitabstiegskonkurrenten hatte die Dritte an diesem Wochenende zu bewältigen. Die Bilanz sieht hierbei eher durchwachsen aus, da mit dem SV Essenbach und dem TTC Landau zwar zwei weit abgeschlagene Mannschaften klar in die Schranken verwiesen werden konnten. Die allesentscheidende Partie bei der DJK Landshut ging aber hauchdünn mit 9:7 an die Dreihelmenstädter, die damit in der Tabelle nach Punkten mit den Fortunen gleichziehen konnten und somit nur noch neun Spiele voneinander getrennt sind. Beide Teams belegen nach diesem Wochenende den fünften bzw. sechsten Tabellenplatz, haben aber jeweils zwei Spiele mehr absolviert als die direkte Konkurrenz, so dass die gegenwärtige Tabellenkonstellation wenig aussagekräftig ist. Die beiden weiteren Abstiegsaspiranten Haselbach und Dingolfing spielen ebenfalls noch gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller und werden dort sicher punkten. Es läuft sich wohl alles auf einen Zweikampf zwischen Passau und den Landshutern hinaus.
Verheißungsvoll verlief der Auftakt zum Tripel-Spieltag beim souveränen 9:1-Heimerfolg gegen den TTC Landau. Trotz des kurzfristigen grippebedingten Ausfalls von Ibrahim Ertürk wurde das Team vor wenig Probleme gestellt. Lediglich das neuformierte Doppel Hirschenauer/Beltechi Paul gab gegen das Landauer Spitzendoppel Damböck/Kerscher den einzigen Punkt ab. Die restlichen Einzel und Doppel wurden zu einer einseitigen Angelegenheit für die Fortunen. Ein sehr erfreuliches Debüt feierte Nachwuchstalent Paul Beltechi, der einen Fünfsatzerfolg gegen Mc Ilvaine herausspielen konnte.
Eine ungleich härtere Aufgabe stand der Dritten bei der heimstarken Mannschaft der DJK Landshut vor der Brust. Wie schon in der Vorwoche in Dingolfing lag man schnell mit 6:2 in Rückstand, fightete bravourös zurück und stand am Ende nach der unglücklichen 7:9-Niederlage wieder einmal mit leeren Händen da. Allen Beteiligten war vor der Partie klar, dass bei einem Punktgewinn der Fortunen der Zwei-Punkte-Vorsprung bei nur noch vier ausstehenden Partien sowie dem schwierigen Restprogramm der beiden Mannschaften die Vorentscheidung um den Relegationsplatz wohl gefallen sein dürfte. Dementsprechend bis in die Haarspitzen motiviert gingen beide Teams zu Werke und schenkten sich in einer sehr fair geführten Partie nichts.
Das Unheil kündigte sich bereits nach den Eröffnungsdoppeln an. Lediglich das neuformierte Spitzendoppel Lendner/Jendrzej kam zu einem mühsamen Fünfsatzerfolg über Porr/Minge. Lederer/Rehan als auch Hirschenauer/Beltechi hatten die Übermacht der Landshuter Betz/Mühlig und Landkammer/Adlmann neidlos anzuerkennen. Auf verlorenem Posten stand daraufhin Lederer gegen den Landshuter Spitzenspieler Betz. Die Fortunen schlugen in Gestalt von Lendner aber postwendend zurück, der Mühlig in vier Sätzen in die Schranken wies. Hirschenauer und der für Ertürk in das mittlere Paarkreuz aufgerückte Jendrzej kamen lediglich zu einem Satzgewinn gegen Landkammer und Porr. Nach der klaren Niederlage von Ersatzspieler Paul Beltechi gegen Minge geriet das Team schnell mit 2:5 in Rückstand. Die Dritte zeigte aber wie schon in den Vorwochen große Moral und biß sich in die Partie zurück. Rehan drehte gegen Adlmann einen 0:2-Satzrückstand und hielt die Fortunen im Spiel. Lendner schaffte im Spitzeneinzel gegen den gewiss nicht schlecht aufgelegten Betz das Kunststück, einen 0:2-Satz- sowie 6:10-Rückstand aufzuholen und am Ende doch noch zu triumphieren. Dies gelang dem Leistungsträger in den letzten vier Wochen zum mittlerweile dritten Mal, so dass er die Einzelrückrundenrangliste des Bezirksoberhauses mit 11:1 eindrucksvoll anführt. Auch Lederer zauberte gegen Routinier Mühlig auf wie zu allerbesten Tagen und revanchierte sich eindrucksvoll für die bittere Vorrundenniederlage. Auch im zweiten Durchgang sprang in der Mitte für die Fortunen kein Punkt heraus. Hirschenauer blieb ohne jegliche Chance gegen das druckvolle Spiel von Porr. Jendrzej spielte gegen den Abwehrstrategen Landkammer hervorragend mit und stand bei einer 2:1-Satz- sowie 9:8-Führung dicht vor der Sensation. Der Landshuter spielte dann aber praktisch fehlerfrei und holte den wichtigen achten Zähler für sein Team. Nichts anbrennen ließen die Fortunen in den beiden anschließenden Einzeln von Rehan und Beltechi gegen Minge und Adlmann, so dass das Schlußdoppel die Entscheidung herbeiführen musste - eine Herkulesaufgabe für das neu zusammengewürfelte Duo Lendner/Jendrzej. Mit Betz/Mühlig stand ihnen das bilanzmäßig stärkste Einserdoppel der Liga gegenüber, die bisher nur zweimal ihren Gegnern zum Sieg gratulieren mussten. In diesem Alles-oder-Nichts-Spiel boten die vier Protagonisten Ballwechsel zum Zunge schnalzen, welche die zahlreichen Zuschauer mehrfach von den Sitzen rissen. Das clever agierende Landshuter Duo spielte all seine Routine aus und ließ in drei zwar äußerst knappen Sätzen keinen Zweifel über den späteren Sieger aufkommen.
Trotz dieser bitteren Niederlage zeigte sich das Team bei der anschließenden Partie in Essenbach gut erholt. Zwei Punkte auf Biegen und Brechen hieß die Marschroute von Mannschaftsführer Lukas Jendrzej und dem wurde das Team beim deutlichen 9:2-Erfolg mehr als gerecht, so dass auch das Spielverhältnis, welches am Ende der Spielrunde noch das Zünglein an der Waage spielen kann, ausgebaut wurde. Das vordere Paarkreuz um Lendner und Lederer dominierten ihre Gegner Pauls und Zimmer jeweils klar und sorgten beide allein für fünf der neun Fortunazähler. Lediglich das Doppel Hirschenauer/Beltechi sowie Beltechi gegen Neubert gaben die beiden Punkte ab.
Zweiter Sportwart Manfred Hirschenauer nach dem Tripel-Spieltag: „Mit den beiden klaren Erfolgen gegen Landau und Essenbach wurde die Pflicht mehr als erfüllt, die Kür gegen Landshut aber leider nur hauchdünn verpasst. Äußerst bitter war für uns sicherlich der kurzfristige Ausfall von Ibrahim Ertürk, der in der Vorrunde gegen Landshut ungeschlagen blieb. Positiv stimmen die derzeitigen Leistungen im vorderen Paarkreuz. Rainer Lendner stellt momentan das Nonplusultra im Spitzenpaarkreuz der Liga dar. Und auch Nachwuchstalent Lederer ist nach langer Anlaufphase endlich in der Liga angekommen und zeigt, warum er letzte Saison der stärkste Spieler in der 2. Bezirksliga war. In den letzten vier Partien gegen ausnahmslos Spitzenmannschaften geht es jetzt nur noch ums nackte Überleben im Bezirksoberhaus. Mit ein wenig mehr Glück als in den Vorwochen ist sicherlich der eine oder andere Punkt noch drin, der zum Relegationsplatz reichen könnte. Begonnen werden soll damit am kommenden Wochenende beim Koppelspieltag in Siegenburg und Kelheimwinzer.“
Einen schönen Erfolg feierten Lendner & Co. am letzten Wochenende im Pokal auf Bezirksebene. Somit hat sich die Dritte für die Endrunde qualifiziert, welche am 8. März in Siegenburg stattfindet. Nach dem glücklichen Erfolg vor drei Wochen gegen die DJK Haselbach stand die Reise ins Rottal zum heimstarken SV Julbach an. Die Fortunen hielten sich auch hier schadlos und gewannen klar mit 5:2. In einer einseitigen Partie punkteten Lendner (3) sowie Ertürk und Donaubauer.
(Manfred Hirschenauer)