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Aktuelle Meldung vom 22.03.2015
Nichts zu holen gab es für die Dritte im letzten Saisonspiel bei der enttäuschenden 9:5-Niederlage gegen den bärenstarken Tabellendritten aus Teisbach. Der Aufsteiger beendet damit die Saison mit einem respektablen Punkteverhältnis von 18:22-Punkten, was aber leider definitiv nicht zum direkten Klassenerhalt reichen wird. Die endgültige Entscheidung über Relegationsplatz oder Direktabstieg ist durch den gestrigen 9:5-Erfolg von Landshut gegen Kelheimwinzer nunmehr auf den letzten Spieltag vertagt worden, wo es die Dreihelmenstädter in der Partie in Haselbach somit in der eigenen Hand haben, mit einem Unentschieden den „Sucker Punch“ zu setzen. Unabhängig vom Ausgang dieser Partie hat sich die junge Truppe um Mannschaftsführer Lukas Jendrzej im Bezirksoberhaus trotzdem sehr ordentlich geschlagen und als Aufsteiger für mächtig Wirbel gesorgt. Der gewaltige Sprung von der zweiten in die erste Bezirksliga zementiert sich mittlerweile schon seit Jahren und ist ohne adäquate Verstärkung fast nicht mehr zu stemmen. Die beiden anderen Mitaufsteiger haben gegen die etablierten Mannschaften nicht annähernd einen Zähler holen können (!!!).
Das Unheil bahnte sich wie bereits in den Doppeln an, welche in der Rückrunde oftmals zum Stolperstein für die Fortunen wurden. Lediglich das Spitzenduo Lendner/Jendrzej kam zu einem harterkämpften Fünfsatzerfolg gegen Aich/Strebl. Erwartungsgemäß klar verloren hingegen Ertürk/Hirschenauer gegen das Teisbacher Spitzendoppel Sommer/Wölbl. Auch Lederer/Sehan fanden überhaupt kein Rezept gegen das ausgefuchste Spiel von Köstler/Erl. Nach schneller 2:0-Führung von Spitzenmann Lendner gegen die Teisbacher Nummer Zwei Aich zauberte der Ex-Dingolfinger noch einmal auf wie zu allerbesten Zeiten und zwang den Fortunen in den Entscheidungssatz. Lendner ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und gewann diesen deutlich mit 11:1. Die Teisbacher Nummer Eins Sommer bewies gegen Lederer eindrucksvoll, warum er in der Rückrundenrangliste die derzeit beste Bilanz von allen Spielern hat. An seinem deutlichen 3:0-Erfolg gibt es überhaupt nichts zu rütteln. Auch im mittleren Paarkreuz wurden die Punkte geteilt. Vor wenig Probleme wurde dabei Ertürk gegen Strebl gestellt, den er klar in drei Sätzen beherrschte. Völlig chancenlos war anschließend Hirschenauer nach schwacher Leistung gegen den ehemaligen Bayernligaspieler Wölbl. Die Vorentscheidung fiel sicherlich im hinteren Paarkreuz, wo man sich insgeheim ein Übergewicht gegen die kompakte Mannschaft des FC Teisbach ausgerechnet hatte. Rehan sah bei 1:2-Satz- und 6:10-Rückstand schon wie der sichere Verlierer gegen Materialspieler Erl aus. Mit unbändiger Leidenschaft holte der Passauer aber Punkt für Punkt auf und entnervte dabei seinen Gegner mit taktisch klugem Spiel. Zur tragischen Figur am Nachbartisch wurde hingegen Jendrzej, der gegen Köstler im Entscheidungssatz bereits mit 9:4 aussichtsreich in Führung lag. Der Teisbacher warf noch einmal alles in die Waagschale und gewann mit 16:14 nicht nur dieses Einzel, sondern sorgte wohl auch für eine kleine Vorentscheidung. Das darauffolgende Spitzeneinzel von Lendner und Sommer wurde zu einer einseitigen Angelegenheit für den stärksten Spieler der Gäste. Nach allen Regeln der Tischtenniskunst demonstrierte er sein unglaubliches Ballgefühl und ließ keinen Zweifel über den späteren Sieger aufkommen. Nachwuchsmann Lederer konnte gegen Aich seine starken Leistungen der Vorwochen nicht bestätigen und musste in fünf Sätzen klein beigeben. Auch Ertürk hatte dem glänzend aufgelegten Wölbl nur wenig Paroli zu bieten. Hirschenauer war es schlußendlich gegen Strebl vorbehalten, den letzten Fortunenpunkt zu erspielen. Mannschaftsführer Jendrzej kam mit dem nervigen Noppenspiel von Erl nur wenig zurecht, so dass am Ende ein verdienter 9:5-Erfolg für die Gäste zu Buche stand.
Alles in allem war die letzte Heimpartie ein Spiegelbild der gesamten Saison – beste Chancen zu Punktgewinnen wurden oftmals leichtfertig liegengelassen, was sich am Ende noch bitter rächen kann, da man es jetzt nicht mehr in der eigenen Hand hat und auf fremde Schützenhilfe der Hager-Truppe aus Haselbach angewiesen ist. Auch die eklatante Auswärtsschwäche ist mit ein Grund für den herben Einbruch in der Rückrunde, wo lediglich sechs Zähler zu Buche stehen. Zwei davon gegen die abgeschlagenen Mitaufsteiger aus Landau und Essenbach, wo sich keine der restlichen Mannschaften des Bezirksoberhauses die Blöße gab. Somit ist auch leicht erklärbar, warum mit 18 Punkten der direkte Nichtabstieg nicht zu erreichen war. Hervorzuheben sind die Leistungen des in Schönbrunn groß gewordenen Rainer „Ray“ Lendner, der mit einer überragenden 28:12-Bilanz nach Joseph Sommer vom FC Teisbach zweitbester deutscher Spieler des Bezirksoberhauses wurde und unter Einbeziehung der zahlreichen ausländischen Spieler im Gesamtklassement den hervorragenden vierten Platz belegt.
Eine generelle Feststellung zur Sportart Tischtennis: Die Faszination dieses Spieles liegt neben der ungeheuren Reaktionsgeschwindigkeit wohl auch in einer nicht zu unterschätzenden psychologischen Komponente. Anders ist es wohl nicht zu erklären, warum sich so viele Menschen Wochenende für Wochenende freiwillig diesem Sport aussetzen.
Das Team bedankt sich herzlich bei den ehemaligen Bundesligaspielern Martin Schauer und Andi Weikert für das exzellente Coaching gegen den FC Teisbach. An euch ist es nicht gelegen!!!
Noch ist nicht aller Tage Abend: Mission (NOT) accomplished……..
(Manfred Hirschenauer)