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Aktuelle Meldung vom 29.09.2024
Voll auf ihre Kosten kamen die zahlreich anwesenden Zuschauer im Spitzenkampf der 2. Tischtennisbundesliga zwischen Tabellenführer TTC Fortuna Passau und Verfolger 1. FC Köln. Trotz des Fehlens von Nippon-Ass Yuki Matsuyama hielten wir die Partie bis zum zwischenzeitlichen 3:3 lange Zeit offen, mussten uns nach beherztem Kampf schlußendlich aber doch mit einer 6:3-Niederlage abfinden. Mit nunmehr 6:4-Zählern blicken Viktor Yefimov und sein Team dennoch auf einen guten Saisonstart zurück und liegen in Zweitliga-Saison Nummer 24 als Rangzweiter weiterhin voll im Soll.
Für einen ersten Paukenschlag sorgte das neuformierte Passauer Duo Yefimov/Jancovic. Der Passauer Headcoach Martin Jancovic, zugleich Spitzenspieler in der Verbandsoberliga Süd, lief dabei zu ganz großer Form auf und siegte an der Seite des ehemaligen ukrainischen Meisters Yefimov gegen das Kölner „Einser-Doppel“ um Tobias Hippler und Florian Cnudde – ein nicht für möglich gehaltener Erfolg gegen eines der stärksten Doppel im gesamten Zweitligaverbund. Zu keinem Satzgewinn reichte es hingegen für das schweizerisch-irische Duo Elia Schmid und Owen Cathcart gegen das Geißbock-Gespann Andre Bertelsmeier und Lleyton Ullmann. Einen Kampf auf Biegen und Brechen boten daraufhin Teamkapitän Yefimov und die große deutsche Nachwuchshoffnung, Andre Bertelsmeier, mit dem besseren Ende für den 18-jährigen Rheinländer. Eine rassige Partie lieferten sich im Parallelspiel auch der Eidgenosse Schmid sowie Kölns Spitzenspieler, Tobias Hippler. Mit taktisch klugem Spiel setzte sich der Domstädter nicht unverdient in vier Sätzen durch und brachte damit das Gästeteam zum Pausentee mit 3:1 in Front.
Abermals seine aufsteigende Form bestätigte der Ire Cathcart im Einzel gegen U19-Nationalspieler Lleyton Ullmann, den er in vier Sätzen sicher im Griff hatte. Für die Sensation des Tages sorgte zeitgleich der Slowake Jancovic gegen den belgischen Nationalspieler Florian Cnudde, einem der besten Spieler im hinteren Paarkreuz der 2. Bundesliga. Der als absoluter Underdog in die Partie gegangene Passauer spielte sich in einen wahren Rausch und bewies im Entscheidungssatz große Nervenstärke. Die Halle stand völlig Kopf nach dem vielumjubelten 3:3-Zwischenstand und die Niederbayern witterten nun endgültig Morgenluft. Völlig unbeeindruckt zeigte sich aber die Kölner Nummer 1, Tobias Hippler, im Spitzenduell gegen den Ukrainer Yefimov. In beeindruckend stoischer Manier spulte der letztjährige zweitbeste Zweitligaspieler sein Programm herunter und ließ dem Passauer nicht den Hauch einer Chance. Eine völlig andere Partie entwickelte sich im Parallelspiel zwischen dem deutschen U19-Meister Andre Bertelsmeier und dem zweifachen Schweizer Einzelmeister, Elia Schmid. In einer sehenswerten Partie auf des Messers Schneide ging der Eidgenosse schnell mit 2:1 in Front und war im Decider beim Stand von 9:9 nur zwei Punkte vom Sieg entfernt. Eiskalt machte der Rheinländer in den beiden Folgepunkten aber den Sack für die Domstädter zu und sorgte damit für die Vorentscheidung. Für die endgültige Entscheidung zum letztlich verdienten 6:3-Erfolg des neuen Tabellenführers sorgte nach etwas mehr als drei Stunden Gesamtspielzeit der Belgier Cnudde in vier Sätzen gegen den Iren Cathcart.
Etwas wehmütig, aber nicht enttäuscht, trauerte TTC-Vorstand Thomas Saller den verpassten Chancen nach: „Gegen den großen Meisterschaftsfavoriten in der 2. Bundesliga gingen wir aufgrund des Fehlens von Matsuyama als Underdog in die Partie und haben uns mehr als teuer verkauft. Wir haben wirklich alles rausgeholt, was ging. Das Team hat leidenschaftlich gekämpft und dem neuen Tabellenführer alles abverlangt. Ein Sonderlob geht natürlich an Martin Jancovic, der seine Zweitligatauglichkeit einmal mehr unter Beweis gestellt hat.“ Des Weiteren führte er aus: „Nach knapp einem Drittel der Saison liegen wir voll im Punktesoll. Die Neuzugänge sind bestens integriert und die Automatismen greifen immer besser ineinander. Ich bin sehr zufrieden.“
Nach fünfwöchiger Spielpause geht es für die Niederbayern am Sonntag, 3. November, um 14 Uhr daheim gegen den Rangneunten 1. FSV Mainz 05 weiter. Zum Wiedersehen kommt es dabei mit den beiden Ex-Fortunen Tom Jarvis und Johnny Oyebode.
TTC Fortuna Passau – 1. FC Köln 3:6
Yefimov/Jancovic – Hippler/Cnudde 10:12, 11:7, 7:11, 11:9, 11:7
Schmid/Cathcart – Bertelsmeier/Ullmann 8:11, 7:11, 9:11
Yefimov – Bertelsmeier 9:11, 11:8, 12:10, 4:11, 8:11
Schmid – Hippler 11:8, 6:11, 7:11, 8:11
Cathcart – Ullmann 5:11, 11:7, 11:9, 11:3
Jancovic – Cnudde 11:7, 12:10, 1:11, 9:11, 11:8
Yefimov – Hippler 11:9, 6:11, 5:11, 2:11
Schmid – Bertelsmeier 13:11, 10:12, 11:3, 8:11, 9:11
Cathcart – Cnudde 11:7, 8:11, 9:11, 4:11
Manfred Hirschenauer