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Aktuelle Meldung vom 03.11.2019
Mit einem deutlichen 6:1 schickte die 1. Mannschaft des TTC Fortuna Passau den bisherigen Tabellenzweiten Borussia Dortmund nach Hause. Lediglich vier Sätze gab es für die Schwarz-Gelben aus dem Ruhrpott in der Dreiflüssestadt zu holen. Die Fortunen zeigten sich sehr gut erholt von der bitteren 6:4-Niederlage in Mainz und sind jetzt als neuer Rangzweiter der erste Verfolger von Bad Homburg. Aus einer kompakten Mannschaft ragte der Shooting-Star der 2. Bundesliga, Maksim Grebnev, besonders heraus. Sowohl im Doppel als auch im Einzel blieb er ohne Satzverlust und war somit an drei der sechs Punkte beteiligt. Mit nunmehr zehn Einzelerfolgen bei nur vier Niederlagen schraubte sich der erst 17-jährige Russe ligaintern auf den zweiten Rang vor.
In dem einseitigen Match fiel die Vorentscheidung schon in den Eröffnungsdoppeln. Die Passauer Coaches Vejnovic und Weikert stellten das zuletzt enttäuschende Duo Grebnev/Kolarek in das Zweierdoppel. Dieser Schachzug sollte sich prompt auszahlen. Beide Akteure waren an diesem Tag sehr gut aufgelegt und ließen gegen Kuzmin/Bottroff keinen Zweifel über den späteren Sieger aufkommen. Auch Ivan Juzbasic und Jakub Folwarski knüpften gegen Krisztian Nagy und Kirill Fadeev an die famose Leistung in Mainz an und zeigten beim überraschend deutlichen 3:0 klare Kante.
Den zweitbesten Liga-Akteur, Erik Bottroff, hatte der russische Wirbelwind Maksim Grebnev im ersten Einzel des Tages vor der Brust. In Rekordgeschwindigkeit fertigte er den langjährigen Borussen ab, der dem druckvollen Spiel des jungen Russen wenig entgegenzusetzen hatte. Dem Dortmunder Spitzenspieler Fedor Kuzmin war es gegen Mannschaftskapitän Tomislav Kolarek vorbehalten, den verdienten Ehrenpunkt für die Westfalen zu holen. Der 36-jährige Russe, im Jahr 2007 noch EM-Bronzemedaillengewinner im Herren-Einzel, zeigte gegen den Kroaten eindrucksvoll, warum er immer noch zu stärksten Spielern in der 2. Bundesliga zählt.
Jetzt war das hintere Paarkreuz mit Ivan Juzbasic und Jakub Folwarski gefordert. Der Kroate Juzbasic hatte wenig Mühe gegen die 18-jährige Nachwuchshoffnung Kirill Fadeev, immerhin vierfacher Jugendmannschaftseuropameister. Auch der polnische Defensivkünstler Folwarski kommt nach Anlaufschwierigkeiten immer besser in Tritt und beherrschte den Ex-Fortunen Krisztian Nagy in einer sehenswerten Partie. Mit seinen taktisch klug eingesetzten Störangriffen brachte er den trotzdem überzeugenden Ungarn schier an den Rand der Verzweiflung, so dass das Unentschieden bereits sicher war.
Zum absoluten Highlight für die 145 Zuschauer sollte sich das Spitzeneinzel zwischen den beiden Russen Maksim Grebnev und Fedor Kuzmin entwickeln. Im Duell der Generationen setzte sich die jugendliche Unbekümmertheit des 17-jährigen Fortunen durch. Der 36-jährige Dortmunder Kuzmin hielt in den drei Sätzen jeweils lange Zeit gut mit, am Ende konnte der Passauer Jungspund aber dem Spiel seinen Stempel mehr aufdrücken. Nach etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit war das Schicksal der Borussen somit besiegelt und die Fortunen schoben sich in einer äußerst engen Liga auf den zweiten Tabellenrang vor.
Ein dementsprechend positives Fazit zog Mannschaftskapitän Tomislav Kolarek: „Nach der ärgerlichen Niederlage in Mainz wussten wir nicht, wo wir stehen. Wir haben uns vorgenommen, gegen diesen guten Gegner alles zu geben, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Heute lief einfach alles wie am Schnürchen bei uns und jeder Spieler wusste zu überzeugen. Hervorzuheben ist natürlich die Leistung von Maksim Grebnev, der Woche für Woche stärker wird und schon mit 17 Jahren zu den stärksten Spielern der Liga gehört. Wir haben jetzt mit Bad Hamm und Leiselheim zwei machbare Gegner vor der Brust und peilen mit der heutigen Leistung den zweiten Rang zum Ende der Vorrunde an.“
Einzelergebnisse:
Grebnev/Kolarek – Kuzmin/Bottroff 11:5, 12:10, 11:6; Folwarski/Juzbasic – Nagy/Fadeev 13:11, 13:11, 11:7; Grebnev – Bottroff 11:9, 11:3, 11:3; Kolarek – Kuzmin 11:13, 9:11, 11:7, 3:11; Juzbasic – Fadeev 6:11, 11:9, 11:3, 11:9; Folwarski – Nagy 11:7, 11:9, 11:9; Grebnev – Kuzmin 13:11, 12:10, 13:11
Manfred Hirschenauer