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Aktuelle Meldung vom 09.12.2024
Langanhaltenden Szenenapplaus gab es für die Zweitligaspieler des TTC Fortuna im Passauer Hexenkessel nach dem harterkämpften 6:4-Erfolg im Abstiegs-Gipfel gegen den Liganeuling TTC Lampertheim. Der hessische Aufsteiger, mit eigenem Fanbus und 45 stimmgewaltigen Zuschauern angereist, präsentierte sich dabei im „Vier-Punkte-Spiel“ als der erwartet harte Brocken, gegen den Matsuyama und Co. an ihr absolutes Leistungslimit gehen mussten. Einen Spieltag vor der Winterpause hat der neue Rangsechste aus der Dreiflüssestadt mit nunmehr 8:8-Zählern ein kleines Punktepolster auf die beiden Hauptkonkurrenten im Abstiegskampf, TTC Lampertheim (5:13) und TTC Hohenstein-Ernstthal (4:14), aufbauen können.
Die Schwere der Aufgabe zeichnete sich bereits in den beiden Eingangsdoppeln ab. Überraschend deutlich unter die Räder kam dabei das bisher ungeschlagene Passauer Duo Yuki Matsuyama/Viktor Yefimov gegen die spanische Paarung Miguel Nunez/Alvaro Gainza. Den wichtigen 1:1-Ausgleich besorgte im Parallelspiel die schweizerisch-irische Kombination Elia Schmid/Owen Cathcart in einem packenden Fünf-Satz-Krimi gegen das Lampertheimer Spitzendoppel Navid Shams/Martin Buch Andersen.
Seiner Favoritenstellung vollauf gerecht wurde Nippon-Ass Matsuyama im Auftakteinzel gegen den Ex-Fortunen Martin Buch Andersen. In drei Sätzen hatte hier der amtierende dänische Einzelmeister klar das Nachsehen. Bereits aussichtsreich nach gewonnenem ersten Satz und einer 8:3-Führung in Durchgang 2 lag Teamkapitän Yefimov gegen den Iraner Shams in Front, bis unerklärlicherweise völlig der rote Faden im Spiel des ehemaligen ukrainischen Meisters riss und die Partie schlußendlich zu einer eindeutigen Angelegenheit für den Perser wurde. Seinen Aufwärtstrend aus dem Jülich-Spiel bestätigte eindrucksvoll Elia Schmid im Duell gegen den spanischen Torero Miguel Pantoja, den der zweifache Schweizer Meister mit taktisch klugem Spiel jederzeit sicher im Griff hatte. Nichts zu holen gab es hingegen im Parallelspiel zwischen dem Iren Cathcart gegen den zweiten iberischen Gästespieler, Miguel Nunez.
Ein anderes Gesicht zeigte im zweiten Durchgang Passaus Teamkapitän Yefimov gegen seinen ehemaligen Team-Kollegen Martin Buch Andersen. Mit spielerisch feiner Klinge brachte der Ukrainer in drei deutlichen Sätzen seine Mannschaft wieder mit 4:3 in Front. Etwas mehr rechnete man sich im Lager der Fortunen im Spitzeneinzel zwischen dem Japaner Matsuyama und Lampertheims Nummer 1, Navid Shams, aus. Als oftmals schier unüberwindbar erwies sich an diesem Tag jedoch das unkonventionelle Blockspiel des iranischen Nationalspielers, so dass die Entscheidung im unteren Paarkreuz herbeigeführt werden musste. Einmal mehr Nerven aus Stahl zeigte der Eidgenosse Schmid beim souveränen 3:0-Erfolg gegen den Iberer Nunez und gab damit seinem Teamkollegen Cathcart eine Steilvorlage, die dieser auch eiskalt zu verwandeln wusste. Der Ire spielte sich unter dem frenetischen Applaus der zahlreich erschienenen Zuschauer in einen wahren Rausch gegen den Spanier Miguel Pantoja und holte nach etwas mehr als drei Stunden Spielzeit den vielumjubelten sechsten Zähler für die Passauer Fortunen.
Sehr zufrieden über die gezeigte Leistung äußerte sich TTC-Sportwart Walter Reichert: „Wir haben im Abstiegsgipfel jederzeit kühlen Kopf bewahrt und sind sehr gut mit der Drucksituation gegen den bärenstarken Aufsteiger umgegangen. Das Spiel wogte lange Zeit hin und her, die Partie hätte durchaus auch andersrum ausgehen können. Alle Mannschaftsteile haben mindestens einmal gepunktet, ein Sonderlob hat sich heute Elia Schmid, welcher ungeschlagen blieb, verdient. Bereits nach dem 8. Spieltag haben wir unser selbstgestecktes Hinrunden-Soll mit acht Punkten erreicht. Zudem haben wir einen direkten Abstiegskonkurrenten auf Distanz gehalten.“
Am kommenden Samstag (14 Uhr) bietet sich den Niederbayern am letzten Spieltag der Hinrunde daheim gegen den Rangdritten 1. FC Saarbrücken 2 (11:3) noch eine weitere Möglichkeit, ihr Punktekonto gegen das Reserve-Team des amtierenden Champions-League-Siegers aufzubessern.
TTC Fortuna Passau – TTC Lampertheim 6:4
Schmid/Cathcart – Shams/Andersen 8:11, 11:7, 11:8, 4:11, 11:3
Yefimov/Matsuyama – Nunez/Gainza 8:11, 11:8, 5:11, 7:11
Matsuyama – Andersen 11:4, 12:10, 11:5
Yefimov – Shams 11:8, 11:13, 1:11, 7:11
Schmid – Pantoja 11:6, 6:11, 11:4, 11:9
Cathcart – Nunez 8:11, 10:12, 11:4, 7:11
Matsuyama – Shams 17:19, 4:11, 2:11
Yefimov – Andersen 11:6, 14:12, 11:6
Schmid – Pantoja 11:3, 12:10, 11:8
Cathcart – Nunez 11:7, 11:5, 12:14, 11:6
Manfred Hirschenauer