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Aktuelle Meldung vom 15.02.2026
Trotz ansprechender Leistung gab es für die Tischtennisspieler des gastgebenden TTC Fortuna Passau am Faschingssonntag beim Vier-Punkte-Spiel in der 2. Bundesliga gegen den Rangneunten Oldenburger TB (8:16 Punkte) nichts zu feiern. Dem niedersächsischen Aufsteiger fiel aufgrund seiner hochkarätigen Wintertransfers um den Chinesen Sheng Yan sowie den ehemaligen ukrainischen Nationalspieler Yaroslav Zhmudenko die klare Favoritenrolle zu, derer er beim harterkämpften 6:3-Erfolg schlußendlich auch gerecht wurde. Der Rangsechste (12:10) aus der Dreiflüssestadt enttäuschte in einer hochklassigen und spannenden Partie keineswegs, verpasste es aber dennoch, sich im Abstiegskampf entscheidend abzusetzen.
Schwerstarbeit hatten die Niederbayern in den beiden Eröffnungsdoppeln zu verrichten. Knapp im Decider behielt hier das Passauer Duo Viktor Yefimov/Keisuke Kiho die Oberhand über den Serben Valentin Nad Nemedi und den ehemaligen Nationalspieler Philipp Floritz, wogegen die schweizerisch-kroatische Paarung Elia Schmid/Leon Benko die Übermacht des Gäste-Duos Yan/Zhmudenko neidlos anerkennen musste.
Einen rabenschwarzen Tag erwischte das Passauer Spitzenpaarkreuz im ersten Durchgang. Zu lediglich einem Satzgewinn reichte es für den japanischen Winterzugang Kiho gegen den sehr dominant agierenden Zhmudenko und auch Teamkapitän Yefimov fand kein probates Mittel gegen das druckvolle Penholderspiel von Yan. Die Niedersachsen nutzten an den Brettern 3 und 4 das für sie günstige Momentum in Persona von Floritz und des ehemaligen Weltklasseverteidigers Weixing Chen weiterhin gnadenlos aus. Noch die beste Siegchance bei einer 2:1-Satzführung hatte hierbei der kroatische Nationalspieler Benko gegen den zweifachen bayerischen Einzelmeister Floritz. Der gebürtige Peißenberger behielt im Passauer Hexenkessel aber kühlen Kopf und sicherte damit den vierten Punkt für den Turnerbund. Hochklassige Ballwechsel lieferten sich im Parallelmatch der Eidgenosse Schmid und der Austro-Chinese Chen. Schlußendlich oftmals zu undurchdringbar war das Bollwerk des mittlerweile 53-jährigen Defensivkünstlers, der sein Team damit endgültig auf die Siegerstraße brachte.
Die Niederbayern bewiesen trotz des 5:1-Rückstandes aber noch einmal große Moral und bliesen zur Aufholjagd. Den Reigen im asiatischen Spitzenduell eröffnete Passaus Japaner Kiho, welcher seinen chinesischen Widerpart mit taktisch klugem Spiel in vier hartumkämpften Sätzen niederrang und damit seinen Premieren-Erfolg im Dress der Dreiflüssestädter feierte. Mit langanhaltendem Applaus der wieder zahlreich erschienenen Zuschauer wurden die Darbietungen der beiden ukrainischen Ex-Nationalspieler Yefimov und Zhmudenko goutiert. Nach schnellem 2:0-Satzrückstand stieg Passaus Nummer Zwei wie Phönix aus der Asche empor und verkürzte mit einer großartigen Willensleistung auf 3:5.
Die Niederbayern witterten nun endgültig Morgenluft. Mit dem knappsten aller Ergebnisse schrammte der Wahl-Züricher Schmid in einer Partie auf des Messers Schneide an einem durchaus möglichen Erfolg gegen Oldenburgs Ballkünstler Floritz vorbei, so dass nach etwas mehr als dreieinhalb Stunden Spielzeit die schlußendlich bittere Passauer Niederlage besiegelt war.
TTC-Sportwart Walter Reichert: „Um ein Haar wäre uns heute noch die Aufholjagd gegen einen in absoluter Bestbesetzung angetretenen Gegner geglückt. Es hat nicht viel gefehlt, wir haben trotz des hohen Rückstandes Moral und Einsatzwille bewiesen. Schlußendlich fanden wir zu spät in die Partie gegen eine bärenstarke Oldenburger Mannschaft. Der Abstiegskampf ist wieder spannend. Wir haben eine Chance verpasst.“
Am kommenden Sonntag (14 Uhr) reist der Rangsechste aus der Dreiflüssestadt an die niederländisch-belgische Grenze und muss dort im nächsten Vier-Punkte-Spiel Farbe gegen den Tabellenhintermann TTC Jülich (12:12) bekennen.
TTC Fortuna Passau – Oldenburger TB 3:6
Schmid/Benko – Yan/Zhmudenko 8:11, 6:11, 6:11
Yefimov/Kiho – Floritz/Nad Nemedi 9:11, 11:7, 11:8, 9:11, 11:7
Kiho – Zhmudenko 4:11, 8:11, 11:8, 5:11
Yefimov – Yan 9:11, 10:12, 5:11
Schmid – Weixing 5:11, 11:9, 4:11, 9:11
Benko – Floritz 9:11, 11:9, 12:10, 3:11, 8:11
Kiho – Yan 15:13, 9:11, 12:10, 11:9
Yefimov – Zhmudenko 2:11, 4:11, 11:6, 11:6, 11:7
Schmid – Floritz 7:11, 12:10, 11:5, 3:11, 9:11
Manfred Hirschenauer